unbekannter Gast
vom 25.12.2017, aktuelle Version,

Österreichisch-Russische Freundschaftsgesellschaft

Österreichisch-Russische Freundschaftsgesellschaft
Gründung 2000
Ort Palais Kaiserhaus, Wallnerstraße 3/5/28A,
1010 Wien
Präsident Richard Schenz
Vizepräsident(en) Christoph Matznetter
Generalsekretär Florian Stermann
Website www.orfg.net

Die Österreichisch-Russische Freundschaftsgesellschaft, kurz ORFG, ist ein Verein, der sich die Vernetzung Österreichs und Russlands in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Bildung und Kultur zum Ziel gesetzt hat. Sie versteht sich als Plattform für die Vernetzung Österreichs und Russlands auf allen Ebenen. Aufbauend auf ihrer ausgezeichneten Verankerung in beiden Staaten, verwirklicht sie pro Jahr 80 bis 120 Projekte aus verschiedensten Bereichen, mit dem Ziel, zu einer nachhaltigen und positiven Entwicklung der österreichisch-russischen Beziehungen beizutragen.

Das Netzwerk ermöglicht ihren Mitgliedern, an Gesprächen mit Entscheidungsträgern der Russischen Föderation teilzunehmen, unterstützt bei Fragen zu Visumanträgen und vermittelt Wirtschaftskontakte.

Um eine einwandfreie Umsetzung von Projekten und Aktivitäten zu gewährleisten, verfügt die ORFG neben einer Hauptniederlassung in Wien auch über Repräsentanzen in der Steiermark, Oberösterreich und Moskau sowie Vertretungen in Innsbruck und Klagenfurt.

Organe

Der Verein wird durch ein Präsidium und einen erweiterten Vorstand repräsentiert. Seit November 2015 leitet Richard Schenz die Gesellschaft. Die operativen Geschäfte führt Generalsekretär Florian Stermann.

Gegenwärtig zählt der Verein rund 5.000 Mitglieder und Proponenten. Unter den Mitgliedern des Präsidiums und des Vorstandes der ORFG befinden sich führende VertreterInnen der österreichischen Bundesministerien, Parlamentsparteien, österreichischer Bundesländer sowie politischer und wirtschaftlicher Interessensvertretungen und der Privatwirtschaft.

Seit Vereinsbeginn arbeitet die ORFG eng mit der Russischen Botschaft zusammen. Der Botschafter der Russischen Föderation in Österreich, gegenwärtig Dmitrij Ljubinskij, ist Ehrenpräsident in der Gesellschaft.

Tätigkeitsfelder

Wirtschaft und Politik

  • Networking
  • Organisation von Besuchen hochrangiger Vertreter der Russischen Föderation
  • Präsentation von russischen Regionen

Bildung

  • Die ORFG als Schnittstelle zwischen Bildung und Wirtschaft im österreichisch-russischen Kontext
  • Schulpartnerschaften
  • Etablierung einer österreichisch-russischen Praktika-Plattform

Veranstaltungen

Bei diesen vierteljährlich stattfindenden Abenden sprechen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu einem russlandbezogenen Thema. Ein anschließender Empfang bietet die Möglichkeit zum Austausch und zur Kontaktpflege für der Mitglieder.

Entstehungsgeschichte der ORFG

Die österreichisch-sowjetische Gesellschaft organisierte lange Zeit Auslandsreisen und sorgte für den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch der beiden Länder. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 verlor die Gesellschaft aber ihre Existenzberechtigung. Neun Jahre lang gab es keine derartige Verbindung zwischen Russland und Österreich.

2000 beschloss ein sechsköpfiges Komitee, die ORFG zu gründen, um diese Beziehungen wieder zu intensivieren. Erster Präsident war der nunmehrige Generalsekretär Florian Stermann. Vom Handel zwischen Österreich und Russland profitieren Firmen beider Länder [1]. Die österreichischen Exporte stiegen zwischen 2000 und 2008 von 654 Millionen auf 2,97 Milliarden Euro.

Russland ist Österreichs wichtigster Gaslieferant. Im Gegenzug liefert Österreich Russland Maschinenbauerzeugnisse, Anlagen und Kraftfahrzeuge [2].

Schon im 16. Jahrhundert entstanden die ersten Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Siegmund von Herberstein unternahm damals diplomatische Missionen nach Russland. Diese verstärkten sich im 18. Jahrhundert unter Peter I. dem Großen. Die Beziehungen wurden ab 1772 enger, als Polen unter seinen Nachbarn während des Siebenjährigen Krieges aufgeteilt wurde [3].

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es trotz mehrerer Bündnisse zu Spannungen zwischen den beiden Ländern. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges haben sich die Beziehungen vor allem durch den Einsatz der Sowjetischen Gesellschaft und jetzt der Österreichisch-Russischen Gesellschaft intensiviert.

Präsidium (Ausschnitt)

  • Richard Schenz (Vizepräsident der WKO)
  • Christoph Matznetter (Vizepräsident Wirtschaftskammer Österreich)
  • Florian Stermann (Geschäftsführer EMB Vienna)
  • Dmitrij Ljubinskij (Botschafter der Russischen Föderation in Österreich), Ehrenpräsident

Einzelnachweise

  1. "Kurier: Enorme Exportchance in Russland"
  2. Heuer neuer Exportrekord nach Russland" (Memento vom 19. Juni 2013 im Internet Archive)
  3. "Uni München: Reiches Zarentum"