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Südlicher Teil der Romantikstraße#

Grundsätzlich angemerkt sei an dieser Stelle, dass Österreich vielfältige Erlebnisrouten als Wegweiser durchs Land bietet, so-dass es unmöglich ist, sich mit örtlichen Details intensiver auseinanderzusetzen. Darüber hinaus kreuzen bzw. decken sich die Erlebnis-Straßen hier und da. Dies trifft zum Beispiel besonders für einige Abschnitte der Salzstraße und der Romantikstraße, aber auch für Eisen- und Romantikstraße zu. In diesen Fällen wird auf eine nochmalige Beschreibung verzichtet und auf das betreffende Kapitel verwiesen. Bildmaterial mit anderen Motiven wird allerdings noch einmal gezeigt, um die Kontinuität zu gewährleisten.


Steyr#


Das Bummelhaus am Stadtplatz von Steyr ist Österreichs ältester gotischer Profanbau
Das Bummelhaus am Stadtplatz von Steyr ist Österreichs ältester gotischer Profanbau

Der südliche Teil der Romantik-Route verdient es genauso wie der nördliche, welcher dem reizvollen und geschichtsträchtigen Donaustrom folgt, in den Bereich der „Romantik" eingegliedert zu werden, schlängelt sich doch dieser Teil durch das wunderschöne Salzkammergut bis zur Stadt Salzburg. An der Donau bei Mauthausen zweigt die Romantik-Route nach Süden ab und folgt vorerst dem Enns-Fluss, vorbei an der Stadt Enns bis in das spätmittelalterlich und barock geprägte Steyr.

 

Weitere Informationen unter: www.tourism-steyr.at


--> Siehe Eisenstraße


Bad Hall#


Weiter verläuft nun die Romantikstraße bis Bad Hall. Im Alpenvorland gelegen, präsentiert sich Bad Hall mit seinen elf Jodsolequellen heute als moderner Kurort, der seine Bedeutung von der Salzquelle am Sulzbach ableitet. Der 34 Hektar große Kurpark mit seinem artenreichen Baumbestand gilt als einer der schönsten von Europa. Hier steht auch seit einigen Jahren (ähnlich wie in Altaussee) eine Gradieranlage, bei der Jodsole über Zweige von Weißdorn rieselt und die Atemluft entsprechend anreichert. Im Forum Hall sind drei Museen untergebracht, nämlich das Handwerker- und Heimatmuseum sowie die Haustürensammlung. Die neugotische Pfarrkirche zum hl. Erlöser stammt aus dem Jahre 1888, das zweigeschossige Schloss ist um 1645 aus einem Bürgerhaus entstanden.

 

Weitere Informationen unter: www.badhall.com


Kremsmünster#


Das äteste erhaltene 'Hochhaus' Europas ist die Sternwarte des Stifts Kremsmünster, die 1758 fertig gestellt wurde.
Das äteste erhaltene "Hochhaus" Europas ist die Sternwarte des Stifts Kremsmünster, die 1758 fertig gestellt wurde.

Unser nächstes Ziel ist Kremsmünster. Etwa zehn Kilometer westlich von Stadt Hall, in der hügeligen Landschaft des Alpenvorlands gelegen, ist Kremsmünster Standort eines der bedeutendsten Klöster Österreichs. In dem im Jahre 777 von Bayernherzog Tassilo gegründeten Benediktinerkloster sind Glaube und Wissenschaft eine fruchtbare Beziehung eingegangen. Die Klosterkirche zum Göttlichen Heiland und hl. Agapitus wurde 1232 erbaut. In den Jahren 1669 bis 1703 geschah unter der Leitung von Carlone eine völlige Barockisierung der Kirche. Diese bezog sich vor allem auf eine Verstärkung der zehn MittelschifFpfeiler sowie eine korinthische Pilasteranordnung mit prächtig profiliertem Kranzgesimse. Die reichen Stuckdekorationen überwuchern die Architektur glücklicherweise nicht. Die Westfassade ist durch die beiden Türme mit Helm (erbaut 1703) charakterisiert. Das Hochaltargemälde (1720) stellt die Verklärung Christi dar.

Der berühmte Tassilokelch in Stift Kremsmünster stammt aus der Zeit um 780.
Der berühmte Tassilokelch in Stift Kremsmünster stammt aus der Zeit um 780.

