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vom 09.05.2018, aktuelle Version,

Blasius Hölzl

Joseph Grünpeck und Blasius Hölzl (rechts) im Gespräch über Wunderzeichen; Federzeichnung 1502

Blasius Hölzl (* 1. Februar[1] 1460 in Sillian; † 21. Juli 1526 in Innsbruck) war ein Finanzberater, Sekretär und Rat der Kaiser Friedrich III., Maximilian I. und Karl V.

Leben

Der hochgebildete Hölzl war Sohn eines görzischen Lokalbeamten. Sein Vater Bartlme Hölzl († vor 1500) besaß ein Haus in Sillian und wird dort 1454 mit seiner Frau Barbara Maxnerin erwähnt. Das Ehepaar hatte sieben Söhne (Blasius, Christian, Augustin, Zwillinge Conrad und Simon, Hans und Ambrosius) und drei Töchter (Veronica, Dorothea und Margret).[2]

Anfangs wollte Blasis Hölzl Geistlicher werden, dennoch entschloss er sich letztlich in die Tiroler Kanzlei einzutreten, wo er 1490 den deutschen König Maximilian I. nach Ungarn begleitete. Nach längerer Probezeit wurde er im Jahr 1494 in den königlichen Dienst gestellt.[3]

Unterschrift „Blasy Hölzl“, 1501

Vier Jahre später wurde die neue Hofkammer begründet. Zu dieser Zeit war Hölzl zu einem der leitenden Sekretäre aufgestiegen und wurde bald eine der Führungspersonen in der Hofkammer. Zu seinen Aufgabenbereichen zählten einerseits die österreichischen Kammersachen und andererseits die Reichssteuern. Hölzl war auch in die Darlehensgeschäfte mit den Fuggern, Welsern und Paumgartnern involviert. Er war Mitglied der Sodalitas Litterarum in Augsburg und hatte einen guten Namen unter den Humanisten. Laut Grabinschrift seines Sohnes Ferdinand († 1545) war Blasius Hölzl auch Ritter vom güldenen Sporn.

Hölzl begleitete Maximilian I. während des Pfälzerkriegs im Jahr 1504. Er war als oberster Leiter der Kriegskammer für die Verpflegung und den Sold der Truppen verantwortlich, was sich auf Grund der leeren Kassen als schwierige Aufgabe erwies. Dennoch gelang es Hölzl immer wieder, Geld aufzubringen. Bald sorgte er auch für die Kriegspropaganda. Auch beim Ungarnfeldzug war Hölzl wieder an der Seite Maximilians, um Geld aufzutreiben.

Für Maximilian I. war Hölzl eine Art Laufbursche, dem er alle lästigen und unangenehmen Aufgaben überwälzte. Dazu zählte beispielsweise die Schuldentilgung der Königin der Niederlande. Für seine Dienste wurde er, wenn das Geld fehlte, mit dem Viztumamt, kleineren Herrschaften und Ämtern in Kärnten belohnt.

Beim Venezianerkrieg 1508 war Hölzl Verwalter der Kriegskammer in Lienz. Wieder einmal gab es Geldsorgen. Zudem musste er für Michael von Wolkenstein und Erich von Braunschweig die Geschäfte führen. Die beiden Herzöge stritten sich um die Dienste Hölzls, was seine Arbeit zusätzlich erschwerte.

Beim Sommerfeldzug im Folgejahr arbeitete er wiederum in der Lienzer Kriegskammer, aber auch in Trient. 1510 wurde er Rat der Innsbrucker Raitkammer, 1511 heiratete er die reiche Erbin Maria Rummel. Sein Ansehen und Vermögen stieg. Er konnte sogar Schloss Vellenberg im Inntal seinen Wohnsitz nennen. Am 22. November 1511 gab er das Viztumamt und Schloss Karlsberg auf, um nach Tirol zu ziehen.[4]

Zur Ruhe ließ ihn Maximilian I. nicht kommen. Je kritischer die Finanzlage wurde, desto öfter musste sich Hölzl mit Darlehens- und Anleihen­verhandlungen beschäftigen. Maximilian gab sich mit kleinen Summen nicht zufrieden. Jedes Jahr musste Hölzl von Neuem um Geld ringen: 1515 für den Wiener Kongress, 1516 für die erhoffte Kriegsentscheidung in Italien, 1517/18 für den Augsburger Reichstag und die Wahlwerbung für Karl V.

