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Wien-Film#

1938 aus der Umwandlung der Tobis-Sascha-Filmindustrie (Alexander Kolowrat-Krakowsky) hervorgegangene, während der ersten Kriegsjahre äußerst erfolgreiche Produktionsfirma für Spielfilme und Kulturfilme. Gedreht wurden unter anderem die Filme "Anton der Letzte" (1939), "Operette" (1940), "Der Postmeister" (1940) und "Schrammeln" (1944). 1943/44 erlangte die Wien-Film das bis dahin der Ufa vorbehaltene Vorrecht für Farbfilmarbeiten. Nach Kriegsende wurden von der Wien-Film weiterhin Kultur- und Spielfilme produziert ("Wiener Mädeln", 1949; "1. April 2000", 1952; "Hannerl", 1952). Nach dem Staatsvertrag 1955 ging die Wien-Film in Bundesbesitz über. Die Eigenproduktionen entwickelten sich immer mehr zu Verlustgeschäften, die Vermietung der Ateliers auf dem Rosenhügel für ausländische Produktionen (unter anderem an die Disney-Corporation) brachte keine ausreichenden Einnahmen. 1985 wurde die Wien-Film als staatliche Gesellschaft aufgelöst, erhalten blieb nur eine Firma zur Bewahrung früherer Produktionen.

Weiterführendes#

Literatur#

  • W. Guha, Die Geschichte eines österreichischen Filmunternehmens: Von der Sascha-Film-Fabrik Pfraumberg in Böhmen zur Wien-Film, 1975