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St. Gallen #

Wappen St. Gallen
ehemaliges Wappen St. Gallen[1]

Bundesland: Steiermark Sankt Gallen, Steiermark
Bezirk: Liezen
Einwohner: 1.841 (Stand 2016)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 515 m
Fläche: 129,79 km²
Postleitzahl: 8933
Website: www.st-gallen.at
Mit 1.1.2015 wurde im Rahmen der Gemeindestrukturreform des Landes Steiermark die Gemeinde St. Gallen mit der Gemeinde
Weißenbach an der Enns zusammengeschlossen. Die Gemeinde führt weiterhin den Namen St. Gallen.
[1] Durch die Gemeindezusammenlegung wurde das Wappen ab 1. 1. 2015 ungültig. Dieses muss von der Steiermärkischen Landesregierung neuerlich verliehen werden.


Die Marktgemeinde St. Gallen liegt auf einer breiten Hochfläche, umgeben von Wäldern und Wiesen sowie den Gesäusebergen im Westen und dem Ausläufern des Reichraminger Hintergebirges im Norden. Weithin sichtbar thront die Burg Gallenstein über den Ort. Die Gemeinde ist Teil des Nationalparks Gesäuse.

Das (1074 gegründete) Kloster Admont gab den Auftrag, das Land in der Gegend "Silva Nova" (Neuwald) zu roden und urbar zu machen und gründete somit den Markt St. Gallen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1152, als eine Kirche zu Ehren des Hl. Gallus errichtet wurde; 1160 erfolgte die Erhebung zur Pfarre.

Ende des 13. Jahrhunderts war in St. Gallen ein gewisser Meister Ulrich als Arzt tätig, was darauf hindeutet, dass die Bevöllerung stark gewachsen war. 1278 wurde eine Burg zum Schutz des Stiftseigentums errichtet - die Burg Gallenstein war bis Ende des 19. Jahrhunderts Fluchtburg und Verwaltungssitz des Stiftes Admont. (Die danach völlig verfallene Ruine wurde vom Burgverein Gallenstein ab Mitte der 1960er-Jahre teilweise wieder aufgebaut und neu belebt. Mit der wunderschönen Aussicht in die Gesäuseberge und mit verschiedensten Veranstaltungen hat sich Burg zu einem regelrechten Mittelpunkt der gesamten Region entwickelt.)

Jahrhunderte hindurch war das Eisenwesen für die Wirtschaft des gesamten Raumes bestimmend - schon im Mittelalter gab es in der St. Gallener Gegend mehr als 10 Hammerwerke. In St. Gallen stand die benötigte Wasserkraft zur Verfügung, um das Eisen, das von Eisenerz kam, verarbeiten zu können; von hier aus konnte das Fertigprodukt über die Enns Richtung Donau gebracht werden. Nach dem Niedergang der Eisenindustrie Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnete sich für die Marktgemeinde St. Gallen – auch durch den Bau der Kronprinz Rudolf-Bahn - eine neue wirtschaftliche Perspektive, der Tourismus.

Sehenswert - neben den sportlichen Möglichkeiten in herrlicher Natur oder dem kulturellen Programm des jährlichen "Festivals St. Gallen" - sind im Ort u.a.

  • spätgotische Pfarrkirche (1515-23), 1736-40 barock erweitert, mit Marmorhochaltar (1782) und Altarblatt von M. J. Schmidt und Bildern von B. Altomonte
  • Gewerkenhäuser, Bürgerhäuser
  • Ruine Gallenstein (1278)
  • gotischer Nischenbildstock (1488)

Weiterführendes#

Literatur#

  • O. Haberleitner und H. Brandauer, St. Gallen und das St. Gallener Tal, 1952
  • Ortschronik von St. Gallen, (Hg. Marktgemeinde St. Gallen), 2013