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Privatversicherungen #

(auch Vertragsversicherungen)

Führen auf der Basis frei vereinbarter Verträge die Risikoübernahme für alle versicherbaren Gefahren durch. Die Höhe der Leistungen ist im Versicherungsvertrag festgelegt und mit der Versicherungssumme begrenzt. Die Prämien errechnen sich aufgrund von Statistiken, ihre Höhe richtet sich nach dem Risiko. Privatversicherungs-Unternehmen sind in Österreich Aktiengesellschaften oder Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Die Versicherungszweige gliedern sich in Personenversicherungen (Lebens-, Kranken-, Unfallversicherung), Sachversicherung (zum Beispiel Feuer-, Transport-, Haushalt-, Hagel- und Glasversicherung) sowie Vermögensversicherung (zum Beispiel Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung). Sach- und Vermögensversicherungen sind Schadenversicherungen.

Ab dem Mittelalter nahmen Klöster, Bruderschaften und Zünfte, die in Not geratene Mitglieder aus den regelmäßigen Zahlungen unterstützten, versicherungsähnliche Aufgaben wahr. Ab dem 17. Jahrhundert kamen Bauernassekuranzen (Brandschadenvereine) hinzu, der Übergang zu den klassischen Versicherungsunternehmen war fließend. 1729 entstand mit der "Confraternität" das 1. private Krankenversicherungsunternehmen in Wien; die Feuerversicherung geht in Form der Landesbrandschadenanstalten auf das Jahr 1811 zurück. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts kamen die Lebens- und die Transportversicherung in Österreich auf. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war Österreich-Ungarn eine "Versicherungsweltmacht": Bis zur 1. Republik genossen österreichische Privatversicherungen (insbesonders die in 32 Staaten tätige Lebensversicherungsgesellschaft "Phönix", die später in Schwierigkeiten geriet) internationales Ansehen. Auch die heutige Versicherungswirtschaft profitiert noch von den großen Leistungen dieser Vergangenheit.

2002 wurden im inländischen Direktgeschäft 13,23 Milliarden Euro (1993: rund 117 Milliarden Schilling) an Prämien für 41,5 Millionen (1993: rund 33 Millionen) versicherte Risiken vereinnahmt, davon für Lebensversicherungen 5,81 Milliarden Euro (1993: 41 Milliarden Schilling), für Krankenversicherungen 1,3 Milliarden Euro (1993: 15 Milliarden Schilling) und für Schaden-Unfallversicherungen 6,12 Milliarden Euro (1993: 61 Milliarden Schilling). Die Kapitalanlagen der österreichischen Versicherungswirtschaft betrugen 2001 51 Milliarden Euro (1993: 350 Milliarden Schilling).

Die Dachorganisation der Privatversicherungen ist der "Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs", Aufsichtsbehörde im Sinne des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) ist für alle in der Privatversicherung tätigen Unternehmen das Bundesministerium für Finanzen.

Neben den klassischen Versicherungsunternehmen gibt es noch so genannte kleine Versicherungsvereine mit einem örtlichen und im Geschäftsvolumen eingeschränkten Wirkungskreis. Ihre Dachorganisation ist der "Fachverband der kleinen Versicherungsvereine".

Zu den größten österreichischen Versicherungsunternehmen zählen: Allgemeine Versicherungs AG Der Anker, Allgemeine Versicherungs AG Donau, Generali Holding Vienna AG, Grazer Wechselseitige Versicherung AG, Interunfall Versicherung AG, UNIQA Versicherungen AG, Wiener Städtische Allgemeine Versicherung AG und Zürich Kosmos Versicherungen AG.

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