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vom 25.03.2018, aktuelle Version,

Adrian Zwicker

Adrian Zwicker (* 1977[1][2][3][4] in Klagenfurt am Wörthersee) ist ein österreichischer Schauspieler.

Leben

Adrian Zwicker, in Kärnten geboren und aufgewachsen, zog nach seiner Matura nach Wien.[5] Dort studierte er, u. a. bei Elfriede Ott als Lehrerin und Regisseurin, Schauspiel am Konservatorium der Stadt Wien.[2][5] Nach vier Studienjahren schloss er dort seine Ausbildung als Diplomschauspieler ab.[5] Später besuchte er auch Kurse und Seminare in Filmschauspiel und Method Acting in London und Berlin.

Nach seiner Ausbildung begann er seine Schauspielkarriere in Wien am Theater. Er hatte zunächst Stückverträge am Ensemble Theater Wien (2000) und am Theater der Jugend Wien (2000) und ging dann nach Berlin.[2][5] In der Spielzeit 2001/02 hatte er ein Engagement am Berliner Schloßparktheater.[2][5] Dort spielte er, jeweils unter der Regie von Heribert Sasse, den Lebemann Fritz Lobheimer in Liebelei und den Conferencier in Geschichten aus dem Wienerwald.[2] Später war er am Berliner GRIPS-Theater engagiert, mit dem er auch auf Tournee durch Deutschland ging.[2][5]

Mittlerweile arbeitet Zwicker hauptsächlich für Film und Fernsehen, wo er in Österreich und Deutschland große und kleine Rollen in Kinofilmen, Fernsehfilmen und Fernsehserien spielte.

Zu seinen Kinofilmen gehörten Helden in Tirol (1998; Regie: Niki List), Vollgas (2002; Regie: Sabine Derflinger), Fickende Fische (2002; Regie: Almut Getto, als Jonas, der aidskranke Freund der männlichen Hauptfigur Jan) und in Berlin 36 (2009; Regie: Kaspar Heidelbach, als SA-Mann). Er wirkte in kleinen Rollen auch in einigen internationalen Kinoproduktionen mit, wie in Spike Lees Kriegsfilm Buffalo Soldiers ’44 – Das Wunder von St. Anna (2008; als Nazi-Soldat), und in Giorgio Dirittis Kriegsepos L’Uomo Che Verrà (2009; als Soldat der Wehrmacht).

Im Polizeiruf 110: Um Kopf und Kragen (Erstausstrahlung: Jänner 2002) spielte er den Streifenpolizisten Markus Nennhofen, der zwar Sympathien für den Gerechtigkeitssinn seiner ermordeten Kollegin hatte, sich aber nicht traute, sie offen zu verteidigen.[6] Von 2003 bis 2005 übernahm er eine wiederkehrende Serienrolle in der ZDF-Serie Die Rettungsflieger; er spielte Karl „Charlie Petersen“, den Bruder der Serienhauptfigur Dr. Sabine Petersen (Marlene Marlow). Im Kölner Tatort: Unter Druck (Erstausstrahlung: Januar 2011) spielte er den Unternehmensberater Alexander Müller, der Effektivitätsstrategien für die Expansion einer Kölner Zeitung erarbeiten soll. In der österreichischen Krimiserie SOKO Donau (Erstausstrahlung: Dezember 2014) hatte er eine Episodennebenrolle als Kleinganove Rudi Radinger, genannt „Rudi Ratte“.

Im Februar 2017 war Zwicker in der ZDF-Serie Professor T. in einer Episodenhauptrolle zu sehen; er spielte den hochbegabten Hotelportier Johannes Leipold, der sich an seinem ehemaligen Professor, der seine Karriere in der Forschung zerstört hat, rächen will.

Zwicker engagiert sich in dem Bildungs- und Kunstprojekt Kiezsprossen, das Berliner Jugendliche an Kunst und kreatives Theaterspielen heranführen will.[7] Er lebt in Berlin.[2][3]

Filmografie

Einzelnachweise

  1. Zwickers Schauspielagentur und die Schauspielerdatenbank Schauspielervideos.de geben das Geburtsjahr 1983 an. Die IMDb nennt dagegen das wohl korrekte Geburtsjahr 1977.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 Adrian Zwicker; Profil und Vita bei Schauspielervideos.de. Abgerufen am 19. Februar 2017.
  3. 1 2 Adrian Zwicker; Profil und Vita bei Schauspielervideos.de. Abgerufen am 19. Februar 2017.
  4. Adrian Zwicker. Profil bei vollfilm.com. Abgerufen am 19. Februar 2017
  5. 1 2 3 4 5 6 Adrian Zwicker. Vita bei Acting Berlin. Abgerufen am 19. Februar 2017.
  6. Polizeiruf 110: Um Kopf und Kragen. Produktionsdetails, Handlung und Besetzung. Abgerufen am 19. Februar 2017.
  7. Adrian Zwicker. Profil bei Kiezsprossen. Abgerufen am 19. Februar 2017