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vom 08.12.2019, aktuelle Version,

Österreichische Bundes-Sportorganisation

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Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist eine gemeinnützige Institution mit der Ausrichtung, die Interessen des Sports in Österreich und in internationalen Organisationen zu vertreten. Die BSO ist damit die zentrale Koordinations- und Beratungsplattform innerhalb des österreichischen Sportsystems.

Aufgaben

Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist eine gemeinnützige Institution mit der Ausrichtung, die Interessen des Sports in Österreich und in internationalen Organisationen zu vertreten. Die BSO ist damit die zentrale Koordinations- und Beratungsplattform innerhalb des österreichischen Sportsystems. Im umfassenden Kompetenzbereich der Österreichischen Bundes-Sportorganisation liegen die Koordination der sportpolitischen Aktivitäten, Erbringung von Serviceleistungen für die Mitglieder, Vertretung der Anliegen des Sports gegenüber staatlichen Einrichtungen, Vertretung des österreichischen Sports in internationalen Gremien, Koordination der Fördereinrichtungen, Trainer- und Instruktorausbildungen, Aus- und Fortbildung von Führungskräften, Entwicklung von Sportprojekten, Begutachtung und Erarbeitung von Gesetzes- und Verordnungsentwürfen, Information über sportrelevante Rechts- und Steuerangelegenheiten, Herausgabe von Publikationen, Erstellung von Dokumentationen und Datenbanken, Event- und Verbandsmarketing und Förderung von Fairness im Sport, insbesondere durch Maßnahmen gegen Doping, Gewalt und Rassismus.

Auf Basis dieser umfassenden Mission ist die BSO in folgenden nationalen Sportinstitutionen vertreten:

  • Bundes-Sport GmbH
  • Österreichisches Olympisches Comité
  • Österreichische Sporthilfe
  • Nationale Anti-Doping Agentur Austria
  • Österr. Institut für Schul- und Sportstättenbau (ÖISS)
  • Österr. Institut für Sportmedizin (ÖISM)
  • Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB)
  • Konferenz der Landessportreferenten
  • Leistungssportzentrum Südstadt
  • Österr. Rat für Freiwilligenarbeit
  • Österr. Olympia- und Sportmuseum
  • Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH
  • Bundesnetzwerk Sportpsychologie

Geschichte

  • Nachdem der Sport in Österreich während des Krieges bis 1945 Teil des deutschen Reichsbundes für Leibesübungen war, ruft die erste Regierung danach auf, die in der Ersten Republik bestandenen Sportverbände neu zu gründen – ASKÖ, SPORTUNION und erste Fachverbände entstehen bzw. formieren sich neu.
  • Bestimmte Sportarten wie einige Kampfsportarten, Schießen oder Flugsport bleiben in Teilen Österreichs bis 1947 untersagt.
  • Die Bundesverfassung von 1920 wird auch nach dem 2. Weltkrieg übernommen – somit fällt Sport weiterhin unter die Aufgabenbereiche der Bundesländer.
  • 1946 tritt Österreichs Sport erstmals vereint auf: Im Zuge der Sportwoche "950 Jahre Österreich" wird Bundespräsident Theodor Körner das Bekenntnis zum freien österreichischen Sport übergeben.
  • 1946 ist erstmals die Rede von einer Bundes-Sportorganisation, damals noch im Sinne einer Vertretung der Bundesländer ohne Einbindung der Sportverbände.
  • 1949 gründet Minister Felix Hurdes den Bundessportrat (je 2 Vertreter von ASKÖ, ASVÖ – der sich 1949 bildete, SPORTUNION, je 1 von den Dachverbänden aller Bundesländer sowie die Präsidenten von ÖOC und Sportfachrat).
  • Die damals 25 Fachverbände treten 1949 dem neu gegründeten Bundessportfachrat bei.
  • 1949 entsteht schließlich als gemeinsame Interessenvertretung der Bundes-Sportausschuss.
  • 1953 wird ein Entwurf eines Bundessportgesetzes erarbeitet, den die Länder jedoch ablehnen.
  • 1954 verstärkt sich der Wunsch nach einer gemeinsamen Interessenvertretung (BSO) und Statutenentwürfe werden erarbeitet. Vorerst bleiben die Vorschläge sowohl auf Vereins- als auch auf gesetzlicher Basis aber erfolglos.
  • Auch 1958 und 1959 wird an dem Versuch gearbeitet den Verein BSO zu gründen.
  • Nachdem 1965 die Idee eines Bundessportförderungsgesetzes abermals seitens der Länder abgelehnt wird, wird ein Exekutivkomitee eingesetzt mit dem Auftrag eine Grundlage für eine autonome BSO zu schaffen.
  • 1966 einigt man sich schließlich und das Bundessportförderungsgesetz verankert erstmals den Sport gesetzlich.
  • Aufgrund des großen Druckes seitens des österreichischen Sports ("Beamtete und politische Vertreter der Bundesländer missachten entgegen dem Willen der Sportler konsequent die Interessen und Forderungen des österreichischen Sports und kleben an papierenen Kompetenzen. Sie möchten, ohne Kontaktaufnahme mit dem Sport, Bundesmittel, die ihnen nicht zustehen, selbst verteilen") erfolgt am 26. April 1969 die Gründung der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO).