Hölzl war für seine Zähigkeit und Ausdauer berüchtigt. So gelang es ihm, Anleihen bis in eine Höhe von 100.000 Gulden zu beschaffen und das, obwohl der kaiserliche Kredit fraglich, viele Ämter verpfändet und Silber und Kupfer für viele Jahre verschrieben waren.

1518 trat Hölzl erstmals als Kanzler der Königinnen Maria und Anna auf. Nach dem Tod Kaiser Maximilians I. setzten ihn Karl V. und Ferdinand als Tiroler Kammerpräsidenten ein, wo er allerdings mit einem Schuldenberg, der über eine Million Gulden betrug, konfrontiert wurde.

Seine Begräbnisstätte richtete Blasius Hölzl bereits vor 1508 in der Kirche Peter und Paul (seit 1928: Theresienkirche) in Götzens ein. 1969/70 wurde dort ein um 1520/25 entstandenes Fresko mit der Stifterfigur des Blasius Hölzl mit seinem Sohn Ferdinand freigelegt. Sein Grabstein dient heute als Mensa des Francisco de Xavier-Altars der neuen Pfarrkirche Götzens.[5]

Besitzungen

Blasius Hölzl erhielt als Gratifikation für „geleistete treue Dienste“ von Kaiser Maximilian I. verschiedentlich erledigte Lehen übertragen, die an das Reich oder das Haus Habsburg zurückgefallen waren, weil die Inhaber ohne eheliche Erben verstorben waren, Suizid begangen hatten oder der Reichsacht verfallen waren. Teilweise wurden diese Lehen anteilig auch anderen Hofbeamten mit übertragen.

1499 erhielt Hölzl 14 des Zehnten im Gericht von Pergine[6] und Güter in Gries am Brenner,[7] 1500 ein Gut, das Pankratz Apflsperger (Apflspegkh, Apfelspöck[8]) vom Hause Österreich innegehabt hatte,[9] und einen Baumgarten mit peltzer pymlein (= veredelte Obstbäume) in Sillian, der zu diesem Zeitpunkt noch Virgil von Graben († 1507) auf Burg Heinfels gehörte. Nach dessen Tod sollte Hölzl diesen Baumgarten als freies Eigengut (Allod) erhalten.[10]

Aus dem Besitz des Grafen Leonhard von Görz (1444–1500) erbte Blasius Hölzl Güter im Wert von 150 Gulden Rheinisch „frei und ledig“ als sein Eigengut in der Stadt Lienz und Umgebung:[11] ein Haus im muntzhof, zwei Schmiedewerkstätten samt zugehörigem Hof, eine Wiese, einen Acker hinter St. Michael am Rindermarkt, einen Acker „unter Gösndorff“[12] sowie ein mad vnd gereute (Mahd und Rodungswiese) oberhalb von Lavant und Tristach.[13] Lehensweise erhielten Hölzl und seine männlichen Erben einen Anteil an der Rodfuhr (ein Transportmonopol im Fernverkehr) zu Toblach, d. h. das Recht, „jeden 7. palwagen auf der rod“ zu stellen.[14]

Nach dem Tod von Sigmund Prueschenk, Graf zu Hardegg und im Machland († 1502), sollte Blasius Hölzl Schloss Weißenfels (Fusine in Valromana) bei Villach mit Landgericht und allem Zubehör sowie die Burghut aus dem Amt Radmannsdorf bei Laibach (Ljubljana) erhalten; Sigmunds Bruder, der kaiserliche Rat Heinrich I. Prueschenk, Graf zu Hardegg und im Machland († nach 1513), trat jedoch Schloss und Landgericht nicht ab.[15]