Die 1673 erbaute Schatzkammer birgt als wichtigstes Exemplar den Tassilokelch, der von Herzog Tassilo und seiner Gemahlin gestiftet wurde. Die zwischen 769 bis 788 entstandene großartige Arbeit aus Kupfer mit Silberplättchen und Niello (Goldschmiedearbeit) zeigt eine Ornamentik, die auf irisch-angelsächsischen Einfluss hinweist. Benannt ist der Kelch nach der am Kelchfuß befindlichen Stifterinschrift TASSILO DVXFORTISLIVTPIRC VIRGO REGALIS. Aus ihr kann abgelesen werden, dass der bayrische Herzog Tassilo III. (748 bis 788) und seine Gemahlin Liutpircdie Auftraggeber waren. Wahrscheinlich zählt der Kelch zu den Geschenken anlässlich der Klostergründung im Jahre 777. Möglicherweise hat er aber auch einen Bezug zur Hochzeit des Herzogpaares und zur Taufe ihres Sohnes Theo 772.

Das Klostergebäude der Benediktinerabtei stammt aus dem 17. Jahrhundert und war ursprünglich mit Wassergraben und Türmen stark befestigt. 1758 wurde die Sternwarte, das älteste erhaltene Hochhaus Europas, als klösterliche Forschungsstätte für Naturwissenschaften und als Universalmuseum errichtet - das Gebäude mutet seltsam „modern" an. Die Gründe für den Bau lagen wohl in der Rivalität zwischen Benediktiner und Jesuiten begründet. Die Benediktiner wollten der pädagogischen Dominanz der Jesuiten etwas entgegensetzen. Ein Ausdruck dieser Ambitionen ist das Observatorium, das als Teil einer Akademie für junge Adelige diente.

Die Sternwarte stellt sich selbst als „naturwissenschaftliche Arbeitsstätte der Benediktiner von Kremsmünster", als „Universalmuseum der verschiedenen naturwissenschaftlichen Fachgebiete, Wetterstation seit 1762" und als „seismische Beobachtungsstelle seit 1895" vor, die prädestiniert sei, „die museale und naturwissenschaftliche Entwicklung über ein Viertel Jahrtausend hinweg zu vermitteln". Bei den „Stiftskonzerten" im prächtigen „Kaisersaal" wird alljährlich höchstes Niveau geboten.

 

Weitere Informationen unter: www.kremsmuenster.at
www.stift-kremsmuenster.at


--> Siehe auch Oberösterreichische Barockstraße


Wels#


Die Schlosskapelle im Schloss Polheim bei Wels stammt aus dem Jahre 1519. Das Schloss, von dem im 17. Jahrhundert ein Teil abgetragen wurde, präsentiert sich heute als unregelmäßiger Zweiflügelbau der Spätrenaissance.
Die Schlosskapelle im Schloss Polheim bei Wels stammt aus dem Jahre 1519. Das Schloss, von dem im 17. Jahrhundert ein Teil abgetragen wurde, präsentiert sich heute als unregelmäßiger Zweiflügelbau der Spätrenaissance.

Ein Seitenast der Romantikstraße führt ins geschichtsträchtige Wels, eine der bedeutendsten Städte Oberösterreichs.

 

Weitere Informationen unter: www.stadtmarketing-wels.at


--> Siehe auch Salzstraße und Oberösterreichische Barockstraße



Damit haben wir den „Seitensprung" auf der Romantikstraße hinter uns gebracht und schlagen eine südliche Richtung ein. An die 25 Kilometer fahren wir auf Landesstraßen bis Scharnstein. Und hier haben die Schöpfer der Romantikstraße, ehe man ins zauberhafte Salzkammergut einbiegt, zu Recht den Abstecher zum wahrhaft romantischen Almsee eingeplant.



