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Limes#

ursprünglich Bezeichnung eines Grenzwegs zwischen 2 Grundstücken, dann die durch verschiedene Wehranlagen gesicherte Grenze des Römischen Reichs. Erst für die 2. Hälfte des 1. Jahrhundert n. Chr. lässt sich an der österreichischen Donau eine Reihe von Kastellen für Kavallerie- und Infanterieeinheiten von 500 oder 1000 Mann nachweisen. Legionslager mit jeweils 6000 Mann Fußtruppen gab es in Carnuntum, Vindobona (Wien) und Lauriacum (Enns), vorher Albing. Um 300 n. Chr. wurde die Grenzverteidigung reorganisiert (Verringerung der Truppenstärke, Modernisierungen der Lager, Neuaufstellung der 1. Norischen Legion, legio I Noricorum), die letzten Arbeiten am Limes erfolgten im späten 4. Jahrhundert (Notitia Dignitatum). Danach begann ein langsamer Zerfall der Limesorganisation, da Nachschub und Truppen fehlten. Zur Zeit des heiligen Severin wohnte die Zivilbevölkerung in den Kastellen, Soldaten werden zwar erwähnt, doch bestand keine echte Grenzverteidigung mehr.

Das Projekt "Der römische Limes in Österreich":

Die Grenzanlagen des römischen Reiches – lat. limes bzw. ripa genannt – sind in Europa eines der größten Bodendenkmale. Sie prägen mit ihrer fast fünfhundertjährigen Geschichte zahlreiche Kulturlandschaften und bilden die Keimzelle vieler europäischer Städte. Im Vergleich mit anderen römischen Grenzabschnitten hat sich in Österreich noch eine große Anzahl von hochaufragenden Befestigungsanlagen von hervorragender Bedeutung erhalten, die besser bekannt gemacht werden sollen. Wesentliche Teile der Datenbank "Der römische Limes in Österreich" sollem bis Ende 2014 in das Austria-Forum übernommen werden.

Literatur#



M. Kandler und H. Vetters, Der römische Limes in Österreich, 1986
K. Genser, Der österreichische Donau-Limes in der Römerzeit, 1986
derselbe, Der Donau-Limes in Österreich, 1990