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vom 25.05.2018, aktuelle Version,

Baldriane

Baldriane

Echter Baldrian (Valeriana officinalis)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Baldriangewächse (Valerianoideae)
Gattung: Baldriane
Wissenschaftlicher Name
Valeriana
L.

Baldriane (Valeriana) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Baldriangewächse (Valerianoideae) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Die 150 bis 300 Arten sind in Eurasien und in der Neuen Welt weitverbreitet.[1]

Beschreibung

Echter Baldrian ( Valeriana officinalis)
Blütendiagramm von Valeriana

Vegetative Merkmale

Bei Baldrian-Arten handelt sich um ausdauernde, krautige Pflanzen und manchmal Sträucher wie Valeriana microphylla in den Anden. Die Laubblätter sind einfach oder geteilt.

Generative Merkmale

Die - mit Ausnahme des zweihäusigen Kleinen Baldrians - zwittrigen Blüten sind drei- bis fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkronblätter sind verwachsen. In jeder Blüte gibt es nur drei Staubblätter. Die drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen.

Inhaltsstoffe

Sämtliche Baldrian-Arten enthalten Alkaloide und vor allem ätherische Öle (Monoterpene und Sesquiterpene), die (nach der Trocknung) charakteristisch und für manche Menschen unangenehm riechen, da teilweise Zersetzung zu niederen Carbonsäuren wie Valeriansäure eintritt. Für die schlaffördernde und beruhigende Wirkung sind vor allem die Sesquiterpene verantwortlich. Diese Effekte beinhalten eine Modulation der Erregungsübertragung und Funktion von GABA-Rezeptoren.[2][3] Aus der Baldrianwurzel (Radix valerianae) können Trockenextrakte, aber auch ethanolische oder wässrige Auszüge (Baldriantinktur) hergestellt werden.

Getrocknete Baldrianwurzel

Medizinische Anwendung

Der medizinisch verwendete Baldrian (Valeriana officinalis) hat weiße bis rosafarbene, doldenartige Blütenstände und gefiederte Laubblätter und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 100 Zentimetern.

Standortbedingungungen und Nutzung als Zierpflanze

Einige Baldrian-Arten und Sorten eignen sich als Zierpflanzen für Parks und Gärten.

Mitteleuropäische Baldrian-Arten wachsen häufig an Weg- und Waldrändern.

Namensgebung

Der botanische Name kommt von lat. valere = kräftig, gesund sein. Der deutsche Name stammt vom lateinischen ab[4] und ist möglicherweise volksetymologisch angelehnt an den Namen des nordischen Lichtgottes Balder (Baldur), Sohn des Odin und der Frigga.

Noch im 19. Jahrhundert hießen Valeriana-Arten auch Narden.[5]

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Valeriana wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, Seite 31, aufgestellt.[6][7] Synonyme für Valeriana sind Aretiastrum (DC.) Spach, Astrephia Dufr., Belonanthus Graebn., Phuodendron (Graebn.) Dalla Torre & Harms, Phyllactis Pers. und Stangea Graebn.[8]

Das weite Verbreitungsgebiet der Gattung Valeriana reicht von den gemäßigten Gebieten Eurasien und der Neuen Welt bis Afrika. Sie gedeiht hauptsächlich in den Waldregionen Eurasiens, zum Teil auch in Nordamerika und in den Tropen Südamerikas. Es gibt mit Valeriana wallichii auch eine rein indische Art.

