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Welteislehre#

Von Hanns Hörbiger, einem der prominentesten Absolventen des Technologischen Gewerbemuseums, entwickelte These.


Ihre Grundzüge sind (u.a.):

  • Vorhandensein von Eis in verschiedenen Formen von großen Massen bis zu feinsten Eisstaub im Weltall
  • Vorhandensein fein verteilter Stoffe im Weltraum, die auf die Bewegung der Weltkörper hemmend wirken
  • Bestehen von Riesensternen mit Größen bis zu 200 Millionen Sonnenmassen
  • Wirkung der Schwerkraft nur innerhalb eines unteren und eines oberen Grenzwertes
  • Sinken der Schwingungszahl von Strahlen bei Durchgang durch ein Medium .


Von den Fachwissenschaftlern wurde die Lehre schon damals so gut wie einhellig abgelehnt, doch außerhalb der Fachwelt fand sie eine große Anhängerschar, zu der auch Persönlichkeiten wie der Elektrotechniker Heinrich Voigt, der Raketenpionier Max Valier und der Philosoph Ernst Bermann zählten.


Gesellschaften zu ihrem Studium, zum Teil mit eigenen Zeitschriften, entwickelten sich in Berlin, Wien und London. Die Literatur reichte von Facharbeiten über populärwissenschaftliche Darstellungen bis zur Science Fiction.

Viele fesselnde Probleme oder Phänomene konnten mit ihrer Hilfe für den Laien gut erklärt werden (u.a. Milchstraße, Sternschnuppen, Marskanäle, Saturnringe, Sonnenflecken, Gebirgsbildung, Entwicklung der Lebewesen auf der Erde, Sintflut, Ebbe und Flut, Atlantis ...)


Nach Hörbigers Tod ebbte die Begeisterung für die Welteislehre zunächst ab, lebte jedoch im Nationalsozialismus wieder auf. Neben Heinrich Himmler, der Forschungen auf diesem Gebiet förderte und unter seinen persönlichen Schutz stellte, hegte auch Hitler Interesse für die Welteislehre.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges galt die Welteislehre nicht nur als falsche Theorie, sondern als nationalsozialistische Pseudowissenschaft und verschwand weitgehend aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Literatur#

  • O. Ebelt, Die Grundzüge der Welteislehre, 1931
  • B. Nagl, Die Welteislehre, 1991