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Kežmarok (deutsch Käsmark / Kesmark, ungarisch Késmárk)#

Kežmarok wurde im 13. Jahrhundert von den Zipser Sachsen durch Zusammenschluss eines slowakischen Fischerdorfs, einer ungarischen Grenzwache und einer deutschen Siedlung gegründet. 1269 wurde ihr das Stadtrecht verliehen, später stieg sie zu einer königlichen Freistadt auf.

Bis 1944 stellte die deutsche Minderheit zirka 1/3 der Einwohner. Zudem verfügte Kezmarok über eine aktive jüdische Gemeinde, welche bis 1940 etwa 14 % der Bevölkerung ausmachte. In der Zeit der Ersten Slowakischen Republik, einem Satellitenstaat ("Schutzstaat") des nationalsozialistischen Deutschlands, wurden unter Beteiligung von Hlinka-Garde (im Jahre 1944 auch der SS) 75 % aller in der Stadt lebenden Juden in Arbeitslager und schließlich Vernichtungslager deportiert, einige fielen Exekutionen zum Opfer.

Die Evangelische Holzkirche von Kežmarok ist eine sogenannte Artikularkirche. Sie ist der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Gebaut wurde die Kirche gemäß den Beschlüssen des Ödenburger Landtages von 1681, d. h., außerhalb der Stadtmauern, ohne feste Grundmauern, Turm und Glocken und nur aus Holz. Auch Nägel mussten ausschließlich aus Holz hergestellt werden. Dies geschah auf Kosten der evangelischen Gemeinde. Der Grundriss hat die Form eines griechischen Kreuzes. Gleich nebenan steht die neue evangelische Kirche. Sie wurde nach ursprünglich für einen Kirchenbau in Jerusalem bestimmten Plänen von Theophil Hansen 1879–1892 errichtet.

Rathaus
Rathaus
Kirchen
Die beiden Kirchen
Holzkirche
Evangelische Artikularkirche
Holzkirche
Holzkirche_innen
Altarraum
Altarraum
Schrein
Schrein
Bänke
Bänke
Orgel
Orgel

Pfarrkirche
Turm der Pfarrkirche
Detail Hansenkirche
Detail
Kirche von Theophil hansen
Kirche von Theophil Hansen

Redaktion und Fotos: P. Diem