Valeriana acutiloba var. pubicarpa
Valeriana alliariifolia
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Valeriana apula
Blütenstände des Arizona-Baldrian ( Valeriana arizonica)
Echter Speik ( Valeriana celtica)
Berg-Baldrian ( Valeriana montana)
Pyrenäen-Baldrian ( Valeriana pyrenaica)
Felsen-Baldrian ( Valeriana saxatilis)
Zwerg-Baldrian ( Valeriana supina)
Dreiblättriger Baldrian ( Valeriana tripteris)
Knolliger Baldrian ( Valeriana tuberosa)

In der Gattung Valeriana gibt es 150 bis 250 Arten (Auswahl):[8][1]

  • Scharfblättriger Baldrian (Valeriana acutiloba Rydb.): Die zwei Varietäten sind in den westlichen Bundesstaaten der USA verbreitet.[9]
  • Valeriana alliariifolia Adams (Syn. Valeriana tiliifolia Troitsky): Das Verbreitungsgebiet liegt auf der griechischen Insel Euböa in der Ägäis und reicht von der Türkei über den Irak und Iran bis in die Kaukasusregion.[10]
  • Valeriana amurensis P.A.Smirn. ex Kom. (Syn.: Valeriana officinalis var. incisa Nakai ex Mori): Sie kommt in Russlands Fernen Osten in Korea und in den chinesischen Provinzen Heilongjiang sowie Jilin vor.[1]
  • Valeriana arborea Killip & Cuatrec.: Die Heimat ist Kolumbien.
  • Arizona-Baldrian (Valeriana arizonica A.Gray, Syn.: Valeriana ovata Rydb.): Die Heimat ist die südöstliche USA.[9]
  • Haselwurzblättriger Baldrian (Valeriana asarifolia Dufr.): Dieser Endemit kommt nur auf Kreta und Karpathos vor.[11]
  • Valeriana barbulata Diels: Sie kommt in Bhutan, Nepal, südöstlichen Tibet, Myanmar und im südwestlichen Sichuan sowie nordwestlichen Yunnan vor.[1]
  • Valeriana bridgesii Hook. & Arn. (Syn.: Valeriana regularis Clos, Valeriana simplex Clos): Die Heimat ist Chile.
  • Valeriana briquetiana H.Lév.: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 2600 bis 2800 Metern nur im nordöstlichen Yunnan.[1]
  • Kalifornischer Baldrian (Valeriana californica A.Heller): Heimat sind die westlichen US-Bundesstaaten Oregon, Nevada und Kalifornien.[9]
  • Kopfiger Baldrian (Valeriana capitata Pall. ex Link): Das Verbreitungsgebiet ist Russlands Fernen Osten, das US-amerikanische Alaska und in Kanada das Yukon Territorium sowie die Provinz British Columbia.[9]
  • Echter Speik (Valeriana celtica L.): Er kommt mit zwei Unterarten nur in den Grajischen Alpen, den Walliser Alpen sowie in den Ostalpen vor.
  • Valeriana chaerophylloides Sm. (Syn.: Astrephia chaerophylloides (Sm.) DC.): Das Verbreitungsgebiet liegt im westlichen Südamerika mit Ecuador, Kolumbien und Peru.
  • Valeriana clarkei Briq. (Syn.: Valeriana elegans C.B.Clarke): Die Heimat ist Pakistan.[12]
  • Valeriana columbiana Piper: Dieser Endemit kommt nur nordwestlichen US-Bundesstaat Washington vor.[9]
  • Valeriana daphniflora Hand.-Mazz. (Syn.: Valeriana delavayi Franch. und Valeriana infundibulum Franch.): Sie gedeiht an Grashängen in Höhenlagen von 2600 bis 3000, selten bis zu 4500 Metern in Tibet und im südwestlichen Sichuan sowie nordwestlichen Yunnan (nur in Binchuan sowie Lijiang).[1]
  • Kleiner Baldrian (Valeriana dioica L.): Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa über West- bis Zentralasien und liegt auch im nordamerikanischen Kanada sowie in der westlichen USA.[9]
  • Valeriana dioica L.: Es gibt zwei Unterarten:[13]
