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Andritz AG#

Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ (früher Maschinenfabrik Andritz Actiengesellschaft) ist einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie, die metallverarbeitende Industrie und Stahlindustrie, die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung sowie die Tierfutter- und Biomassepelletierung.

Weitere wesentliche Geschäftsfelder sind die Automatisierung sowie das Servicegeschäft. Der Hauptsitz des börsennotierten Technologiekonzerns, der weltweit rund 25.200 Mitarbeiter beschäftigt, befindet sich in Graz, Österreich. ANDRITZ betreibt über 250 Standorte in mehr als 40 Ländern.


Mit ihren rund 1.200 hochqualifizierten Mitarbeitern beliefert die Grazer ANDRITZ alle fünf Geschäftsbereiche mit Technologien und Serviceleistungen. In der lokalen Werkstätte werden auf einer Produktionsfläche von 95.000 m2 Komponenten für ca. 90 unterschiedliche Produkte für die Geschäftsbereiche HYDRO, PULP & PAPER, SEPARATION, und METALS gefertigt. Ausserdem werden Reparaturen, Umbauten und Montagen am Einsatzort durchgeführt.

Das Unternehmen ist stark mit Forschungseinrichtungen vernetzt und Mitglied von Industrie- und Umweltclustern. Seit Juni 2017 beteiligt sich ANDRITZ beispielsweise am Green Tech Cluster und stärkt damit die Steiermark als Hotspot für innovative Energie- und Umwelttechnik. ANDRITZ will im Cluster digitale Initiativen und die Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen forcieren.

Geschäftsbereiche

  • ANDRITZ HYDRO: Wasserkraftwerke
  • ANDRITZ PULP & PAPER: Zellstoff- und Papierindustrie
  • ANDRITZ METALS: Metall verarbeitende Industrie und Stahlindustrie
  • ANDRITZ SEPARATION: Kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung
  • Darüber hinaus ist der internationale Konzern auch im Bereich der Energieerzeugung (Dampfkesselanlagen, Biomassekraftwerke, Rückgewinnungskessel sowie Gasifizierungsanlagen) und Umwelttechnik (Rauchgasreinigungsanlagen) tätig und bietet Anlagen zur Produktion von Vliesstoffen, Viskosezellstoff und Faserplatten sowie Recyclinganlagen an.


Geschichte

1852 gründete Josef Körösi in Andritz – damals ein Grazer Vorort - eine Eisengießerei, aus der sich die heutige ANDRITZ AG entwickelt hat. Schon bald nach der Gründung umfasste das Produktionsprogramm große Investitionsgüter wie Kräne, Pumpen und Wasserturbinen, in weiterer Folge auch Brücken, Dampfkessel und -maschinen sowie Bergbauausrüstungen.

Nach dem Tod des Unternehmensgründers übernahm zunächst sein Sohn Viktor Körösi die Maschinenfabrik, verkaufte aber das Unternehmen an die Österreichische Alpine Montanunion, einen Zusammenschluss von Eisen- und Stahlindustrieunternehmen in der Steiermark. 1900 erfolgte die Umwandlung von ANDRITZ in eine Aktiengesellschaft.

Bedingt durch die beiden Weltkriege sowie die Wirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre stand die Produktion von ANDRITZ zwischendurch still.

1949 startete Andritz AG eine langjährige Zusammenarbeit mit der Schweizer Escher Wyss-Gruppe und überarbeitete das Produktprogramm: man stellte die Erzeugung von Dampfmaschinen und Luftkompressoren ein und konzentrierte sich auf die Produktion von Wasserturbinen, Kreiselpumpen, Kränen und Stahlbauten. 1951 nahm die Andritz AG zusammen mit Escher Wyss die Produktion von kompletten Papiermaschinen auf.

In den 1960er- und 70er-Jahren konnte die Andritz AG weiter wachsenund die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensivieren; die Andritz AG begann, elektrochemische und metallurgische Anlagen zu erzeugen.

Die zweite weltweite Erdölkrise sowie die stagnierende Weltkonjunktur zu Beginn der 1980er-Jahre führten dazu, dass die Andritz AG in die Verlustzone rutschte. Der Fortbestand konnten nur durch Subventionen seitens des Staates Österreich sowie durch drastische Rationalisierungsmaßnahmen gesichert werden. 1987 übernahm eine deutsche Investmentgesellschaft die Mehrheit an der Maschinenfabrik Andritz AG; das Unternehmen wurde strategisch neu ausgerichtet und entwickelte sich zu einem führenden internationalen Anbieter von Hightech-Produktionssystemen.

Seit 1990 hat ANDRITZ fast 70 Unternehmen erworben und in die Gruppe integriert. Die - bezogen auf den Umsatz größten Käufe - waren 2000/2001 der Erwerb der Ahlstrom Machinery Group (damit wurde ANDRITZ zu einem der führenden Anbieter von Zellstoff-Produktionssystemen), 2006 von VA TECH HYDRO (damit stieg ANDRITZ unter die weltweit führenden Anbieter elektromechanischer Ausrüstungen für Wasserkraftanlagen auf) sowie 2013 von mehr als 95% an Schuler, dem Weltmarktführer in der Umformtechnik.


Heute ist ANDRITZ ist einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie, die metallverarbeitende Industrie und Stahlindustrie, die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung sowie die Tierfutter- und Biomassepelletierung. Darüber hinaus ist der internationale Konzern auch im Bereich der Energieerzeugung und Umwelttechnik tätig.

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ZIB - Andritz (9.5.2005)

(mit freundlicher Genehmigung des ORF und EuScreen)