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Schloss Hagen bei Linz#


Schloss Hagen, Stich v. G. Vischer
Abbildung des Schlosses Hagen von 1677 von Georg Matthäus Vischer.
Aus: Wikicommons, gemeinfrei

Das ehemalige Schloss-Gebäude Hagen am Fuße der Pöstlingbergs (im heutigen Stadtteil Urfahr/Linz) entstand 1571-1574.

Es wurde als viertürmiger Schlossbau an den seit dem 13. Jh (in Urkunden des Schlossarchivs Hagen) aufscheinenden Bauernhof, welcher zum ansehnlichen Landgut ausgebaut worden war, angefügt. Das ehemalige Landgut diente danach als Meierhof. Die erste erhalten gebliebene Urkunde (außerhalb des Schlossarchivs Hagen, welches 1963 mit dem Schloss zerstört wurde) stammt aus dem Jahre 1414, als Hagen Eigengut des mächtigen Dynastengeschlechts der Herren von Wallsee (1298-1483) war.

1609 erfolgte die Erhebung zum Edelsitz unter Barbara Bischoff, verwitwete Engl von Wagrain (ca 34 Adels-Wappen in der Schlosskapelle !).

(Der Französische Kataster von 1826 zeigt die Gartenflächen um das Schloss: nordwestlich des Schlosses lag ein Teich und darin eine kleine, über einen Steg erreichbare Insel. Ein Kupferstich von Georg Matthäus Vischer aus 1674 zeigt Schloss und Gärten aus der Vogelperspektive.)


1893 wurde der Dachstuhl des Schlosses beim Brand des Meierhofes und der alten Brauerei in Mitleidenschaft gezogen und das Schloss general-saniert. Im 2. Weltkrieg wurde es leicht bis mittel-beschädigt, und rasch repariert.

1963 erfolgte die Demolierung aus Wirtschaftsgründen und bald darauf die Verbauung des ehemaligen Schlossparks durch eine Wohn-Siedlung.

Nur wenige Kleindenkmäler des Außenbereichs blieben - zum Teil in Privatbesitz - erhalten.

Heute befindet sich auf dem unmittelbaren Schloss-Areal die neu errichtete Anton-Bruckner-Privat-Universität, welche im September 2015 ihren Betrieb aufnehmen wird.

Weiterführendes#

Literatur#

  • DEHIO OÖ
  • N. Wibiral, Zur Baugeschichte des Schlosses Hagen bei Linz, in: Kunstjahrbuch der Stadt Linz, Jg. 1971
  • E. Berger, Historische Gärten Österreichs: Garten- und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930, Band 2, 2003
  • Österreichische Kunsttopographie, Band LV, Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz, III. Teil. (Hg. Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung), 2001