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Zement#

Zement ist ein feingemahlener anorganischer und nichtmetallischer Baustoff. Er wird in Zementwerken als Baustoff hergestellt und zum Anfertigen von Bauteilen und Bauwerken verwendet.

Zement ist ein Bindemitteln, das also andere Substanzen (Sand, kleinkörnigen Schotter,…) zusammenbindet und durch eine chemische Reaktion erhärtet. Zur Herstellung von Baustoffen wie Mörtel und Beton werden dem Zement andere Stoffe beigemengt. Aufgrund der Festigkeit und Dauerhaftigkeit von Beton ist Zement weltweit eines der wichtigsten Bindemittel. Mit einer Weltproduktion von 2,8 Milliarden Tonnen ist Zement der meistverwendete Werkstoff überhaupt.

Zement wird in Zementwerken produziert. Zu seiner Herstellung werden die natürlichen Rohstoffe Kalkstein und Ton verwendet, die oft als natürliches Gemisch vorliegen und dann als Mergel bezeichnet werden. Fallweise werden weitere Materialien wie Quarzsand oder eisenoxidhaltige Stoffe beigemischt. Die Rohstoffe werden zu Rohmehl gemahlen und anschließend bei etwa 1.450 °C erhitzt, bis sie teilweise miteinander verschmelzen (sintern). Das nun kugelförmige Material wird abgekühlt und zum Endprodukt Zement gemahlen.

Zementwerke gelten traditionell als die Luft durch Schadstoffe verunreinigend. Trotz verschiedenster neuer Filterungsprozessen ist die Zementindustrie nach wie vor für ca. 5% des gesamten CO2 Ausstoßes auf der Erde verantwortlich.

Auch dies zeigt nebenbei die Komplexität der Abschätzungen, wie umweltfreundlich verschiedene Arten der Energiegewinnung sind. Während man immer davon spricht, wie sinnvoll die Erzeugung von Strom durch Wasserkraft ist, und Speicherkraftwerke als Energiespeicher sind, wird nirgends beschrieben wie viele Millionen Tonnen Zement für den Bau eines solche große Staudamms notwendig sind und wieviel CO2 beim Bau eine großen Staudamms entsteht.

Interessant bzw. besorgniserregend ist die Verteilung der Zementproduktion. Nach Statista wurden 2015 78% des Zements in Asien produziert und nur je ca. 5% in Europa, Afirka und Amerika! Hier ist die unglaubliche Aufholbewegung Asiens (vor allem Chinas mit 51,3%) nicht zu übersehen.

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