    • Kleiner Baldrian (Valeriana dioica L. subsp. dioica)[13]
    • Ganzblättriger Baldrian (Valeriana dioica subsp. simplicifolia (Rchb.) Nyman, Syn.: Valeriana simplicifolia (Rchb.) Kabath)[13]
  • Valeriana edulis Nutt.: Heimat ist Kanada, die USA und das nördliche Mexiko.[9]
  • Ostalpen-Baldrian (Valeriana elongata Jacq.): Er kommt nur in den Ostalpen von Italien, Österreich und Slowenien vor.[13]
  • Valeriana fedtschenkoi Coincy (Syn.: Valeriana caespitosa Rupr., Valeriana longiflora Regel & Schmalh.): Sie kommt von Kasachstan und Kirgisistan über Afghanistan bis zum nördlichen Pakistan sowie chinesischen Autonomen Gebiet Xinjiang vor.[1]
  • Valeriana ficariifolia Boiss.: Die Heimat erstreckt sich vom chinesischen Xinjiang (nur Yecheng) über Tadschikistan, Kasachstan, Afghanistan, Pakistan bis in den nördlichen Iran.[12]
  • Valeriana flaccidissima Maxim. (Syn.: Valeriana faberi Graebn., Valeriana nokozanensis Yamam., Valeriana tripteroides Hand.-Mazz. non (Neuman) Kreyer): Sie kommt in Taiwan (nur Gaoxiong, Nantou, Xinzhu), Japan und in den chinesische Provinzen Anhui (nur Shucheng), Chongqing, südöstlichen Gansu, Guizhou, südöstlichen Henan (nur Shangcheng), westlichen Hubei, Hunan (nur Xinning), Sichuan sowie Yunnan vor.[1]
  • Valeriana flagellifera Batalin (Syn.: Valeriana pseudodioica Pax & K.Hoffm., Valeriana venusta L.C.Chiu, Valeriana xiaheensis L.C.Chiu): Sie gedeiht an feuchten Hängen in Höhenlagen von 3300 bis 4300 Metern in den chinesischen Provinzen südliches Gansu (nur Xiahe), Qinghai (nur Tongde), westliches Sichuan (nur Dawu, Sêrtar) sowie nordwestliches Yunnan (nur Dêqên).[1]
  • Valeriana hardwickii Wall. (Syn.: Valeriana acuminata Royle[12], Valeriana helictes Graebn., Valeriana rhodoleuca H.B.Chen & C.Y.Cheng, Valeriana rosthornii Graebn., Valeriana tenera Wall. ex DC.[12], Valeriana udicola Briq.): Das Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen bis zentralen China über das Autonome Gebiet Tibet über Myanmar, Thailand, nördlichen Vietnam sowie Indonesien bis in den Himalaya mit Bhutan, Nepal, Indien und Pakistan.[12][1]
  • Valeriana hengduanensis D.Y.Hong: Sie gedeiht in Wäldern und Schluchten in Höhenlagen von 3100 bis 3700 Metern in den chinesischen Provinzen südwestliches Sichuan (nur in Muli) sowie nordwestliches Yunnan (in Dêqên, Weixi, Zhongdian).[1]
  • Valeriana hiemalis Graebn.: Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen von 2000 bis 3000 Metern in den chinesischen Provinzen Shaanxi (nur in Taibai Shan) sowie im nordwestlichen Sichuan.[1]
  • Valeriana himalayana Grubov (Syn.: Valeriana dioica C.B.Clarke, Valeriana pusilla Royle): Sie kommt im nördlichen Westasien sowie in der Kaschmir- und die Karakorum-Region vor.[12]
  • Valeriana hirticalyx L.C.Chiu: Sie gedeiht auf Grashänden mit Sträuchern und an steinigen Standorten in Höhenlagen von 4000 bis 5000 Metern im nordöstlichen Tibet (in Amdo, Biru, Sogxian) und in der chinesischen Provinz Qinghai (in Henan, Nangqên, Qilian, Zadoi).[1]
  • Valeriana interrupta Ruiz & Pav. (Syn.: Valeriana elatior Graebn.): Das Verbreitungsgebiet liegt im westlichen Südamerika mit Ecuador, Peru und Chile.
  • Valeriana jaeschkei C.B.Clarke (Syn.: Valeriana dubia C.B.Clarke, Valeriana kaschmiriensis Kreyer ex Grubov): Dieser Endemit kommt nur in der Region Kaschmir vor.[12]
