unbekannter Gast
vom 14.03.2018, aktuelle Version,

Aaron Karl

Aaron Karl (* 1990[1][2]) ist ein österreichischer Schauspieler und Musiker.

Leben

Aaron Karl ist der zweitälteste Sohn des Schauspielers Fritz Karl[3][4][5]; sein älterer Bruder Valerian Karl ist ebenfalls als Schauspieler tätig.[3] Karl studiert seit 2013 Schauspiel an der Filmuniversität Babelsberg bei Berlin.[6][7]

Aaron Karl stand im Alter von 6 Jahren erstmals vor der Kamera[5]; in dem Fernsehfilm Das ewige Lied (1997) spielte er den Buben Hannes Mitterer. In Götz Spielmanns Schnitzler-Verfilmung Spiel im Morgengrauen (2001) spielte er gemeinsam mit seinem Vater; Aaron Karl war der Oberleutnant Wilhelm Kasda als Junge, sein Vater spielte die erwachsene Rollenfigur. In dem österreichischen Fernsehkrimi Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? (2009) verkörperte er den tatverdächtigen Jugendlichen Felix Hagen. In dem Fernsehfilm Der Meineidbauer (2012), einer Neuverfilmung des Stoffes durch Joseph Vilsmaier, spielte er Toni Bruckner, den Sohn des bösen Meineidbauern.[4] In dem ARD-Fernsehfilm Clarissas Geheimnis (2012) spielte er den Traktorfahrer Franz, einen „feschen Burschen“ und „Romeo“.[5][8]

Im Tatort: Kein Entkommen (2012) war er der Busfahrer Mario; im Tatort: Unvergessen (2013) spielte er Toni Wiegele, den tatverdächtigen Enkel eines dementen Großvaters. In der österreichischen Fernsehserie CopStories hatte er 2013 eine wiederkehrende Serienrolle. Er verkörperte Volkan Üzurut, einen „straffällig gewordenen Problemjugendlichen türkischer Abstammung“ und den Neffen der Bezirksrätin Selma Kumran-Effenberg (Proschat Madani).[5] In dem Fernsehfilm Die Freischwimmerin (2014) spielte er den Barbesitzer Abbas Aysan, den älteren Bruder einer begabten jungen türkischen Schwimmerin.[9] Die Zeitung DIE WELT schrieb zu Karls Darstellung in einer Filmkritik, Aaron Karl habe den Charme und das Talent seines Vaters geerbt.[10] In dem Fernsehfilm Am Ende des Sommers (2015) spielte er Tizo, einen Kumpel der männlichen Hauptfigur Ben, der die Lebenslüge seiner Mutter (Julia Koschitz) entlarvt.[11] In dem Fernsehfilm Das Weihnachtswunder von New York (2015), aus der Katie Fforde-Fernsehreihe des ZDF, war er als junger Musiker Andy zu sehen; er spielte den Sohn von Will Hillinger (Marek Erhardt), der männlichen Hauptfigur des Films. In dem zweiteiligen ZDF-Fernsehfilm Solo für Weiss (Erstausstrahlung: November 2016) hatte Karl eine Nebenrolle als rumänischer Mädchenhändler und „Loverboy“ Valeriu Budescu.

Im Wiener Tatort: Schock (Erstausstrahlung: Jänner 2017) spielte Karl eine der Hauptrollen. Er verkörperte den 22-jährigen, aus gutem Hause stammenden hochintelligenten Medizinstudenten David Frank, der ankündigt, er werde seine Eltern und anschließend sich selbst töten.

