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Weiß, Ernst#

* 28. 8. 1884, Brünn (Brno, Tschechische Republik)

† 14. 6. 1940, Paris (Frankreich; Selbstmord)

Erzähler, Dramatiker, Essayist und Übersetzer


Weiß, Ernst
Ernst Weiß. Foto, um 1925.
© Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien.

Ausbildung zum Chirurgen in Bern und Berlin, ab 1911 in Wien, dann Schiffsarzt beim Österreichischen Lloyd; Freundschaft mit F. Kafka, im 1. Weltkrieg Militärarzt, 1920-33 als freier Schriftsteller in Berlin; ging 1934 ins Exil nach Paris und verübte beim Einmarsch deutscher Truppen 1940 Selbstmord. Seine frühen Romane sind von expressionistischem Pathos geprägt ("Die Galeere", 1913; "Tiere in Ketten", 1918); in der Folge näherte sich Weiß der Neuen Sachlichkeit ("Der Fall Vukobrankovics", 1924) und setzte sich mit der Entstehung des Nationalsozialismus auseinander ("Der Gefängnisarzt oder Die Vaterlosen", 1934). Weiß' erfolgreichstes Buch wurde der postum veröffentlichte Hitler-Roman "Der Augenzeuge" (1963).

Werke (Auswahl)#

  • Gedichte, Romane, Erzählungen, Dramen, Essays
  • Ausgabe: Gesammelte Werke, 16 Bände, herausgegeben von P. Engel und V. Michels, 1982

Literatur#

  • P. Engel (Hg.), E. Weiß, 1982
  • F. Haas, Der Dichter von der traurigen Gestalt. Zu Leben und Werk von E. Weiß, 1986
  • R. Mielke, Das Böse als Krankheit. Entwurf einer neuen Ethik im Werk von E. Weiß, 1986
  • M. Pazi, E. Weiß, 1993