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vom 28.04.2018, aktuelle Version,

Benno Ulm

Benno Ulm (* 22. Oktober 1921 in Wien; † 7. Dezember 2000 in Linz) war ein österreichischer Historiker.

Leben

Benno Ulm, Sohn von Benedikt Ulm und Ida Neumann, wuchs im böhmischen Mildenau auf und kam erst als Vierzehnjähriger nach Österreich, als die Familie die damalige Tschechoslowakei verlassen musste und sich in Freistadt niederließ. Im Herbst 1947 begann er als Werkstudent ein Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und der historischen Hilfswissenschaften an der Universität Wien, wo er 1955 promovierte. Im Frühjahr 1957 trat Ulm den Dienst am Oberösterreichischen Landesmuseum an. Er arbeitete als Assistent des damaligen Direktors Wilhelm Jenny und wurde nach dessen Tod mit 20. Jänner 1960 zum Leiter der Abteilung Kunst- und Kulturgeschichte bestellt – eine Aufgabe, die er ein Vierteljahrhundert lang bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand am 31. Jänner 1985 erfüllte. Er ist am Stadtfriedhof in Linz-Urfahr begraben.

Werke

  • Die Stilentfaltung in der Architektur der gotischen Landkirchen in den Bezirken Perg und Freistadt in Oberösterreich, Dissertation 1955.
  • Katalog der Sammlung mittelalterlicher Plastiken im Landesmuseum, 1958, gemeinsam mit Otfried Kastner
  • Die Kunst der Donauschule, 1965.
  • Oberösterreichisches Schiffahrtsmuseum. Schloß Greinburg, Katalog des Oberösterreichischen Landesmuseums Nr. 69, 1970, von Reitinger Josef, Benno Ulm und Karl Heinz Hattinger
  • Kunstmonographie Das Mühlviertel, 1971.
  • Oberösterreich. Dehio – Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs, Neubearbeitung von Kurt Woisetschläger mit Beiträgen von Justus Schmidt und Benno Ulm. Gebundene Ausgabe – 1971.
  • Die Bildhauerfamilie Schwanthaler, Katalog der oö. Landesausstellung, 1974.
  • Der Bauernkrieg, Katalog der oö. Landesausstellung, 1976.
  • Romantik der Erinnerung. Benno Ulm über Albrecht Dunzendorfer, Pappbilderbuch 1974.
  • Die Bildhauerfamilie Zürn 1585–1724, Schwaben/Bayern/Mähren/Österreich, Ausstellung d. Landes Oberösterreich, Braunau am Inn, 1979.
  • Kunst in Oberösterreich 1918–1938, 1984.
  • Schwanthaler – Krippen, Dezember 1984, von Wastl Fanderl und Benno Ulm
  • Die Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ zu Königswiesen, Christliche Kunststätten Österreichs 190, Salzburg 1991.
  • Sankt Michael ob Rauchenödt, Pfarre Grünbach, Diözese Linz, Christliche Kunststätten Österreichs 209, Salzburg 1991.
  • Wallfahrtskirche Kefermarkt, Ried i. I., 1992.

Literatur

  • 0. Wutzel, Benno Ulm und seine Leistungen für die oberösterreichische Landeskunde, in: OÖ. Kulturbericht 39 (1985), Folge 13.
  • A. Schiffkorn, Benno Ulm. Drei Jahrzehnte landeskundlicher Forschung, in: Studien zur Kunst, und Kulturgeschichte. Festgabe für Benno Ulm (OÖ. Heimatblätter 40/1986, Heft 3/4), S. 452–460.