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Internationale Organisationen#

Dienen der internationalen-gemeinschaftlichen Regelung von politischen, wirtschaftlichen, militärischen und kulturellen Angelegenheiten. Unterschieden werden "International Gouvernmental Organizations" (IGO) und "International Non-Gouvernmental Organizations" (INGO). Erstere sind durch multilaterale völkerrechtliche Verträge geschaffene Staatenverbindungen mit eigenen Organen und Kompetenzen. Davon besitzen die Vereinten Nationen (UNO) mit 185 Mitgliedstaaten (1998) die größte Reichweite. Die Mitgliedschaft in bestimmten supranationalen Organisationen ist mit einer teilweisen Abgabe der Souveränität verbunden (zum Beispiel Europäische Union).


Nichtstaatliche internationale Organisationen sind Zusammenschlüsse von gesellschaftlichen Akteuren zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Ihr Spektrum reicht von politischen Organisationen wie Greenpeace oder amnesty international (amnesty international Österreich) bis zu solchen aus den Bereichen Sport und Kultur.


Für Österreich war die Mitgliedschaft in internationalen Organisationen nach 1945 von großer Bedeutung: Österreich war Gründungsmitglied der OEEC (16. 4. 1948, seit 1961 OECD), trat der UNO bei (14. 12. 1955) und wurde in den Europarat aufgenommen (8. 3. 1956). Österreich übernahm als neutraler Staat eine aktive Rolle in der internationalen Staatengemeinschaft, etablierte sich als Sitz von internationalen Organisationen (zum Beispiel UNO) und als Tagungsort wichtiger internationaler Konferenzen.