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vom 26.04.2017, aktuelle Version,

Ölweiden

Ölweiden

Schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)
Gattung: Ölweiden
Wissenschaftlicher Name
Elaeagnus
L.

Die Ölweiden (Elaeagnus) sind eine Pflanzengattung mit etwa 45-90 Arten innerhalb der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae).

Namensgebung

Elaeagnus conferta

Der Gattungsname nimmt im ersten Wortteil Bezug auf das griechische Wort élaios für den Ölbaum und dessen Frucht, die Olive, wegen der fleischigen, essbaren Steinfrucht der Ölweide und im zweiten Wortteil vermutlich auf das lateinische Wort ágnos für Lamm wegen der weißfilzigen Laubblätter.[1] Andere Quellen führen jedoch den zweiten Wortteil auf das griechische gnos für Erkenntnis bzw. Gotteserkenntnis zurück.

Silber-Ölweide ( Elaeagnus commutata)
Wintergrüne Ölweide ( Elaeagnus × ebbingei)
Elaeagnus latifolia
Reichblütige Ölweide ( Elaeagnus multiflora)

Beschreibung

Elaeagnus-Arten sind meist frostharte und robuste, immergrüne oder laubabwerfende Sträucher oder kleine Bäume, die meist selbstständig aufrecht oder manchmal kletternd wachsen. Einige Arten besitzen Dornen. Blätter, die Rinde junger Zweige und Blütenknospen besitzen silbrige bis braune Schüppchen, ähnlich wie beim verwandten Sanddorn. Die wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite besitzt meist einen glatten Rand.

Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln zusammen. Die zwittrigen Blüten sind meist vierzählig. Die vier weißen oder innen gelben Kelchblätter sind basal röhrig verwachsen. Die nur vier Staubblätter sind mit der Kelchröhre verwachsen. Der Griffel ist gerade. Es werden kugelige bis längliche Steinfrüchte gebildet; selten (Elaeagnus mollis) sind sie geflügelt. Der meist achtrippige Samen besitzt einen großen Embryo.

Verbreitung

Sie haben ihre Verbreitung von den warm gemäßigten Breiten bis zu den Subtropen der Nordhalbkugel, mit einer Art in Australien. Ein Schwerpunkt der Artenvielfalt ist Asien. In China kommen etwa 67 Arten vor, davon 55 nur dort.

Systematik

Der Gattungsname Elaeagnus wurde von Carl von Linné in seinem 1753 erschienenen Werk Species Plantarum aufgelistet, wo die beiden Arten Elaeagnus angustifolia und Elaeagnus latifolia genannt wurden. Ein Synonym ist Oleaster Heister ex Fabricius. In der Gattung Elaeagnus werden heute etwa 45 bis 90 Arten unterschieden. Viele der Arten sind morphologisch kaum unterscheidbar, deshalb werden wohl einige Arten zusammengefasst werden. Hier eine Auflistung der bei GRIN genannten Arten und Arthybriden:[2]

  • Schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia L.)
  • Elaeagnus caudata Schlecht. ex Momiy.
  • Silber-Ölweide (Elaeagnus commutata Bernh. ex Rydb.)
  • Elaeagnus conferta Roxb.: Sie kommt in Indien, Bangladesch, Bhutan, Indonesien, Malaysia, Indochina und in China vor.[3]
  • Wintergrüne Ölweide (Elaeagnus ×ebbingei Boom) = Elaeagnus macrophylla × Elaeagnus pungens
  • Elaeagnus formosana Nakai
  • Elaeagnus glabra Thunb.: Sie kommt in China, Japan, Korea und in Taiwan vor.[3]
  • Elaeagnus grandifolia Hayata
  • Elaeagnus infundibularis Momiy.
  • Elaeagnus kanaii Momiy.
  • Elaeagnus latifolia L.: Sie kommt in Indochina vor.[3]
  • Großblättrige Ölweide (Elaeagnus macrophylla Thunb.)
  • Elaeagnus morrisonensis Hayata
  • Reichblütige Ölweide, Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora Thunb.)
  • Elaeagnus obovata Li
  • Elaeagnus oldhamii Maxim.
  • Dornige Ölweide (Elaeagnus pungens Thunb.)
  • Elaeagnus pyriformis Hook. f.: Sie kommt in Indien und Bhutan vor.[3]
  • Elaeagnus ×reflexa C. Morren & Decne. = Elaeagnus pungens × Elaeagnus glabra
  • Elaeagnus thunbergii Serv.
  • Elaeagnus tricholepis Momiy.
  • Elaeagnus triflora Roxb.: Sie kommt in Indonesien, Malaysia, auf den Philippinen, in Taiwan, Papua-Neuguinea und in Queensland vor.[3]
  • Elaeagnus tutcheri Dunn: Sie kommt in Hongkong vor.[3]
  • Korallen-Ölweide, Schirm-Ölweide (Elaeagnus umbellata Thunb., inkl. Elaeagnus parvifolia Wall. ex Royle): Sie kommt in Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Japan, Korea, Taiwan und in China vor. In Nordamerika und auf Hawaii ist sie ein Neophyt.[3]

Quellen

  • Haining Qin & Michael G. Gilbert: Elaeagnaceae in der Flora of China, Vol. 13, S. 251: Elaeagnus - Online.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, Nikol-Verlag, Hamburg 1996 ISBN 978-3-937872-16-2, S. 223–224.
  2. Artenliste bei GRIN
  3. 1 2 3 4 5 6 7 Elaeagnus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 25. April 2017.
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