Maximilian versprach 1502 Blasius Hölzl und dem Rat und Innsbrucker Bürgermeister Heinrich III. von Mentlberg († 1507) die Anwartschaft auf Güter in Schwaz.[16] Zusammen mit dem Silberkämmerer Christoph Pottenbrunner erhielt Hölzl alles Hab und Gut des verstorbenen Thomas Rodtschmid aus Krems zu freiem Eigentum.[17] Weil der ehemalige niederösterreichische Kanzler Dr. Johann Waldner (* um 1430; † 1502) Suizid beging, fiel sein gesamtes Hab und Gut an den Kaiser. Kleinodien und anderen Güter, die Waldner bei seinem „Vetter“ Virgil Cantzler († 1503), Dompropst zu Wien, hinterlegt hatte, übergab Maximilian an Blasius Hölzl, Kammermeister (Barbier) Ulrich Putsch genannt Graf und den Diener Stefan Randshofer (Ramshofer) zu freiem Eigentum.[18]

Die Hälfte der österreichischen Lehen des Christoph Streun zu Sterzing († um 1502) verlieh der Kaiser seinem Rat Bartholomäus von Firmian († 1536) und seinem Kammermeister zu Innsbruck Martin Aichorn († nach 1521), die andere Hälfte seinem Hofuntermarschall Heinrich von Traupitz, seinem Sekretär Blasius Hölzl und seinem Kammerknecht Matthäus Hofer.[19] Das Lehen war Zubehör zum Adelssitz Narrenholz.[20] Bartholomäus von Firmian, ein Vetter des Verstorben,[21] und die Kinder seines Bruders Wolfgang Strein verweigerten 1504 die Herausgabe eines Teils des Erbes.[22]

1502 wurde Hölzl das Schloss Oberdrauburg in Kärnten samt Amt, Gericht, Bau und Burghut übertragen – zunächst auf Verrechnung.[23] Im folgenden Jahr erhielt er die „Pflege Traburg“ pflegweise für sechs Jahre ohne Abrechnungspflicht; dafür wurden ihm jedoch die 100 Gulden Rheinisch für die Burghut nicht mehr bezahlt.[24]

Der Einnehmer der steirischen Landschaft, kaiserliche Rat und Silberkämmerer Laßla (Ladislaus) von Radmannsdorf (Lasla Rattendorffer) († nach 1535) zu Sturmberg und Blasius Hölzl wurden 1504 mit dem halben Teil der heimgefallenen Lehengüter des Hans Gradner zu Eglisau († um 1504) in der Nähe von Wien belehnt,[25] namlich Hof, Dorf und Gericht Atzgersdorf, Güter in Lainz, Liesing und Speising sowie Dorf und Gericht Möllersdorf; Hölzl verkaufte seinen Anteil kurz vor seinem Tod an Radmannsdorfer.[26] Den Hof Trudenheim (heute Wüstung in Ichenheim) in Vorderösterreich überließ Kaiser Maximilian Blasius Hölzl und Michael Reuttner von Rheinfelden, seinem Vogt zu Hauenstein und auf dem Swarczwald, als Eigengut.[27]

Als „Helfer und Helfershelfer“ von Herzog Ruprecht von der Pfalz und seiner Frau Elisabeth von Niederbayern wurden im April/Mai 1504 sechs Personen und Familien aus Landshut, Wasserburg, Traunstein und Burghausen in die Reichsacht und Oberacht[28] erklärt.[29] Ihre ewigen Jahresgülten vom Salzmeieramt zu Reichenhall wurden eingezogen und von Maximilian als freies Eigentum an Blasius Hölzl und den kaiserlichen Buchhalter (ab 1510 Schatzmeister) Jakob Villinger vergeben.[30]

