Mattsee (See)

Mattsee (See)
Mattsee mit Schloss Mattsee
Mattsee mit Schloss Mattsee
Geographische Lage Salzburger Land, Österreich
Abfluss Obertrumer See
Orte am Ufer Mattsee
Orte in der Nähe Lochen, Obertrum am See
Daten
Koordinaten 47° 59′ 10″ N, 13° 7′ 30″ O47.98611111111113.125503Koordinaten: 47° 59′ 10″ N, 13° 7′ 30″ O
Mattsee (See) (Land Salzburg)
Mattsee (See)
Höhe über Meeresspiegel 503 m ü. A.
Fläche 3,6 km²dep1f5
Volumen bei Mittelwasser: 61,4 Mio. dep1f8
Maximale Tiefe 42 mdep1f10
Besonderheiten

Einzugsgebiet inkl. See: 12,2 km²

Der Mattsee (auch Niedertrumer See genannt) ist einer der drei zum Salzburger Seengebiet gehörenden Trumer Seen im Flachgau im Salzburger Land, Österreich.

Der See ist 4,2 km lang und bis zu 1,5 km breit.

Inhaltsverzeichnis

Der Name "Mattsee"

Die eindeutige Herkunft des Namens “Mattsee” lässt sich leider nicht ganz eindeutig erklären. Laut geschichtlichen Aufzeichnungen könnte “Mattsee” von 2 unterschiedlichen Namen abstammen. 860 hieß Mattsee noch “Matha-seo” bzw. “Matachseo”.[1]

Der erste Name, der damit in Verbindung gebracht wird ist darum “Matha”, was sich von den Namen “Mathahelm” ableiten könnte. “Matha-Seo” könnte demnach “See des Matha” heißen. Dies begründet sich daraus, dass es in den Güterverzeichnissen des Erzbischofs Arno von Salzburg um 790 bereits ein “Mathahelm” aufscheint. Auch in Verbindung mit dem heiligen Rupertus, der um 700 mit Gütern in Seekirchen am Wallersee beschenkt wurde, taucht der Name “Madehelm” wieder auf, der auch auf den Namen “Mathahelm” hinweisen könnte.[2] Der zweite Name dieses Geheimnisses ist “Madach” oder auch “MATUCHA“. Die heutige Ache “Mattig” hatte in der vergangenen Zeit einige Bezeichnungen. Darunter auch die Namen “Madach”, “Matucha” oder “Matug”. Dieser Name stammt vom keltischen Wort “Maduca” ab. Diesem liegt das indogermanische Wurzel “mad-” zugrunde, die soviel wie “fließen” bedeutet. Die Mattig diente vor allem auch dem Ort Mattighofen und der regionalen Bezeichnung der Umgebung rundum Mattighofen – “Mattiggau” – als Namensgeber. Da die Mattig in den Grabensee und weiters in den Obertrumer See fließt, stammt das heutige Wort “Mattsee” mit großer Wahrscheinlichkeit von der noch heute durchfließenden Mattig ab. Ortsnamensforscher gehen heute von dieser Herleitung aus.[3]

Die Bezeichnung Niedertrumer See

Der See hatte über die Jahrhunderte mehrere Namen und Bezeichnungen. Zwischen Mattsee und Obertrum herrscht heute noch eine gewisse Rivalität über den ursprünglichen Namen des Sees. Geschichtlich (und natürlich auch als Mattseer) kann man heute aber davon auszugehen, dass der damals noch viel größere See (bestehend aus Mattsee und Obertrumer See) nur “Mattsee” bzw. “MATHA-SEO” hieß. Dass die heute noch zusammenhängenden Seen zwei Namen bekamen, ist so zu erklären: Durch die Größe des damaligen “Mattsees” wurden die einzelnen Bereiche des Sees als oberes und unteres/niederes “Drum” bezeichnet. Diese Parallele gab es auch am berühmten “Wolfgangsee”, wo St. Gilgen früher “Drum” (und später Oberdrum) hieß und korrespondierend dazu Strobl “Niedertrum”. “Drum/Trum” bedeutete Stück oder Endstück. Daraus ist dann auch der Ort sowie der See “Obertrum” geworden. Obertrum hatte im Laufe der Zeit die Namen “Obersee” (1562), “Obersee oder Drumer See” (1770) und zuletzt “Ober-Trummer See” (1806). Der Mattsee hatte im Laufe der Zeit diese Namen: “Undersee” (1562), “Untersee oder Mattsee” (1770) und “Nieder-Trummer See oder Mattsee” (1806). Von den heimischen Fischern wurden die beiden Seen auch “Obersee” und “Niedersee” genannt.[4]

Sport am Mattsee

Surfen und Segeln ist am Mattsee möglich. Motorboote sind aufgrund des Naturschutzes auf allen Trumer Seen verboten. Es können jedoch Elektroboote gemietet werden. Auch verkehrt ein kleines Ausflugsschiff zwischen dem Mattsee und Obertrumer See. In Mattsee und in Gebertsham am Nordufer gibt es Strandbäder.

Blick auf Mattsee oberhalb, Obertrumer See rechts Mitte und Grabensee links unten

Einzelnachweise

  1. http://www.seewirt-mattsee.at/blog/wussten-sie-der-name-mattsee
  2. Kleines Mattseebuch, Hannes Maringer, Tourismusverband Mattsee, S. 22
  3. Mattsee Chronik, Marktgemeinde Mattsee, 2005
  4. Kleines Mattseebuch, Hannes Maringer, Tourismusverband Mattsee, S. 22