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Zement#

Die Produktion von Zement begann in Österreich begann 1842 F. Kink in Schwoich bei Kufstein mit der Erzeugung von Roman-Zement.

Den für die Bauindustrie wichtigeren Portland-Zement produzierte erstmals A. Kraft 1856 in Häring (Tirol) und erhielt dafür ein Privileg. Nach dem Standort wurde der hier erzeugte Zement "Perlmooser Zement" genannt.

1993 gab es in Österreich 13 Zement-Werke: Lorüns (Vorarlberg), Vils, Kirchbichl, Eiberg (Tirol), Gartenau (Salzburg), Wietersdorf (Kärnten), Gmunden, Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich), Peggau, Terznei (Steiermark), Wopfing, Mannersdorf (Niederösterreich) und Rodaun (Wien). Diese Zahl ist mit 2016 auf 11 gesunken.

Die Zement-Produktion betrug 1950 1,28 Millionen Tonnen, 1970 4,92 Millionen Tonnen und 2003 3,8 Millionen Tonnen. Mit 2015 ist die Produktion wieder auf 4,5 Millionen Tonnen gestiegen, doch ist insgesamt die österreichische und europäische Zementproduktion international gesehen bescheiden. Zitat aus einer APA-Mitteilung 2015:

Im Jahr 2001 hatte China einen Anteil von 38,3 Prozent an der weltweiten Produktion von Zement, das restliche Asien 26,1 Prozent und Europa 15,6 Prozent. 2014 schnellte der Verbrauch Chinas bereits auf 56,5 Prozent hoch, während der Anteil Asiens auf 23,9 Prozent fiel. Europas Zementproduktion sank seit 2001 auf einen Anteil von nur mehr 5,7 Prozent. Die Staaten der EU 28 nehmen dabei nur einen Anteil von 3,5% Prozent ein.

Hauptgründe sind einerseits das mit anderen Teilen der Welt verglichene bescheidene Bauaufkommen in Europa, andererseits der hohe CO2 Ausstoß bei der Zementherstellung, der die Produktion durch das Handeln mit CO2 Zertifikaten teuer macht.

Literatur#

  • 100 Jahre Vereinigung der österreichischen Zementindustrie 1894-1994, 1994
  • Studie der österreichischen Zementindustrie 2016