Scharnstein#


Vorerst geht es aber nach Scharnstein: Abseits des Ortes liegt die Burgruine Scharnstein, deren Mauerwerk aus dem 12. Jahrhundert stammt. Sie ist dreigeteilt, und so gibt es eine größere Untere Burg und eine kleine Obere Burg sowie einen Beobachtungsturm. Untere und Obere Burg sind durch einen gedeckten Mauergang verbunden. Seit einem Brand im Jahre 1538 wurde sie nicht mehr aufgebaut. Das Renaissance-Schloss Neu-Scharnstein stammt aus der Zeit um 1600. In ihm sind das Österreichische Kriminalmuseum, das Oberösterreichische Gendarmeriemuseum sowie das Museum der Österreichischen Zeitgeschichte untergebracht. Das Kriminalmuseum ist nichts für schwache Nerven, denn von der Zeit der Folterknechte, die Geständnisse erzwangen, bis hin zu Kriminalfällen, die die Republik bewegten, ist hier alles zu finden. Das Zeitgeschichte-Museum ist der persönlichen Initiative des Schlossbesitzers zu verdanken. In den historischen Räumen des Schlosses wird das Österreich des 20. Jahrhunderts, anhand von Bildern und Objekten dargestellt, durchleuchtet. Ferner ist das Museum Geyerhammer sehenswert. Es handelt sich hier um eine Sensenschmiede, deren mächtige Wasserräder bis 1987 in Betrieb waren. Der „Hammer" des Johann Geyer war seinerzeit die größte Sensen- und Sichelschmiede der k. u. k. Monarchie. Das Museum bietet heute einen Einblick in die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts.

 

Weitere Informationen unter: www.tiscover.at/scharnstein


Almsee#


Die südliche Weiterfahrt über Grünau im Almtal geht am Cumberland Wildpark mit mehr als 500 Tieren in 70 Arten vorbei und endet am Almsee mit der großartigen Kulisse der Felsfluchten des Toten Gebirges. Adalbert Stifter hat vom Almsee geschrieben: „Hier verhält sogar die Stille." Wunderbare Spaziergänge, aber auch zünftige Bergtouren kann man vom Almsee aus unternehmen und die naturkundlich besonders Interessierten werden sich mit der „Schwimmenden Insel" oder mit den berühmten, gar nicht scheuen Graugänsen (denen Konrad Lorenz als Elternersatz diente) befassen.

 

Weitere Informationen unter: www.tiscover.at/gruenau


Gmunden#


Das Glockenspiel am Gmundener Rathaus
Das Glockenspiel am Gmundener Rathaus

Zurück nach Scharnstein biegen wir nun westlich ins echte Salzkammergut ein. Von der Ferne grüßt schon der Traunstein und nach 14 Kilometern erreichen wir das nördliche Ufer des Traunsees mit der Stadt Gmunden. Der Salzwirtschaft hat Gmunden seinen rasanten Aufstieg vom Fischerdorf zu einem der Zentren des Salzkammerguts zu verdanken. Zauberhaft klingt am barockisierten Renaissancebau des Rathauses das Glockenspiel, welches aus 24 Keramik-Glocken besteht - eine Weltkuriosität. Gmunden ist bekanntlich auch die Keramikstadt Österreichs. Dies manifestiert sich nicht zuletzt im Museum für historische Sanitärobjekte, das den ulkigen Namen „Klo und so" führt. Vom Zimmerklosett Kaiser Franz Josephs auf einer seiner Jagdhütten bis zum ersten Flachspülklosett (Typ „Nautilus mit Löwenkopf" aus dem Jahre 1900) ist hier alles vertreten ... Überragt wird die Stadt vom wuchtigen Traunstein (1.691 m). Der eigentliche Hausberg der Gmundner ist aber der wesentlich sanftere Grünberg, auf den eine Seilbahn führt, von ihm gibt es einen prachtvollen Blick auf die Gmundener Bucht. Die Salzzillen fuhren von Gmunden wieder in den Traunfluss ein und ruderten flussabwärts, vorerst einmal bis Stadl Paura.

 

Weitere Informationen unter: www.gmunden.at


--> Siehe auch Salzstraße


Seeschloss Ort#


Wir folgen aber dem weiteren Weg nach Süden und erreichen als nächsten Haltepunkt das romantische Traunkirchen. Ehe der Reisende aber den Ort Traunkirchen erreicht, wird sein Blick, im südwestlichen Teil des sich hier weit ausbuchtenden Sees, von einer Wasserburg magisch angezogen. Durch eine lange Brücke mit dem Festland verbunden, prangt das Seeschloss Ort, das von Feinden nie eingenommen wurde.

