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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Alban Beikircher

Alban Beikircher (* 1968 in Bruneck, Südtirol) ist ein italienischer Violinist.

Nach dem Studium an der Musikhochschule des Saarlandes bei Joshua Epstein wurde Alban Beikircher in die Soloklasse von Yfrah Neaman an der Guildhall School of Music and Drama aufgenommen. Dort machte er 1995 seinen Abschluss. Schon während seines Studiums begann er seine umfangreiche Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker, die ihn durch fast alle Länder Europas, nach Israel, China, Saudi-Arabien und Ägypten führte. Von 1993 bis 1996 war er Mitglied des „E.T.A. Hoffmann-Trios“. Zusammen mit der Pianistin Susanne Jutz-Miltschitzky und dem Violoncellisten Christoph Probst konnte er mit dem Trio im In- und Ausland Erfolge feiern. Herausragend neben Tourneen dieses erstklassigen Trios durch Luxemburg, Frankreich und Tschechien sind zahlreiche Engagements im deutschsprachigen Raum. Stationen waren unter anderem mehrfache Auftritte beim Schleswig-Holstein-Musikfestival und auf Schloss Elmau. Sein Debüt in Berlin gab das Trio 1995 und war im gleichen Jahr Gast im „Beethovenhaus“ in Bonn. Eine CD-Produktion mit Werken von Beethoven und Smetana erschien ebenfalls 1995 bei dem Label "phonosound". Als Primarius des „Arion Quartetts“ war er bereits Gast auf zahlreichen europäischen Musikfestivals.[1]

Seit 1999 verbindet ihn eine Partnerschaft mit dem BMG Label Arte Nova. Seine Diskographie umfasst unter anderem die Violinsonaten Robert Schumanns, die Kreutzersonate von Ludwig van Beethoven sowie eine vielbeachtete Einspielung sämtlicher Werke für Violine und Klavier von Gabriel Fauré.

Seit 1995 ist Alban Beikircher hauptamtlicher Violinlehrer in Bad Saulgau. Außerdem organisiert und leitet er das von ihm ins Leben gerufene „Tonkunst“-Festival in Bad Saulgau.

Beikircher gründete 2008 die Junge Philharmonie Oberschwaben (JPO), ein Sinfonieorchester für Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region zwischen Tuttlingen, Ravensburg, Ulm und Bodensee. 2016 wurde er, gemeinsam mit der JPO mit dem mit 2500 Euro dotierten Kulturpreis des Dreiländerkreises Sigmaringen ausgezeichnet.[2]

Beikircher spielt eine Violine von Martin Schleske.[3]

Einzelnachweise

  1. Kammermusik mit Alban Beikircher. kunstleben.info, abgerufen am 3. Dezember 2016.
  2. Kulturpreis als Ansporn für Beikircher. In: Schwäbische Zeitung vom 3. Dezember 2016.
  3. Referenzen. Martin Schleske Meisteratelier für Geigenbau, abgerufen am 3. Dezember 2016.