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Schuch, Julius Maria Franz#


* 4. 3. 1862, Graz

† 8. 3. 1923, Graz


Pianist und Musikschriftsteller


Als Sohn eines Handelsmannes, trat Schuch 1885 in den steirischen Landesdienst; er war Gründer und Mitglied zahlreicher Vereine, so des Grazer Orchestervereins, mit den Brüdern Hermann und Wilhelm Kienzl. Seine Ausbildung als Pianist erfuhr Schuch bei Ferdinand Thieriot, der auf Empfehlung von Brahms artististischer Direktor des Musikvereins für Steiermark geworden war. Freund Max Regers, spielte er mit diesem 1907 in Graz die österreichische Erstaufführung von dessen Klaviersonate zu vier Händen op. 96. Schuch hatte auch nahe persönliche Kontakte zu Richard Strauss, Siegfried Wagner und anderen.

Er wurde 1891 durch den Musikwissenschaftler Friedrich v. Hausegger als Musikkritiker in das „Grazer Tagblatt" eingeführt, dem er bis zu seinem Tod angehörte.

Er war auch Mitarbeiter der „Münchener Neuesten Nachrichten" und von verschiedenen Fachzeitschriften: Neues Grazer Tagbl. und Grazer Morgenpost, 9. 3. 1923; Suppan (mit abweichendem Todesdatum); F. Zangger, Künstlergäste. Österreichisches Musiklexikon

Julius Schuch schreibt im Grazer Tagblatt am 9. Juli 1899 über R. Neuthaler (also einige Monate vor ihrem Tod!): #

„ein junges aufstrebendes Talent scheint Fräulein R. Neuthaler in Klagenfurt, die mit einer „Mazurka" deutliche Beweise einer auffallenden musikalischen Begabung erbrachte. Ihre hübsche Tanzweise verrät ein sehr kräftiges rhythmisches Empfinden und eine fast kühne Melodik deutet auf eine selbstständige musikalische Erfindungsgabe. Es wäre zu wünschen, dass die kaum 17 Lenze zählende Tondichterin die Kraft und Gelegenheit auch weiterhin besitze, sich künstlerisch auszubilden. Hoffentlich findet sie in den musikalischen Kreisen ihrer Vaterstadt entsprechende Beachtung und Förderung."

Quelle#

  • Beilage zur CD Heinrich Bohr Gesamtwerk für Konzertgitarre Helmut Richter, Gitarre