Nach dem Tod des Augustin Stieger aufm Aygen übergab Kaiser Maximilian 1509 das Dorf Piberstein im Landgericht Waxenberg im Mühlviertel an Blasius Hölzl, der es als „freies Aigen“ an Georg Praunauer, Bürger zu Steyr, verkaufte.[31]

1510 gehörte Blasius Hölzl zu einer Gruppe von 15 Personen, denen Kaiser Maximilian „als ein ainige gemain und gesellschaft“ die Bergwerksgerechtigkeit der Venezianer an dem Quecksilber-Bergwerk Idrija im Herzogtum Krain schenkte;[32] das Privileg wurde 1521 von Kaiser Karl V. und seinem Bruder Ferdinand bestätigt.[33]

An die Erben von Marquard Breisacher d. J. († 1509) aus Konstanz, Vogt zu Bregenz, der Vellenberg seit 1502 besessen hatte, zahlte Blasius Hölzl eine Abfindung von 1125 Gulden. Kaiser Maximilian stellte ihm gegen ein Darlehen von 5500 Gulden, das Blasius zum Teil aus der Mitgift seiner Frau finanzierte, entsprechende Verschreibungen aus auf Vellenberg und das Pfannhaus Hall. Er belehnte Hölzl 1511 mit Schloss und Pflege Vellenberg sowie dem Landgericht Sonnenburg. Hölzls Witwe Maria Rummel führte die Pflege bis 1532 pfandweise weiter.[34]

Zu Hölzls Besitzungen bei Hall gehörten die Höfe Voreggen, Goldnerhof, Pfeyler und Schwarzhof „auf dem Walde“.[35][36]

1513 wurde Hölzl Rottenstein und das Amt Lind anstelle des Vizedom-Amtes in Kärnten, von dem er 1511 zurückgetreten war, auf Lebenszeit überlassen.[37]

Familie

Blasius Hölzl war seit 1511 verheiratet mit Maria Rummel (Rumbl) zu Lichtenau († 1545),[38] Tochter des Tiroler Kammerpräsidenten Peter von Rummel von Lichtenau (1457–1519) aus Nürnberg und der Rosina Paumgartner aus Kufstein. Das Ehepaar hinterließ neun Töchter und einen Sohn[39][35][40]