Karl hatte außerdem Episodenrollen in den Fernsehserien Schnell ermittelt[5] (2010; als „singender Punk“ und Schüler Konstantin Götter), SOKO Kitzbühel[12] (2011; als labiler Obstbaufacharbeiter und Drogenkonsument Benni Berger),SOKO Stuttgart (2013; als Jörn Reber, Sohn der ermordeten Chemie-Lehrerin Ursula Reber), SOKO München (2014; als junger russischer Straßenmusiker Dima Kalganow), Notruf Hafenkante[13] (2015; als unter paranoider Schizophrenie leidender Enkel Michel Freitag) und Der Staatsanwalt (2016; als junger Musiker und Jurastudent Tobias Hendrich). Im Dezember 2016 war Karl in der ZDF-Serie Die Bergretter als unerfahrener Bergsteiger Tom Hechtel zu sehen; er spielte den Sohn eines berühmten Historikers, der die Hannibal-Forschungen seiner toten Schwester, die von einer Bergwanderung nicht zurückgekehrt ist, zu Ende bringen will. In der ZDF-Krimiserie SOKO Wismar war er im Dezember 2016 ebenfalls in einer Episodenrolle zu sehen; er spielte Tim Roeder, den in den Tod seiner Mutter und seines Stiefvaters verwickelten Erben eines Obstbetriebes.

Mehrfach war er auch in verschiedenen Episodenrollen in der ZDF/ORF-Krimiserie SOKO Wien/SOKO Donau zu sehen, so erstmals 2008 (als Hacker und Angeklagter Luca Schober), dann 2012 (als Friseur Nicolas Reitberger und homosexueller Lebensgefährte eines Polizeischülers) und zuletzt 2015 (als Loverboy Marco Lorant, der vorbestrafte Freund der ermordeten knapp 16-jährigen Lara).

Karl ist Musiker (Sänger und Keyboarder) in der Alternative-Band Iyi, mit der er in bekannten Wiener Clubs (u. a. im Chelsea, Loop, Café Leopold) auftrat.[5][14][15] Er ist außerdem Musiker in der Band Hornyphon.[5]

Karl spielt Gitarre, Klavier und Akkordeon; er lebt in Wien.[1][2]

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Aaron Karl. Profil und Vita bei e-tALENTA. Abgerufen am 20. Februar 2016
  2. 1 2 Aaron Karl. Profil bei vollfilm. Abgerufen am 20. Februar 2016
  3. 1 2 Fritz Karl: Aller guter Kinder sind 6 in: kurier.at. vom 17. März 2015. Abgerufen am 20. Februar 2016
  4. 1 2 Aaron Karl - Ein Karl auf dem Weg nach oben. Interview mit Aaron Karl. TV Butler. Abgerufen am 20. Februar 2016
  5. 1 2 3 4 5 6 7 Wir stellen vor Aaron Karl. Miss.at vom 17. Mai 2013. Abgerufen am 20. Februar 2016
  6. Kurier: "Tatort"-Hauptrolle für den jungen Karl. Artikel vom 20. Jänner 2017, abgerufen am 20. Jänner 2017.
  7. Aaron Karl (27) : Dieser Schönling steckt hinter dem „Tatort“-Amokläufer. msn.com vom 23. Jänner 2017. Abgerufen am 11. Juni 2017.
  8. „Clarissas Geheimnis“ im Ersten: In der Löwengrube Filmkritik; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5. Oktober 2012. Abgerufen am 20. Februar 2016
  9. „Die Freischwimmerin“ im Ersten Mit Kopftuch ins Wohlfühlbad Filmkritik; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. Juni 2014. Abgerufen am 20. Februar 2016
  10. Es war einmal im Wellnessbad der Integration Filmkritik; in: DIE WELT vom 4. Juni 2014. Abgerufen am 20. Februar 2016
  11. In „Am Ende des Sommers“ entlarvt ein Sohn die Lebenslüge seiner Mutter Filmkritik; in: Leipziger Volkszeitung vom 10. März 2015. Abgerufen am 20. Februar 2016
  12. SOKO Kitzbühel: Süchtig Handlungsbeschreibung/Besetzung/Produktionsdetails. Abgerufen am 20. Februar 2016
  13. Notruf Hafenkante: Psycho Handlungsbeschreibung/Besetzung/Produktionsdetails. Abgerufen am 20. Februar 2016
  14. Alternative: IYI – the Band in an Eye Blink Eintrag bei mtv.com. Abgerufen am 20. Februar 2016
  15. Iyi Live x Holy Clap Auftritt im Café Leopold. Abgerufen am 20. Februar 2016