Steuerberg

Steuerberg
Wappen von Steuerberg
Steuerberg (Österreich)
Steuerberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Feldkirchen
Kfz-Kennzeichen: FE
Fläche: 32,78 km²
Koordinaten: 46° 47′ N, 14° 7′ O46.78333333333314.116666666667782Koordinaten: 46° 47′ 0″ N, 14° 7′ 0″ O
Höhe: 782 m ü. A.
Einwohner: 1.688 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 51,49 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9560
Vorwahl: 04271
Gemeindekennziffer: 2 10 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 40
9560 Steuerberg
Website: www.steuerberg.at
Politik
Bürgermeister: Karl Petritz (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(15 Mitglieder)
7 ÖVP, 4 BZÖ, 4 SPÖ
Lage der Gemeinde Steuerberg im Bezirk Feldkirchen
Albeck Feldkirchen Glanegg Gnesau Himmelberg Ossiach Reichenau Sankt Urban Steindorf am Ossiacher See Steuerberg KärntenLage der Gemeinde Steuerberg im Bezirk Feldkirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Lichtsäule am Friedhof
„Tavagnacco-Brunnen“ in Steuerberg
Altes Wohnhaus in Steuerberg
Wappendenkmal an der westlichen Ortseinfahrt

Steuerberg ist eine Gemeinde mit 1688 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Feldkirchen in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Steuerberg liegt in den Gurktaler Alpen zwischen dem Gurktal und dem Wimitztal, etwa 10 km nördlich von Feldkirchen.

Gemeindegliederung

Steuerberg ist in die vier Katastralgemeinden Altsteuerberg, Neusteuerberg, Wabl und Wachsenberg gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 31 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

  • Dölnitz (33)
  • Eden (4)
  • Edern (26)
  • Edling (42)
  • Felfern (22)
  • Fuchsgruben (76)
  • Glabegg (10)
  • Goggau (31)
  • Graben (42)
  • Hart (131)
  • Hinterwachsenberg (8)
  • Jeinitz (25)
  • Köttern (77)
  • Kerschdorf (137)
  • Kraßnitz (35)
  • Niederwinklern (30)
  • Pölling (37)
  • Prapra (19)
  • Regenfeld (37)
  • Rennweg (209)
  • Rotapfel (56)
  • Sallas (0)
  • Sankt Martin (11)
  • Sassl (8)
  • Severgraben (1)
  • Steuerberg (131)
  • Thörl (1)
  • Unterhof (44)
  • Wabl (28)
  • Wachsenberg (374)
  • Wiggis (8)

Nachbargemeinden

Albeck Weitensfeld
Gnesau Nachbargemeinden Frauenstein
Himmelberg Feldkirchen Sankt Urban

Geschichte

Die genaue Datierung der ersten Erwähnung des Ortsnamens ist nicht möglich. „Touernich“ (nach Kranzmayer „Dorf am guten Bach“), der frühere Name Steuerbergs, wurde in einer undatierten Schenkungsnotiz des Klosters Admont erwähnt, deren Erstellung auf die Jahre zwischen 1130 und 1145 eingegrenzt werden konnte. 1147 erscheint eine Schenkung von zwei Huben in Glödnitz und eines Gasthauses „ad Touernich“ des „Reginher de Touernich“, Sohn des Swiker von Hollenburg und wohl ein Lehnsmann Bernhards von Spanheim, an Admont. 1169 wurde in einer Urkunde ein „Reginherus de Steyrberch“ angeführt, was als älteste Nennung des heutigen Gemeindenamens gilt.

Ab dem 15. Jahrhundert gewann die heutige Wimitzer Landesstraße als Handelsweg an Bedeutung.

Nach den Franzosenkriegen gehörte Oberkärnten von 1809 an zu den Illyrischen Provinzen Frankreichs. Die Grenze zwischen Frankreich und dem Österreichischen Kaiserreich verlief bis 1814 mitten durch Steuerberg. An diese Tatsache erinnert noch heute ein Grenzstein (mit falscher Jahreszahl) an der Goggausee Landesstraße.

Bei der Bildung von politischen Gemeinden wurde das heutige Gemeindegebiet zunächst in die Großgemeinde Feldkirchen eingegliedert. Die Katastralgemeinden Wabl, Alt- und Neusteuerberg sprachen sich jedoch schon 1864 für die Lostrennung von Feldkirchen aus. Im Jahr darauf stimmte der Kärntner Landtag dem Anliegen zu, so dass sich 1866 aus den drei genannten sowie der KG Wachsenberg die Gemeinde „Steierberg“ konstituierte. Seither hat sich das Gemeindegebiet nur wenig verändert: 1923 kam der südlichste Teil von Wachsenberg zur damals selbständigen Gemeinde Waiern und im Zuge der Gemeindestrukturreform 1972/73 erhielt Steuerberg kleinere Teile von den Gemeinden Himmelberg und Weitensfeld.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Steuerberg 1.693 Einwohner, davon sind 97,4 % österreichische und 1,7 % deutsche Staatsbürger. 78,4 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 16,7 % zur evangelischen Kirche, 3,2 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Wirtschaft

Traditionell ist die Gegend stark land- und forstwirtschaftlich bestimmt, wenn auch der Fremdenverkehr in den letzten Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Sehr stark zugenommen hat aber auch der Anteil der Auspendler in die nahe Stadt Feldkirchen sowie zu entfernteren Arbeitsstätten.

Steuerberg gehört zu den neun Gründungsmitgliedern der Kärntner Holzstraßen-Gemeinschaft. 2001 wurde hier ein Kirchtag zum Thema Holzstraße abgehalten. Ein vor der Volksschule aufgestellter mit Blumenschmuck verzierter hölzerner Brunnentrog erinnert an dieses Ereignis.

Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Der Gemeinderat von Steuerberg hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Bürgermeister ist seit 1985 Karl Petritz (ÖVP).

Wappen

Das Wappen, das der Gemeinde am 8. März 1966 verliehen wurde, nimmt Bezug auf die namensgebende Burg Steuerberg bzw. auf das erstmals nachweisbare Siegel der dort ansässigen Ministerialen (Siegel des Otto von Steierberg an einer Urkunde vom 15. Juni 1305). Die darauf abgebildeten, verbundenen drei Schilde sollen den Hauptschild offenbar verstärken und widerstandsfähiger machen; mit Steuerrudern hat das Wappen nichts zu tun.

Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: „In Grün drei durch schwarze Riemen mit einem schwarzen Buckelring verbundene silberne Schilde im Dreipass.“[1]

Die Fahne ist Grün-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Partnergemeinde

Literatur

  • Wilhelm Wadl (Hrsg.): Steuerberg. Verstecktes Paradies im Herzen Kärntens. Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2001, ISBN 3-85366-975-1

Weblinks

 Commons: Steuerberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 274