  1. Anna Hölzl (* um 1511/15; † um 1587), ∞ 1531 mit Wolfgang Volland († 1553) zu Thierburg und Vollandsegg im Walde ober Hall,[41] Pfleger zu Vellenberg, oberster Hof-Secretär und Kämmerer der Königin Anna, Grabmal in der Spitalskirche in Innsbruck,
    1. Elisabeth Volland (* um 1531/33; † 1593/1604), ∞ 1549 mit Christoph Botsch († um 1589) von Zwingenberg, Hauptmann von Rattenberg, 1585 mit dem Amt des Erbtruchsesses in Tirol belehnt,
  2. Margarethe Hölzl (* um 1512/15; † nach 1555), ∞ mit Christoph von Horben († vor 1563)[42] zu Alten-Ringenberg,
  3. Kathrina Hölczlin (* um 1514/15; † nach 1561/65), ∞ mit dem königlichen Hatschier-Hauptmann Heinrich Schilling von Stammeln (Stammen) († 1549/55), Sohn oder Enkel des Wilhelm Schilling von Gustorf, der die Burg Stammeln 1460 besaß. Heinrich Schilling erwarb 1549 den Pfandbesitz der Herrschaft Kočov (Gottschau),[43]
    1. Elisabeth Schilling von Stammeln (Stamben) (* um 1535/45; † nach 1569),[43] verkaufte Kočov an Florian Griespek und Rosina Hölzlin,
  4. Marianne (Maria Anna) Hölzl (* um 1515; † 1545/55), ∞ mit Christoph Seidl († vor 1543) zu Vahrn[44]
  5. Felicitas Hölzl (* um 1515; † 1545/55), ∞ mit Pankraz von Rößen (van Rossem?[45]),
  6. Ursula Hölzl (* um 1515/20; † nach 1555), ∞ mit Heinrich d. Ä. Grafinger zu Salegg, Hauptmann zu Gottschau; er verkaufte Schloss Salegg 1551 an Christoph I. von Wolkenstein-Rodenegg (1530–1600),
  7. Barbara Hölzlin (* um 1515/20; † 1545/55), ∞ I. mit Rochus von Caldes (Rocco di Caldesio), ∞ II. mit Georg Grafinger zu Salegg (Zolleck),[46]
  8. Ferdinand Hölzl (* um 1520; † 1545), Epitaph-Inschrift: „Ingenuo adolescenti ferdinando blasii hölzl Equitis aurati triumque Imperatorum ac regum archiducum austriae a consiliis unico filio IX sorores in memoriam posuerunt obiit die XVIII mensis octob: anno m. d. xlv. (= Dem edlen Jüngling Ferdinand, Blasius Hölzls, Ritters vom Güldenen Sporn, dreier Kaiser und königlicher Erzherzöge zu Österreich Rats, einzigem Sohn haben es neun Schwestern zum Gedächtnis errichtet; er starb am 18. Tag des Monats Oktober im Jahre 1545)“[47]
  9. Rosina Hölzl (* um 1520/25; † 1565/88), ∞ 1542 (verlobt 1539) mit Ritter Florian Griespek von Griespach (* 1504; † 1588) auf Katzerau (Kaceřov) und Preitenstein (Nečtiny), königlicher Rat, Montanunternehmer im böhmischen Erzgebirge, Grabmonument des Ehepaars in der Gruftkapelle der Kaceřover Pfarrkirche; das Paar hatte 14 Söhne und 10 Töchter,[48] darunter:
    1. Anna Griespek von Griespach (* um 1542/50; † 1599/1602), ∞ mit Adam III. Silber (Zilvar) († 1597) von Silberstein (Břecštejn) und Pilnickau (Pilníkov) auf Schurz (Žireč),
    2. Blasius Griespek von Griespach (Blažej Gryspek z Gryspachu) (* um 1565/70; † 1620), Besitzer von Schloss Nelahozeves (Mühlhausen), 1585 immatrikuliert in Basel, ∞ um 1595 mit Ofka Varlichová z Bubna (Sophia Warlich von Buben)
  10. Magdalena Hölzl (* um 1520/25; † nach 1555), ∞ 1551 auf der Schwanenburg in Kleve[45] mit Oswald Rainer zum Erb und Teichstätt († nach 1555) aus dem Pfleggericht Friedburg, bayerischer Erbforstmeister am Höhnhart und Mautner zu Straßwalchen.[49]

Nach dem Tod ihres Vaters wurden Johann Vintler († 1550) zu Plätsch, Dr. Paulus Höltzel († 1537), Domherr zu Brixen,[50][51] und der kaiserliche Hofkammerrat und frühere (1511–1524) Salzmaier in Hall Johann Zott († 1543/46) von Berneck (Prannek, Pernegh) als Vormünder (Gerhaber) der Kinder bestellt.[52][35] Kaiser Karl V. erteilte dem Rat und Hofschenken Erasmus (Asam) Ostner († nach 1534) und dem Tiroler Kammermeister Gregor Maschwander († um 1544) von Schwanau den Auftrag zu einer Erbschaftsteilung.[53]

Maria Rummel, die Witwe des Blasius Höltzel, heiratete 1528 den Tiroler Hauszeugmeister in Innsbruck, Hanns Ott von Achtertingen (Echterdingen).[52]

