unbekannter Gast
vom 29.03.2018, aktuelle Version,

Alexander von Budberg

Alexander von Budberg

Alexander von Boenninghausen gen. von Budberg (* 7. April 1717 auf Neusorgen in Kurland; † 2. Juni 1802 in Hamm) war ein preußischer Generalleutnant und Chef des nach ihm benannten „Regiments Budberg zu Fuß“.

Leben

Herkunft

Er stammte aus der ursprünglich aus Westfalen stammenden Familie Budberg (eigentlich Bönninghausen) die sich im 13. Jahrhundert in Livland ansiedelte. Seine Eltern waren der hessische Leutnant Gotthard Ernst von Boenninghausen und dessen Ehefrau Sophie Elisabeth Freiin von Taube aus dem Haus Herbergen.

Militärkarriere

Budberg trat 1735 in die Russische Armee ein, nahm aber 1740 als Fähnrich seinen Abschied und ging in preußische Dienste. So befand er sich 1740 gleich in der Schlacht bei Mollwitz. 1741 wurde er Fähnrich im „Regiment Rampusch zu Fuß“ und im Jahr darauf Sekondeleutnant. Am 17. September 1743 wurde er als Premierleutnant in das Grenadierbataillon „Ingersleben“ versetzt. Dort wurde er 1753 Stabskapitän und am 30. Januar 1756 erhielt er seine eigene Kompanie. Während des Siebenjährigen Krieges kämpfte Budberg 1757 bei der Belagerung von Prag und 1758 in den Schlachten bei Breslau, Leuthen und Hochkirch sowie der Belagerung von Olmütz. 1760 geriet er bei Glatz in Gefangenschaft, wurde 1761 aber wieder befreit und kam zum Grenadierregiment „Dürringshofen“. Das Regiment wurde aus jeweils zwei Grenadierkompanien der Regimenter „Regiment Hülsen zu Fuß“ und „Kleist zu Fuß“ gebildet. Budberg erreichte jedoch, dass er seine alte Kompanie behalten durfte.[1] Am 25. Dezember 1761 wurde er zum Major befördert. Im Jahr 1763 wurde er in das „Regiment Grant zu Fuß“ versetzt. Dort wurde er Oberstleutnant sowie am 2. Juni 1773 Oberst und Regimentskommandeur. 1782 erhielt er das ehemalige „Regiment Wolffersdorf zu Fuß“ und am 24. Mai 1782 die Beförderung zum Generalmajor. 1789 wurde er zum Generalleutnant befördert und drei Jahre später pensioniert.

Im Jahr 1793 wurde ihm noch der Rote Adler-Orden verliehen.

Familie

Im Jahr 1748 heiratete er in Magdeburg Johanna Eleonore von Thielen[2]. Das Paar hatte mehrere Kinder, darunter:

  • Sophie (* 10. September 1752; † 19. März 1796) ∞ Graf August von Dohna-Lauck (1728–1796), preußischer Generalmajor
  • Louise (* 27. März 1770; † 9. Dezember 1848) ∞ Graf Ludwig Anton Felix von Monts de Mazin (* 30. März 1765; † 5. Februar 1848) preußischer Oberst[3]
  • Sophie († 1811) ∞ Johann Wilhelm Ludwig von Holtzbrinck aus dem Haus Rhade (Westfalen) (1763–1834)[4] Leutnant, später Gutsbesitzer
  • Tochter ∞ N.N. von Löwenstern
  • Amalie Charlotte Karoline (* 15. Dezember 1776; † 27. September 1829), Leiterin der Erziehungsanstalt in Karlsruhe ∞ 25. August 1800 Dominique Luis (Ludwig) de Graimberg (* 1776; † 15. Februar 1820), Professor in Karlsruhe und Mannheim, badischer Legationsrat

Literatur

Einzelnachweise

  1. nach: Baltisches Biographisches Lexikon kommt er zurück zum Grenadierbataillon II.
  2. nach: Baltisches Biographisches Lexikon Dorothea von Raab genannt Thülen
  3. Ludwig Anton Felix von Monts de Mazin
  4. Archivlink (Memento des Originals vom 2. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.luitjens.net