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vom 09.04.2016, aktuelle Version,

ATP Frankfurt

ATP Frankfurt Planungs GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1959
Sitz Offenbach am Main, Deutschland
Leitung Ulf Bambach (Geschäftsführer)
Branche Architektur, Ingenieurwesen
Website atp.ag

Das N+M Haus in Offenbach am Main

ATP Frankfurt (zuvor Novotny Mähner Assoziierte und ATP N+M) ist ein Architekturbüro in Offenbach am Main und Bestandteil von ATP Architekten Ingenieure.

Geschichte

Das Büro von Fritz Novotny und Arthur Mähner wurde im Jahre 1959 gegründet. Anfangs vor allem im Raum Frankfurt am Main aktiv, nahm es an vielen Ausschreibungen des Bundes teil. Eine Freundschaft verband die Gründer mit Paul Friedrich Posenenske, viele Entwürfe gelten als wechselseitig beeinflusst.[1]

Beim Wettbewerb um die Gestaltung des Olympiageländes in München belegte es den 2. Platz. Neben vielen Entwürfen für öffentliche Gebäude wurde das Büro vor allem für seine Hochhausprojekte bekannt, von denen viele in Frankfurt realisiert wurden.[1] 1990 erarbeitete das Büro den Frankfurter Hochhausrahmenplan Bankenviertel.[2]

Nach Insolvenz im Jahr 2004 wurde das Büro als Architektengruppe N+M GmbH weitergeführt.[1] 2007 wurde das Architekturbüro Mitglied der ATP Gruppe, Österreichs größtem Architektur- und Ingenieurbüro.[3] 2009 fusionierte N+M mit ATP und wurde seitdem als ATP N+M Architekten und Ingenieure GmbH weitergeführt.[4] Seit 2014 firmiert das Büro unter der Bezeichnung ATP Frankfurt Planungs GmbH.[5]

Projekte

Hochhäuser (Auswahl)

City Tower, Offenbach am Main

Gebäudekomplexe (Auswahl)

  • Volksschule Großkrotzenburg, Kreis Offenbach, 1964
  • Gesamtschule Königstein/Taunus, 1972
  • Service Rechenzentrum der Dt. DATEL, Darmstadt, 1973
  • Bundeswehr Verwaltungszentrum, München, 1975
  • Erich-Ollenhauer-Haus, Bonn (Parteizentrale der SPD 1975–1999), 1975
  • Victoria-Versicherung, Frankfurt (heute Ergo Versicherung), 1976
  • Deutsche Botschaft, Kairo, 1978–1979
  • Hyatt Regency, Köln, 1985–1988
  • Delta-Haus, Wiesbaden, 1988
  • Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn
  • Philipp-Holzmann-Haus, Dresden, 1993–1995
  • Meraner Krankenhaus Franz Tappeiner (Ospedale di Merano), 1996
  • Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin, 1997–1999[9][10]
  • MDR Hörfunkzentrale, Halle, 1998
  • stilwerk, Berlin, 1999
  • Umbau Chinesische Botschaft in Berlin 1999
  • Humboldt Park München
  • Lahnstraße 60–68, Frankfurt, 2001
  • Deutsche Bank, Berlin, 2005
  • Main Triangel, Frankfurt, 2006

Projekte in Offenbach am Main (Auswahl)

Justizzentrum Offenbach am Main

In Offenbach selbst realisierte das Büro daneben auch kleinere Projekte, wie etwa Mehrfamilienhäuser in der Löwenstraße und der Querstraße. Im Jahre 1988 stockte das Büro das 1913 von dem Architekten Heinz Collin entworfene unter Denkmalschutz stehende ehemalige Verwaltungsgebäude der Lederwarenfabrik Gebrüder Krauss an der Ludwigstraße 33 in Offenbach auf.[11] Größere Projekte umfassten das N+M-Haus, das Omega-Haus (1993), die BHF-Bank (1995), den City Tower (2003), den Justizkomplex (2003–2005)[12] und das Einkaufszentrum KOMM (2008–2009).

Literatur

  • Bernd Krimmel, Elisabeth Krimmel: Novotny Mähner Assoziierte. Architektur aus fünf Jahrzehnten. Karl Krämer Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-7828-1612-9.
  Commons: Novotny Mähner Assoziierte  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Manfred Becht: Extra. In: kreisblatt.de. 4. Juni 2013, abgerufen am 7. April 2016.
  2. Carsten Müller: Himmelstürmend – Hochhausstadt Frankfurt: Eine Stadt will nach oben. In: op-online.de. 7. November 2014, abgerufen am 7. April 2016.
  3. Geschichte. Auf: atp.ag, abgerufen am 7. April 2016.
  4. Handelsregisterbekanntmachung AG Offenbach zur HRB 41149. Vom 24. März 2009, abgerufen am 7. April 2016.
  5. Handelsregisterbekanntmachung AG Offenbach zur HRB 41149. Vom 28. Januar 2014, abgerufen am 7. April 2016.
  6. Bürobauten – Bürogebäude Stern Plaza Düsseldorf. Auf: kkp-gmbh.com, abgerufen am 8. April 2016.
  7. Bürocenter Nibelungenplatz (BCN), Frankfurt. Auf: thehighrisepages.de, abgerufen am 8. April 2016.
  8. Eintrag über Büro Center Nibelungenplatz bei Emporis.
  9. Seminarzentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung. In: archINFORM; abgerufen am 8. April 2016..
  10. Bauliche Eigenwirkung – Einweihung des Neubaus für die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin. Auf: baunetz.de, vom 13. Dezember 1999, abgerufen am 8. April 2016.
  11. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Ludwigstraße 33. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen.
  12. Das Projekt – Justizzentrum Offenbach. Auf: architekten24.de, abgerufen am 9. April 2016.