Organe und Gremien

Die BSO hat folgende Organe:

  • Österreichische Sportversammlung
  • Österreichischer Sportrat
  • Österreichischer Sportfachrat
  • Spitzensportausschuss
  • Präsidium
  • BSO-Sportjugend
  • Rechnungsprüfer

Präsident war von 2016 bis zu seinem Tod am 20. August 2019 der frühere Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ).[1] Im November 2019 wurde der ehemalige burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) zum Präsidenten der Bundessportorganisation gewählt.[2]

Präsidenten

Mitglieder

In der BSO sind ordentliche und außerordentliche Mitglieder organisiert. Weiters gibt es unterstützende und Ehrenmitglieder.

Ordentliche Mitglieder:

  • Breitensportverbände
  • Sportfachverbände
  • Gesamtösterr. Organisationen mit besonderer Aufgabenstellung im Sport
  • Außerordentliche Mitglieder

Unterstützende Mitglieder können natürliche oder juristische Personen sein, die den österreichischen Sport unterstützen, wie z. B. Fördereinrichtungen des österreichischen Sports oder sportwissenschaftliche Institute.

Auf Antrag des Präsidiums können von der Österreichischen Sportversammlung natürliche Personen, die sich um den gesamtösterreichischen Sport und insbesondere um die BSO besondere Verdienste erworben haben, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Die Ehrenmitgliedschaft kann auch mit einer Ehrenfunktion verbunden werden.

Struktur

Angelegenheiten des Sports fallen in die verfassungsrechtliche Kompetenz der Bundesländer. Der Bund nimmt in erster Linie eine Förderkompetenz wahr, welche sich auf Artikel 17 des Bundesverfassungsgesetzes („Privatwirtschaftsverwaltung“) stützt. Die einfachgesetzliche Grundlage der Sportförderung durch den Bund bildet das Bundes-Sportförderungsgesetz.

Staatlicher Bereich

Im staatlichen Bereich sind auf Bundesebene das Bundesministerium für Öffentlichen Dienst und Sport, das Bundesministerium für Landesverteidigung, das Bundesministerium für Inneres sowie das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung für die verschiedenen Aufgabenbereiche des Sports zuständig. Darüber hinaus können einzelne sportspezifische Sachbereiche auch in den Kompetenzbereich anderer Bundesministerien fallen (so etwa Jugend & Sport, Gewaltprävention bei Sportgroßveranstaltungen etc.).

Da gemäß Artikel 15 B-VG Agenden des Sports in den verfassungsrechtlichen Wirkungsbereich der Bundesländer fallen, sind darüber hinaus neun Landessportdirektionen eingerichtet.

Nichtstaatlicher Bereich

Die Österreichische Bundes-Sportorganisation ist die nicht-staatliche Dachorganisation des österreichischen Sports und koordiniert Angelegenheiten des Sports mit den dafür zuständigen staatlichen Stellen. Die ordentlichen Mitglieder des BSO sind die drei Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Sportunion, die derzeit 60 anerkannten Fachverbände sowie der Österreichische Behindertensportverband, das Österreichische Olympische Comité, das Österreichische Paralympische Committee und die Special Olympics. Außerordentliche Mitglieder sind die Bundesländer, soweit sie ihre Mitgliedschaft erklären sowie gesamtösterreichische Verbände von besonderer Bedeutung (z. B. Österr. Betriebssportverband, Österr. Heeressportverband etc.). Die ordentlichen Mitglieder besitzen ein Stimmrecht in den einzelnen Gremien der BSO, wie der Österreichischen Sportversammlung, dem Österreichischen Sportrat und dem Österreichischen Sportfachrat.

Einzelnachweise

  1. Republik trauert um Hundstorfer: "Rudi, du wirst uns fehlen". Abgerufen am 20. August 2019.
  2. Burgenlands Ex-Landeshauptmann Niessl neuer BSO-Präsident. In: Tiroler Tageszeitung. 8. November 2019, abgerufen am 8. November 2019.
  3. Sportpolitische Interessensvertretung. Abgerufen am 8. November 2019.
  4. Rudolf Hundstorfer, Präsident in spe. In: DerStandard.at. 18. Oktober 2016, abgerufen am 8. November 2019.