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vom 25.04.2018, aktuelle Version,

Baltazzi

Baltazzi war der Name einer griechisch-österreichischen Familie. Die Baltazzis stammten aus Smyrna, wo sie eine Bank betrieben, später ließen sie sich in Wien nieder.

Die begüterte Familie Baltazzi hatte aufgrund des außerordentlichen Reittalents der vier Söhne, Aristide, Alexander, Hector und Henri (Heinrich), Aufnahme in die höchsten gesellschaftlichen Kreise gefunden. Sie waren gern gesehene Gäste und Teilnehmer auf den Turfplätzen Europas. Alexander und Aristide besaßen gemeinsam das berühmte Rennpferd Kisbér.[1] Sie gewannen 1876 das englische Epsom Derby und wurden bekannt als Baltazzi brothers. Ihr Bruder Hector, berühmt als Hindernisreiter und Österreichs weitaus größter Amateur-Jockei des 19. Jahrhunderts,[2] lebte ab ca. 1895 bis Kriegsbeginn 1914 in Paris, von wo er nach Österreich zurückkehren musste; er starb in Wien während eines Besuchs des Jockeyklubs für Österreich.[Anm. 1]

Personen

Literatur

  • Jahrbuch des Jockey-Clubs für Österreich. Erscheinungsverlauf: 1903–1932 nachgewiesen. Verlag des Jockey-Club, Wien, ZDB-ID 2209526-3.
  • Victor Silberer: Der Jockei-Klub für Österreich. Zur Gründungsgeschichte des Klubs. Beck, Wien 1917.
  • Heinrich Baltazzi-Scharschmid, Hermann Swistun: Die Familien Baltazzi-Vetsera im kaiserlichen Wien. Böhlau, Wien/Köln/Graz 1980, ISBN 3-205-07160-3. (Mit Stammbaum).

Einzelnachweise

  1. Alexander Baltazzi †. In: Allgemeine Sport-Zeitung, Jahrgang 1914, Nr. 82/1914, 29. November 1914 (XXXV. Jahrgang), S. 1014 f. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/asz.
  2. Victor Silberer: Hector Baltazzi †. In: Allgemeine Sport-Zeitung, Jahrgang 1916, Nr. 2/1916, 9. Januar 1916 (XXXVII. Jahrgang), S. 19 f. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/asz.
  3. Kleine Chronik. (…) † Aristide Baltazzi. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 18021/1914, 25. Oktober 1914, S. 13, Mitte rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp,
    Aristide Baltazzi †. In: Allgemeine Sport-Zeitung, Jahrgang 1914, Nr. 78/1914, 1. September 1914 (XXXV. Jahrgang), S. 966 f. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/asz.
  4. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14325064.html

Anmerkungen

  1. Jockey Club für Oesterreich, gegründet am 28. Dezember 1866 in Preßburg. – Siehe: Jean Paul Bled, Marie-Therese Pitner (Übers.): Kronprinz Rudolf. Böhlau, Wien (u. a.) 2006, ISBN 3-205-05238-2, S. 150, online.
    Das Klublokal befand sich im Haus Augustinerstraße 8, Wien-Innere Stadt, dem 1945 durch Bomben zerstörten Philipphof.
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