 

Weitere Informationen unter: www.schlossort.gmunden.at


--> Siehe auch Salzstraße


Traunkirchen#


Traunkirchen darf neben Hallstatt als einer der reizvollsten Plätze des Salzkammerguts gelten. Auf einer schmalen Halbinsel schiebt sich die ehemalige Kloster- und heutige Pfarrkirche Mariae Krönung, zweiseitig vom Friedhof mit seinen schmiedeeisernen Kreuzen umgeben, malerisch in denTraunsee hinein - beherrschend überragt vom Traunstein. Die Kirche birgt als besondere Sehenswürdigkeit, die berühmte „Fischerkanzel". Sie ist ein Meisterwerk der Holzschnitzkunst und zeigt eine einmalige aus dem Holz heraus gearbeitete Darstellung von fließendem und tropfendem Wasser. 1753 von einem unbekannten Meister geschaffen, stellt sie das im Lukasevangelium (Luk. 5, 1-11) geschilderte Wunder eines unerwartet reichen Fischfanges des Petrus' dar. Die Apostel Jakobus und Johannes im Boot ziehen das gefüllte Netz empor, aus dem das Wasser rinnt und tropft. Im Hintergrund steht Christus, vor ihm kniet Petrus, voller Staunen über das Wunder. Und der Herr spricht zu ihm: „Von nun an sollst du Menschenfischer sein ..."

Hier nimmt übrigens alljährlich die berühmte Fronleichnamsprozession auf dem See ihren Anfang. Traunkirchen überrascht aber mit einer weiteren Rarität: Gegenüber der Kirche ist der Johannesberg vom größten geschlossenen Eibenwald Österreichs bestanden. Der in den See vorgeschobene Felsriegel trägt auf seinem kleinen Plateau die Johanneskapelle, über deren Portal wir lesen können: „Einst ein Schlupfwinkel heidnischer Seeräuber, jetzt dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht." Nun windet sich die Romantikstraße um das Höllengebirge bis Bad Ischl herum.

 

Weitere Informationen unter: www.tiscover.at/traunkirchen


--> Siehe auch Salzstraße


Bad Goisern#


Ein Abstecher südlich von Bad Ischl ist die Ortschaft Bad Goisern wert.

 

Weitere Informationen unter: www.bad-goisern.ooe.gv.at


--> Siehe auch Salzstraße


Hallstatt#


Im berühmten Beinhaus von Hallstatt: Auf der Stirn steht über Geburts- und Sterbedatum meist der Name der Person, bemalt mit Kränzen von Eichen, Efeu oder Blumen.
Im berühmten Beinhaus von Hallstatt: Auf der Stirn steht über Geburts- und Sterbedatum meist der Name der Person, bemalt mit Kränzen von Eichen, Efeu oder Blumen.

Nun nähern wir uns dem uralten Salzbergbauort Hallstatt.

 

Weitere Informationen unter: www.hallstatt.at


--> Siehe auch Salzstraße








Obertraun#


Obertraun: Eingang zur Koppenbrüllerhohle, bei der sich die gewaltigen Schmelzwasser des Frühjahrs mit einem regelrechten 'Brüllen' Bahn verschaffen.
Obertraun: Eingang zur Koppenbrüllerhohle, bei der sich die gewaltigen Schmelzwasser des Frühjahrs mit einem regelrechten "Brüllen" Bahn verschaffen.
Am Ostufer des Hallstätter Sees, inmitten grandioser Bergwelt, erreichen wir Obertraun.

 

Weitere Informationen unter: www.oberoesterreich.at/obertraun


--> Siehe auch Salzstraße








Bad Ischl#


Wir folgen nun der Traun abwärts wieder zurück nach Bad Ischl, von wo aus dann die Romantikstraße in nordwestliche Richtung bis Salzburg verläuft.

 

Die Kaiservilla in Bad Ischl.
Die Kaiservilla in Bad Ischl.


Dem Kaisergeburtstag von Franz Joseph II. gedenken die Bad Ischler alljährlich am 17. August mit einem Stadtfest.
Dem Kaisergeburtstag von Franz Joseph II. gedenken die Bad Ischler alljährlich am 17. August mit einem Stadtfest.