  • Indische Narde (Valeriana jatamansi Jones, Syn.: Valeriana harmsii Graebn., Valeriana jatamansi var. frondosa Hand.-Mazz., Valeriana jatamansi var. glabra Merr., Valeriana jatamansi var. hygrobia (Briq.) Hand.-Mazz., Valeriana hygrobia Briq., Valeriana mairei Briq., Valeriana wallichii DC., Valeriana wallichii var. violifolia Franch.): Sie ist von der der Himalaya-Region (östliches bis nördliches Indien, Bhutan, Nepal) über Tibet (nur Zayü) und die chinesischen Provinzen Chongqing (nur Kai, Nanchuan), Gansu, Guizhou (nur Leishan, Zunyi), Henan (nur Xixia), westliches Hubei, Hunan (nur Longshan), Sichuan (nur Emei Shan) sowie Yunnan bis ins nördliche Thailand sowie Vietnam weitverbreitet.[1]
  • Valeriana kassarica Karadze & Kapeller: Die Heimat ist die Region des Großen Kaukasus.[10]
  • Valeriana kawakamii Hayata: Sie gedeiht in Wäldern nur in größeren Höhenlagen auf Taiwan vor.[1]
  • Valeriana kilimandscharica Engl.: Das Verbreitungsgebiet ist das tropische Ostafrika mit Kenia, dem nördlichen Tansania und dem südöstlichen Uganda.
  • Valeriana lancifolia Hand.-Mazz.: Sie gedeiht auf Grashängen in Höhenlagen von 3200 bis 4300 Metern nur im westlichen Teil der chinesischen Provinz Sichuan vor.[1]
  • Valeriana microphylla Kunth (Syn.: Valeriana alophis Graebn., Valeriana amphilophis Graebn., Valeriana bonplandiana Wedd., Valeriana gonatolophis Graebn., Valeriana hieronymii Graebn., Valeriana origanifolia Turcz. und Valeriana revoluta Diels): Er wächst als Strauch in den Anden Ecuadors, Kolumbiens und Perus.
  • Valeriana minutiflora Hand.-Mazz.: Sie gedeiht in Wäldern, grasigen oder steinigen Hängen in Höhenlagen von 3000 bis 4100 Metern Tibet und in den chinesischen Provinzen Qinghai, westliches Sichuan (Kangding, Qianning, Xiangcheng) sowie nordwestliches Yunnan.[1]
  • Berg-Baldrian (Valeriana montana L.): Er kommt nur in den Hochgebirgen in Mittel- und Südeuropa vor.[11]
  • Westlicher Baldrian (Valeriana occidentalis A. Heller): Das Verbreitungsgebiet sind westliche Bundesstaaten der USA.[9]
  • Echter Baldrian (Valeriana officinalis L., Syn.: Valeriana baltica Pleijel, Valeriana alternifolia Bunge, Valeriana chinensis Kreyer ex Kom., Valeriana coreana Briq., Valeriana dubia Bunge, Valeriana exaltata J.C.Mikan, Valeriana fauriei Briq., Valeriana leiocarpa Kitag., Valeriana nipponica Nakai ex Kitag., Valeriana palustris Kreyer, Valeriana pseudofficinalis C.Y.Cheng & H.B.Chen, Valeriana stubendorfii Kreyer ex Kom., Valeriana subbipinnatifolia A.I.Baranov, Valeriana tianschanica Kreyer ex Hand.-Mazz., Valeriana officinalis subsp. baltica Á.Löve & D.Löve, Valeriana officinalis subsp. exaltata Soó, Valeriana officinalis var. latifolia Briq.): Er ist in mehreren Unterarten von Europa über Westasien[13] und weiter ostwärts bis Sibirien, in weiten Gebieten Chinas und Ostasien bis Japan weitverbreitet.[1]
  • Valeriana pauciflora Michx.: Heimat sind nord- bis südöstliche Bundesstaaten der USA.[9]
  • Valeriana procera Kunth: Die Heimat ist Mexiko.
  • Kriechender Arznei-Baldrian (Valeriana procurrens Wallr.): Er kommt in Deutschland, Österreich und möglicherweise in Liechtenstein und Südtirol vor.[14][15]
  • Valeriana pseudofficinalis C.Y.Cheng & H.B.Chen: Die Heimat ist der Großteil Chinas.
  • Pyrenäen-Baldrian (Valeriana pyrenaica L.): Heimat sind die Pyrenäen in Frankreich und Spanien.[11]
  • Valeriana pyrolifolia Decne.: Heimat ist der westliche Himalaya von der Kaschmir- bis in die indische Kuamon-Region.
  • Weidenblättriger Baldrian (Valeriana saliunca All.): Er kommt in den Alpen und im Apennin vor.
  • Felsen-Baldrian (Valeriana saxatilis L.): Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der Ostschweiz über die östlichen Kalkalpen über die Kalkgebirge des ehemaligen Jugoslawien bis nach Albanien. Ein weiteres Areal liegt in den Apuanischen Alpen.[11]
  • Valeriana scandens L. (Syn.: Valeriana phaseoli A.Braun): Sie ist von Florida[9] und Mexiko über Zentral- bis Südamerika verbreitet.
  • Valeriana scouleri Rydb. (wird manchmal als Synonym von Valeriana sitchensis Bong.[8] und Valeriana sitchensis subsp. scouleri (Rydb.) F.G.Mey. geführt): Die Vorkommen liegen im westlichen Nordamerika von den kanadischen Provinzen British Columbia und Alberta südwärts bis zum US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien.[9]
  • Valeriana sichuanica D.Y.Hong: Heimat ist der Südwesten der chinesischen Provinz Sichuan.
  • Valeriana sitchensis Bong. (manchmal mit Valeriana scouleri Rydb., Valeriana uliginosa (Torr. & A.Gray) Rydb.[8]): Das Verbreitungsumfang ist je nach Ansicht das westliche Nordamerika von Alaska bis Kalifornien oder zusätzlich das nordöstliche Nordamerika.[9]
  • Valeriana sorbifolia Kunth (Syn.: Valeriana gracilis Benth., Valeriana tenella Killip): Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mexiko[9] über Zentralamerika bis Ecuador in Südamerika.
  • Valeriana stolonifera Czern.: Es gibt zwei Unterarten:[13]
    • Valeriana stolonifera Czern. subsp. stolonifera: Sie kommt in der Ukraine vor.[13]
    • Schmalblättriger Arznei-Baldrian, Hügel-Baldrian (Valeriana stolonifera subsp. angustifolia Soó, Syn.: Valeriana wallrothii Kreyer): Er kommt in Deutschland und Österreich vor.[13]
  • Valeriana stenoptera Diels: Heimat ist Tibet, das westliche Sichuan und nordwestliche Yunnan in China.
  • Valeriana stracheyi C.B.Clarke: Die Vorkommen liegen in Afghanistan sowie in den pakistanischen und indischen Himalaya-Gebieten.[12]
  • Zwerg-Baldrian (Valeriana supina Ard.): Er kommt nur in den Ostalpen und östlichen Westalpen vor.[11]
  • Valeriana tangutica Batalin: Heimat sind die chinesischen Provinzen Gansu, Ningxia, Qinghai, Sichuan und das Autonome Gebiet Innere Mongolei.
  • Valeriana texana Steyerm.: Heimat sind die südlichen US-Bundesstaaten Texas und New Mexico.[9]
  • Valeriana trichostoma Hand.-Mazz. (Syn.: Valeriana muliensis S.K.Wu): Heimat sind die chinesischen Provinzen Sichuan und Yunnan.
  • Dreiblättriger Baldrian (Valeriana tripteris L.): Er kommt von den Vogesen bis zu den Karpaten und weiter südlich gelegenen Gebirgen Europas vor.
  • Knolliger Baldrian (Valeriana tuberosa L.): Das Verbreitungsgebiet ist der Mittelmeerraum, Südosteuropa und Westasien.
  • Valeriana uliginosa (Torr. & A.Gray) Rydb. (manchmal als Valeriana sitchensis Bong. subsp. uliginosa (Torr. & A. Gray) F.G.Mey. oder Valeriana sitchensis Bong. var. uliginosa (Torr. & A.Gray) B.Boivin): Heimat ist das nordöstliche Nordamerika.[9]

