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Deuticke, Franz, Verlag Ges. m. b. H.#

Franz Deuticke (1850 bis 1919), geboren in der Nähe von Leipzig, kam als junger Buchhandelsgehilfe nach Wien, wo er am 1. April 1878 gemeinsam mit Stanislaus Toeplitz eine Buchhandlung erwarb.

Ab 1886 war Franz Deuticke Alleininhaber der Firma, die von nun an seinen Namen trug. Das Sortiment und der nebenbei betriebene Verlag mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften profitierten von der Nähe der Universität. Als Franz Deuticke 1919 starb, übernahm sein ältester Sohn Hans (1887-1953) die Firma.

Im April 1938 beschlagnahmte und verbrannte die Gestapo etwa die Hälfte der Bestände, darunter Erstausgaben von Deuticke-Autoren wie C. G. Jung und Sigmund Freud, dessen Traumdeutung 1900 bei Deuticke erschienen war.

Nach Kriegsende gelang ein Neubeginn: Hans Deuticke gründete 1946 mit fünf Kollegen die Arbeitsgemeinschaft österreichischer Schulbuchverleger; in diesem Rahmen kam es 1980 zur Annäherung an den Österreichischen Bundesverlag, mit dem Deuticke in Form einer Holding verbunden war. Im Dezember 2003 wurde der Deuticke Verlag an die Ernst Klett GmbH verkauft.

2004 wurde der Verlag vom Paul Zsolnay Verlag übernommen, der zum Carl Hanser Verlag gehört.

Zu den Veröffentlichungen zählen unter anderem eine Werkausgabe der Schriften Helmut Qualtingers sowie historisch-kritische Gesamtausgaben der Werke Nikolaus Lenaus und Johann Nestroys.

Deuticke steht heute für internationale und deutschsprachige Belletristik und ausgewählte Sachbücher. Zu den wichtigsten Autoren zählen u.a. Walter Kappacher, Mathias Nolte, Peter Henisch, Michael Köhlmeier, Daniel Glattauer, Paulus Hochgatterer

Ab 1997 war die Perlenreihe (1950 gegründet von Adalbert Pechan, spezialisiert auf kleinformatige Ratgeber und Geschenkbücher) ein eigenständiger Programmteil der Franz Deuticke Verlags Ges. m. b. H.

Weiterführendes#

Bücher aus dem Deuticke Verlag im Austria-Forum: