unbekannter Gast
vom 06.02.2018, aktuelle Version,

Anton Reidinger

Anton Reidinger (* 29. April 1839 in Krenglbach, Oberösterreich; † 25. Dezember 1912[1] in Obernberg am Inn) war ein österreichischer katholischer Geistlicher und Mundartdichter.

Reidinger war Sängerknabe in St. Florian und Schüler von Anton Bruckner.[2] Er besuchte dann das Stiftsgymnasium Kremsmünster, studierte Theologie in Linz und wurde 1863 zum Priester geweiht. Er war Seelsorger in verschiedenen Orten und ab 1876 Pfarrer in Riedau. Von 1893 bis 1906 war er Pfarrer in Eggerding, anschließend in Obernberg. Er war um die Erneuerung von Krippenspiel und -gesang bemüht und schuf unter anderem den Text und wenigstens teilweise die Melodie des Liedes Es wird scho glei dumpa.[3] Reidinger starb in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1912 zwei Minuten nach Beginn der Christmette.[1][4]

Werke

  • 11 Theaterstücke in: Sigmund Fellöcker (Hrsg.): Kripplgsangl und Kripplspiel in der oberösterreichischen Volksmundart. 8 Hefte. Haslinger, Linz 1880–1887
  • Oberösterreichische Bleamöln, 1912

Literatur

  • J. Hauer: Reidinger Anton. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 9, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1988, ISBN 3-7001-1483-4, S. 38.
  • Alfred Herrmüller: „Es wird scho glei dumpa“: ein oberösterreichisches Lied von Anton Reidinger genannt „Der Sänger der Weihnacht“ 1839–1912. Verein „Initiative für Krenglbach“, Krenglbach 2012, DNB 1064774113.
  • Alfred Herrmüller: Anton Reidinger, da Krenglböcker. Festschrift: Benennung „Anton Reidinger Saal“ in der Volksschule Krenglbach. Initiative für Krenglbach, Krenglbach, 2016.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Das Matrikelbuch der Pfarre Obernberg für 1912 verzeichnet den 25. Dezember als Todestag. Auf dem Grabstein ist der 24. Dezember angegeben.
  2. Christine Grüll: „Du dichtender Dechant“, kirchenzeitung.at, 4. Dezember 2012, abgerufen am 6. Februar 2018
  3. Zipfer Advent: Es wird scho glei dumpa – Das Lied
  4. Klaus Buttinger: Es wird heller um das Werk Reidingers, OÖNachrichten, 22. Dezember 2012, abgerufen am 6. Februar 2018