Weitere Informationen unter: www.salzkammergut.at/badischl


--> Siehe auch Salzstraße


Wolfgangssee#


St. Wolfgang mit dem aus der gleichnamigen Operette so berühmten 'Weißen Rössl'.
St. Wolfgang mit dem aus der gleichnamigen Operette so berühmten "Weißen Rössl".

Ein Katzensprung ist es nur bis zum wunderschönen Wolfgangsee mit den Orten St. Wolfgang, Strobl und St. Gilgen. Viele bezeichnen den Wolfgangsee als den schönsten und abwechslungsreichsten der Salzkammergut-Seen. Die hohen Berge, die ihn einrahmen, halten von den Ufern gebührliche Distanz, und so bleibt die Heiterkeit der Landschaft voll erhalten. Der elf Kilometer lange und im Durchschnitt zwei Kilometer breite See ist in der Nähe von St. Wolfgang durch eine Landzunge bis auf 240 Meter eingeschnürt. Dieser Teil des Sees, zusammen mit dem Ort St. Wolfgang, gehört übrigens zum Bundesland Oberösterreich, während der weitere Verlauf der Romantikstraße nun durch das Bundesland Salzburg führt.

Über St. Wolfgang baut sich der Schafberg auf, und man sollte sich eine Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Schafberg nicht entgehen lassen. Er ist ein unvergleichlicher Aussichtsberg, von dem man 14 (!) Seen und praktisch das gesamte Salzkammergut überblicken kann. Neben dem legendären Weißen Rössl wartet auf den Besucher in St. Wolfgang in der Pfarrkirche eine kunsthistorische Kostbarkeit. Es ist der weltberühmte gotische Flügelaltar des Michael Fächer; 1481 vollendet und aus Zirbenholz geschnitzt. Im Schrein findet sich die Figurengruppe „Marias Krönung", Statuen des hl. Wolfgang sowie auf den Doppelflügeln Tafelgemälde mit Themen aus dem Evangelium. Am Vorplatz der Kirche steht der kulturhistorisch besonders wertvolle gotische Pilgerbrunnen aus dem Jahre 1515.

 

Weitere Informationen unter: www.wolfgangsee.at


St. Gilgen#


Weiter geht die Fahrt, das romantische Seeufer entlang bis St. Gilgen, das am nördlichen Ende des Sees liegt. Neben der prachtvollen Aussicht über den gesamten See weg, ist besonders die Pfarrkirche St. Ägydius (der Name Gilgen leitet sich von Ägyd = Gilg ab) bemerkenswert. Die ursprünglich gotische Kirche wurde 1776 neu erbaut und beinhaltet wertvolle Holzfiguren aus der Werkstatt Meinrad Guggenbichlers. Interessant ist auch die Friedhofskapelle mit ihren alten Fresken. St. Gilgen ist übrigens auch als Geburtsort der Mutter Mozarts bekannt. Zwischen Mai und Oktober verkehrt auf das Zwölferhorn eine Kabinenseilbahn. Von der Bergstation sind es nur wenige Minuten auf den Gipfel (1.521 m).

 

Weitere Informationen unter: www.gemgilgen.at


Ort Mondsee#


Die ehemalige Stiftskirche Mondsee erhielt 2005 den Titel einer päpstlichen 'Basilika minor'. Diesen besonderen Ehrentitel verleiht der Papst einer bedeutenden Kirche.
Die ehemalige Stiftskirche Mondsee erhielt 2005 den Titel einer päpstlichen "Basilika minor". Diesen besonderen Ehrentitel verleiht der Papst einer bedeutenden Kirche.

Die Romantikstraße verläuft nun nicht über den nahen Fuschlsee direkt nach Salzburg, sondern überwindet einen kleinen Satteleinschnitt hinüber zum Mondsee. Unsere Route verläuft, vom Süden kommend, längs des Westufers. Hier befindet sich der „ernste" Teil des Sees, umrahmt von der lotrecht zum Wasser abstürzenden Drachenwand, dem Schober und - etwas im Hintergrund - von den Steilabstürzen des Schafberges. Je weiter wir entlang des Ufers nach Norden kommen, umso freundlicher wird das Landschaftsbild, der Wasserspiegel ist - je nach Wolkenstimmung - blau oder grün gefärbt und die sanften Hügel des Alpenvorlandes stellen die Umrahmung. Der Ort Mondsee wird von der mächtigen ehemaligen Stifts- und heutigen Pfarrkirche hl. Michael dominiert. Sie wurde auf den Resten einer romanischen Kirche im gotischen Stil erbaut. Fährt man beim Ortsteil See mit dem Boot hinaus, kann man an windstillen Tagen am Grund des glasklaren Wassers in drei bis vier Metern Tiefe einen ganzen Wald von Pflöcken sehen. Es sind die Reste von Pfahlbaudörfern aus der Zeit von 3000 bis 1800 v. Chr. Das Mondseer Heimatmuseum und das angeschlossene Osterreichische Pfahlbaumuseum zeigen umfangreiche Keramik-und Werkzeugfunde aus dieser Epoche. Ferner lohnt sich unbedingt ein Besuch des Freilichtmuseums Rauchhaus Mondsee.

