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vom 10.11.2017, aktuelle Version,

Bernd Schönegger

Bernd Schönegger

Bernd Schönegger (* 29. Jänner 1977 in Graz) ist österreichischer Politiker (ÖVP). Von 2008 bis 2017 war er Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat. Er ist verheiratet.

Leben

Schönegger legte die Matura an der Höheren Internatsschule des Bundes in Liebenau ab und studierte im Anschluss Rechtswissenschaften. Er schloss sein Studium mit dem akademischen Grad Mag. jur. ab und ist Geschäftsführer der Grazer Volkspartei. Schönegger war Landesobmann der Schülerunion, stellvertretender Bundesschulsprecher und stellvertretender Landesobmann der Jungen Volkspartei Steiermark. Er war zudem Obmann der Jungen Volkspartei Graz und Grazer Gemeinderat.

Schönegger ist Parteiobmann der ÖVP Graz-Geidorf und seit 2008 Abgeordneter zum Nationalrat. Schönegger war Spitzenkandidat der ÖVP bei der Nationalratswahl 2008 im Regionalwahlkreis Graz und zog über dieses Direktmandat in den Nationalrat ein. Er wurde am 28. Oktober 2008 als Abgeordneter angelobt. Im Nationalrat der XXV. Gesetzgebungsperiode war Schönegger Landesverteidigungs-Sprecher des ÖVP-Parlamentsklubs.

Telekom Affäre

Am 7. Juni 2016 wurde Schönegger wegen Untreue zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im Gemeinderatswahlkampf 2008 daran beteiligt gewesen war Gelder von der Telekom Austria an die ÖVP weitergeleitet zu haben.[1] Gemeinsam mit ihm angeklagt war unter anderem auch Rudolf Fischer, der jedoch freigesprochen wurde. Schönegger legte gegen das Urteil Rechtsmittel ein.[2] Am 30. August 2017 wurde bekannt, dass der Oberste Gerichtshof das Urteil aufhob und an die Erstinstanz zurückverwies mit der Empfehlung zu prüfen, ob nicht der Tatbestand des schweren Betrugs vorliegt.[3]

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Einzelnachweise

  1. Schuldsprüche im Telekom-Austria-Prozess. ORF. 7. Juni 2016. Abgerufen am 7. Juni 2016.
  2. Telekom-Austria-Prozess: Schönegger legt Rechtsmittel ein. ORF. 8. Juni 2016. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  3. Telekom: Schönegger-Urteil aufgehoben. ORF. 30. August 2017. Abgerufen am 31. August 2017.