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vom 12.10.2016, aktuelle Version,

BBÖ VT 61

BBÖ VT 61
DR 729
Nummerierung: BBÖ VT 61.01
DR 729
Anzahl: 1
Hersteller: Austro-Daimler
Ausmusterung: 1945
Achsformel: 1A
Gattung: CvT
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge: 8.300 mm
Höhe: 2.545 mm (bis Dachscheitel)
Gesamtradstand: 3.900 mm
Leermasse: 6.360 kg
Dienstmasse: 8.300 kg
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Installierte Leistung: 60 kW (80 PS)
Raddurchmesser: 1.030 mm
Motorentyp: Austro-Daimler
Motorbauart: Sechszylinder-Viertakt-Ottomotor
Nenndrehzahl: 3.000 U/min
Leistungsübertragung: mechanisch mit Vierganggetriebe
Zugbremse: Öldruckbremse als Fußbremse
Zugsicherung: Handbremse
Zugheizung: Frischluft
Sitzplätze: 24
Klassen: 3.

Der BBÖ VT 61 war ein Verbrennungsmotor-Triebwagen der Bundesbahnen Österreich (BBÖ) und wurde von Austro-Daimler gebaut. Er war als Weiterentwicklung der Schienenbusse BBÖ VT 60 entstanden und wie diese Fahrzeuge Einrichtungswagen.

Geschichte

Der Triebwagen, der im Volksmund den Spitznamen Nurmi erhalten hatte, weil er eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erreichte,[1] konnte die in ihn gestellten Erwartungen nicht erfüllen. Besonders die Schienenstöße setzten dem Laufwerk dermaßen zu, dass das kleine Fahrzeug nach kurzer Zeit wieder aus dem Verkehr gezogen werden musste. 1938 kam es in den Bestand der Deutschen Reichsbahn, wurde jedoch nicht mehr regelmäßig eingesetzt. 1943 wurde es mit einem anderen Motor ausgerüstet und auf Flüssiggasantrieb umgestellt.[2] 1945 wurde das Fahrzeug ausgemustert.

Fahrzeugaufbau

Der Schienenbus wies zu seiner Entstehungszeit einige Neuerungen auf. Dies begann mit der hohen Drehzahl des Benzinmotors von 3.000 min−1 die dem Fahrzeug das niedrige Sitzplatzgewicht von 265 kg erbrachte und endete in der Gestaltung des Laufwerkes, die Radreifen der Räder waren als Blechtrommeln mit Spurkranz ausgebildet, in ihnen lief je ein Luftreifenrad, das als normales Autorad ausgebildet war.

Das Untergestell des Schienenbusses bestand aus einem Leichtmetall-Gitterrahmen, der Wagenkasten war aus Kastengerippe und Beblechung bis auf das Dach, welches mit Kunstleder bespannt war. Beide Radsätze waren mit abnehmbaren Blechtafeln verkleidet. Es gab nur einen Einstieg in der Mitte des Fahrzeuges. Das Fahrzeug besaß keine Zug- und Stoßeinrichtung.

Am vorderen Wagenende des Schienenbusses war der Motor untergebracht, der als Sechszylinder-Viertakt-Benzinmotor ausgebildet war und bei 85 mm Zylinderdurchmesser, 115 mm Kolbenhub und 3.000 min−1 Drehzahl eine Leistung von 80 PS entwickelte. Die Leistungsübertragung geschah wie im Automobilbau über ein Vierganggetriebe rein mechanisch über Knüppelschaltung. Über eine Gelenkwelle wurde der vordere Radsatz angetrieben.

Ebenfalls aus dem Automobilbau wurde die Fahrzeugbremse übernommen, die als Öldruckbremse ausgebildet war.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Beschreibung des Austro-Daimler im digitalen Eisenbahnarchiv. Abgerufen am 28. September 2016.
  2. Heinz R. Kurz: Die Triebwagen der Reichsbahn-Bauarten, EK-Verlag, Freiburg 2013, ISBN 978-3-88255-162-4, Seite 227