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vom 06.03.2018, aktuelle Version,

Bernhard von Mellenthin

Schloss Falkenburg um 1860

Bernhard von Mellenthin (* 9. November 1811 in Groß-Schönberg in Pommern; † 4. April 1875 auf Schloss Falkenburg) war ein deutscher Rittergutsbesitzer, Unternehmer, Offizier und Parlamentarier.

Leben

Bernhard war der Sohn des Rittmeisters a. D. und Ritterschaftsrates Otto Jobst Ferdinand Mellenthin und der Henriette Hedwig Philippine Karoline, geborene von Wolde aus dem Hause Wusterwitz. Von 1828 bis 1831 besuchte er das Köllnische Gymnasium in Berlin. Anschließend studierte er Kameralia an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1832 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.[1]

Nach dem Studium diente er als Einjährig-Freiwilliger in der Preußischen Armee. 1834 wurde er Sekondeleutnant im 9. Landwehr-Regiment und 1848 Premierleutnant im 21. Landwehr-Regiment. 1853 wurde er zum Rittmeister befördert. 1864 nahm er als Major seinen Abschied. Im Deutschen Krieg nahm er als Johanniter-Ritter an den Schlachten in Böhmen teil. Im Deutsch-Französischen Krieg führte er die Etappenkommandanturen in Vesoul und Bar-le-Duc. Er war seit 1842 Besitzer des Ritterguts Schloss Falkenburg im Kreis Dramburg mit einer Größe von 3033 Hektar. 1860 errichtete er eine Handstrichziegelei, die ihre Produkte über weite Teile Preußens vermarktete. Unter anderem wurden sie beim Bau der Zitadelle Spandau verwendet.

Von 1869 bis 1870, in der 3. Session der 10. Legislaturperiode, saß Mellenthin als Abgeordneter des Wahlkreises Köslin 3 (Schievelbein, Dramburg) im Preußischen Abgeordnetenhaus.[2]

Literatur

  • Friedrich Karl Devens, Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Düsseldorf, 1902, S. 83.
  • G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Aschaffenburg 1928, S. 58.

Einzelnachweise

  1. Kösener Korpslisten 1910, 19, 62
  2. Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 266.