 

Weitere Informationen unter: www.mondsee.at




Salzburg#


Die ehemalige Stiftskirche Mondsee erhielt 2005 den Titel einer päpstlichen 'Basilika minor'. Diesen besonderen Ehrentitel verleiht der Papst einer bedeutenden Kirche.
Die ehemalige Stiftskirche Mondsee erhielt 2005 den Titel einer päpstlichen "Basilika minor". Diesen besonderen Ehrentitel verleiht der Papst einer bedeutenden Kirche.

Nach weiteren 27 Kilometern nähern wir uns dem Endpunkt unserer „romantischen" Reise durch einen besonders schönen Teil Österreichs und gelangen nach Salzburg. Die enorme Vielfalt der kunsthistorischen Schätze Salzburgs gestattet hier nur eine Kurzdarstellung im Telegrammstil: Der alte Teil der weltberühmten „Mozart-Stadt" liegt zum großen Teil am linken Ufer der Salzach und lehnt sich an den Mönchs- und Festungsberg an, der Teil rechts des Flusses an den Kapuzinerberg. Durch die Gestaltung großer Plätze, der vielen Kirchen, Paläste und Brunnen erhielt die Stadt ihr italienisch anmutendes Gepräge.

Das bürgerliche Zentrum mit dem Rathaus (erbaut 1407, heutige Gestalt 1618) liegt an der Salzach. Mittelpunkt der bischöflichen Stadt ist der Dom (1616-1618), der sich fast frei stehend inmitten großer Plätze erhebt, nämlich dem Domplatz mit der Mariensäule, dem Kapitelplatz mit der Pferdeschwemme (1732) und dem Residenzplatz mit Residenz (1595-1739) sowie dem Residenzbrunnen (1656-1661). Am Fuß des Mönchsberges liegen der Petersfriedhof mit der Margaretenkapelle (1485-1491) und die Erzabtei St. Peter mit der romanisch-barockisierten Stiftskirche, westlich des Doms die spätromanisch-gotische Franziskanerkirche (1408-1460), ferner der ehemalige Marstall (1607) mit Winter- und Felsenreitschule (1662, 1693). Dieser Gebäudekomplex wurde 1962/63 zum Großen und Kleinen Festspielhaus umgebaut.

Bedeutende Gebäude sind ferner die barocke Kollegienkirche (1694-1707 erbaut von Fischer von Erlach), die Alte Universität, Mozarts Geburtshaus (Museum), die Ursulinenkirche (1699-1705 erbaut von Fischer von Erlach). Ferner birgt das Benediktinerinnenkloster Nonnberg (spätgotischer Bau) romanische Fresken. Rechts der Salzach liegen die barocke Dreifaltigkeitskirche (Fischer von Erlach), die barocke Sebastianskirche (mit dem Grabmal des Paracelsus), der Mirabellplatz mit Schloss Mirabell (1721-1727 von Lucas von Hildebrandt neu gestaltet) und der Mirabellgarten. Der erste Teil der die Stadt überragenden Feste Hohensalzburg wurde im 11. Jahrhundert errichtet, im 15. Jahrhundert wurde die Festung stark erweitert. Besonders unter Erzbischof Leonhard von Keut-schach (1495-1519) wurde Hohensalzburg zu einer uneinnehmbaren Festung ausgebaut, welche der Belagerung im Bauernkrieg 1525 mühelos standhielt.

 

Weitere Informationen unter: www.salzburg.info



© "Die schönsten Erlebnisstraßen Österreichs" Hilde und Willi Senft