Literatur

  • David Jeffrey Ockendon: Valeriana L. In: Thomas Gaskell Tutin et al.: Flora Europaea. Band 4, Cambridge University Press 1976, ISBN 0-521-08717-1. S. 52–55.
  • David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora alpina. Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefäßpflanzen der Alpen. Band 1–3. Haupt Verlag, Bern/Stuttgart/Wien 2004, ISBN 3-258-06600-0.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 Deyuan Hong, Fred R. Barrie, Charles D. Bell: Valerianaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae. Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2011, ISBN 978-1-935641-04-9, S. 666 (englisch). Valeriana – textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  2. Ortiz et al.: Effects of Valeriana officinalis extracts on [3H]flunitrazepam binding, synaptosomal [3H]GABA uptake, and hippocampal [3H]GABA release. Neurochem Res. 1999; 24 (11): S. 1373–1378. PMID 10555777
  3. Santos et al.: Synaptosomal GABA release as influenced by valerian root extract--involvement of the GABA carrier. In: Arch Int Pharmacodyn Ther., Volume 327, Issue 2, 1994, PMID 7979830. S. 220–231.
  4. Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart. Leipzig 1793, Band 1, S. 698–699, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fdaten.digitale-sammlungen.de%2F~db%2Fbsb00009131%2Fimages%2Findex.html%3Fid%3D00009131%26fip%3Dqrseneayasdasyztseayaxdsydxseayaenfsdr%26no%3D13%26seite%3D357~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D
  5. Aulus Cornelius Celsus, Eduard Scheller, Walther Frieboes: Aulus Cornelius Celsus über die Arzneiwissenschaft in acht Büchern. 2. Auflage. F. Vieweg & Sohn, 1906, S. 589.
  6. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1. Stockholm 1753, S. 31 (Online Erstveröffentlichung von Valeriana digitalisiert bei Biodiversity Heritage Library).
  7. Valeriana bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 26. April 2018.
  8. 1 2 3 4 Valeriana im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  9. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 USDA-Datenblatt: Verbreitung der Gattung Valeriana in den USA
  10. 1 2 Tatyana Shulkina: Valerianaceae. In: Botanisches Institut im. V.L. Komarova (Hrsg.): Ornamental Plants From Russia And Adjacent States Of The Former Soviet Union. Rostok, St.Petersburg 2004, ISBN 978-5-94668-032-5, Valeriana (Online Abschnitt Beschreibung, textgleich mit gedrucktem Werk).
  11. 1 2 3 4 5 D. J. Ockendon: Valeriana. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 52–55 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). (aus dem unveränderten Nachdruck von 2010, ISBN 978-0-521-15367-6)
  12. 1 2 3 4 5 6 7 8 Yasin Nasir: Valerianaceae. In: Eugene Nasir (Hrsg.): Flora of Pakistan. Band 101. Islamabad, 1976, OCLC 632358004, Valeriana, S. 2 (online bei efloras.org Abschnitt Beschreibung, textgleich mit gedrucktem Werk).
  13. 1 2 3 4 5 6 7 8 E. von Raab-Straube, T. Henning (2017+): Valerianaceae. Datenblatt Valeriana. In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  14. Baldriane. In: FloraWeb.de. letzter zugriff 15. April 2012
  15. Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9, S. 808.
  Wiktionary: Baldrian  – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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