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vom 20.03.2018, aktuelle Version,

Adolf Eigl

St. Barbara-Friedhof Linz - Grab von Adolf Eigl

Adolf Karl Eigl (* 14. Februar 1883 in St. Pölten; † 5. März 1958 in Linz) war erster Landeshauptmann des österreichischen Bundeslandes Oberösterreich nach dem Zweiten Weltkrieg. Er war parteilos, gehörte dem liberal-nationalen Lager an.

Eigl absolvierte das Akademische Gymnasium Spittelwiese in Linz und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Wien und Heidelberg. Während seines Studiums wurde er im Wintersemester 1902/03 Mitglied der Burschenschaft Oberösterreicher Germanen Wien. 1912 promovierte er zum Doktor der Rechtswissenschaften.

Er war bereits in der k.u.k. Monarchie, der Ersten Republik, dem Ständestaat und dem Nationalsozialismus (Reichsstatthalter von Oberdonau) in unterschiedlichen Positionen in der Verwaltung des Bundeslandes tätig gewesen. Um nach dem Ende des Weltkrieges wieder für Kontinuität in der Verwaltung zu sorgen wurde er von der amerikanischen Besatzungsmacht mit der Regierungsbildung beauftragt. Vom 16. Mai 1945 an war er damit Landeshauptmann von Oberösterreich.

Am 22. August 1945 wurde er im amerikanischen Anhaltelager für prominente Nationalsozialisten (Glasenbach bei Salzburg) inhaftiert, wo er bis Juni 1946 blieb. Nach der Rückkehr aus dem Internierungslager wurde er beurlaubt und zum 30. Juni 1948 pensioniert.

Eigl ist begraben am St. Barbara-Friedhof in Linz.

Literatur

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker, Teilband 7: Supplement A–K, Winter, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-8253-6050-4. S. 281–283.