Blasius Hölzls Bruder Christian Hölzl († 1508) war Pfarrer zu Schlan, später zu Sillian, Chorherr im Stift Innichen und kaiserlicher Kaplan. Er erbaute 1500 die Annakapelle in Sillian, in der er begraben wurde.[54][55] Ein anderer, blinder Bruder wurde von Kaiser Maximilian für die Stelle eines Pfründners im Mauthaus zu Linz vorgesehen.[56] Der Bruder Augustin Hölzl († nach 1530) war Wechsler[57] und Bergwerks-Gewerke (Bergmeister), zugleich Fronverweser und Landrichter in Gastein und in der Rauris.[58] Er besaß Anteile an den Gruben „St. Augustin“ am Hohen Sonnblick und „Zu der Stainerin“ am Alten Kogel, eine eigene Schmelzhütte und „hackbare“ Wälder.[59] Simon Höltzl war 1498 salzburgischer Pfleger auf der Burg Klammstein, 1503 Bergrichter in der Gastein,[60] ab 1504 Bergrichter und Wechsler zu Pergine, St. Veit und Valsugana sowie der anderen kaiserlichen Bergwerke im Bistum Trient.[61] Die Schwester Veronika Hölzl heiratete Leonhard Waldauf von Waldenstein, einen Bruder von Florian Waldauf.[62] Dorothea Höltzl von Diersburg heiratete Steuerbringer Hans [Mayr] von Freysing († 1559) zu Aichach auf Straßfried, 1557 geadelt.[63]

Wappen

Blasonierung: geteilt; oben wachsender rot bezungter Bär mit fünfzackiger Adelskrone,[40] unten drei (2:1) Äpfel, Kronhelm mit dem gekrönten Bären als Zimier.[64] Der Bär steht für die Thierburg[65] bei Fritzens am Bärenbach (vgl. den Bären im Ortswappen), die drei Äpfel (Brote) verweisen wahrscheinlich auf Nikolaus von Myra als Patron der Stadtpfarrkirche von Hall in Tirol. Das Wappenbild findet sich auch auf einem Rechenpfennig des Kärntner Vicedoms mit der Umschrift „+ BLASIVS. HOLZEL: VICEDOMINVS. KARINTHIE. Z(etera et)C(etera)“ und dem rückseitigen Wahlspruch „REDDE. RATIONEM. VILLICATIONIS. TVE = Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung!(Lukas 16,2 VUL) sowie der Jahreszahl „M. D. II.“ (= 1502).[66]

Das Stifterbild Blasius Hölzls in der Theresienkirche in Götzens zeigt dieses Wappen in den Feldern 1 und 4 eines gevierten (quadrierten), von Kaiser Maximilian I. verliehenen verbesserten[67] Wappens. Der Wappenschild in Feld 2 und 3 ist gespalten und zeigt heraldisch rechts einen Greifen,[40] die linke Hälfte ist in sieben Reihen zu drei Plätzen von Schwarz-Silber geschacht.

Varia

Das sogenannte „Schwarze Kreuz“ in der Wallfahrtskirche des Blasius von Sebaste auf dem Blasius-Berg bei Völs, Guss von Stephan Godl (* um 1480; † 1534) nach Entwurf von Leonhard Magt († 1532), wurde 1522 von Blasius Hölzl aufgrund eines Gelübdes gestiftet.[68]

Quellen

  • Joseph Grünpeck: Prodigiorum ostentorum et monstrorum quae in saeculum Maximilineum inciderunt interpretatio; Pergamenthandschrift mit neun Federzeichnungen (von Marx Reichlich?), gewidmet dem kaiserlichen Sekretär Blasius Hölzl, Linz 1502; Universitätsbibliothek Innsbruck (Hs. 314)
  • Ambrosius Alantsee:[69] Tractatus, qui intitulatur fedus christianum. [Widmung:] „Domino Blasio holczel Silionense Secretario Regio“. Johannes Rynmann,[70] Augsburg 1504 (Google-Books)
  • Verschiedene Blasius Hölzl gewidmete Gedichte im Codex Fuchsmagen,[71] um 1500/10; Universitäts- und Landesbibliothek Tirol Innsbruck (Codex 664)
  • Girolamo Muzio, Pietro Bonomo, Konrad Peutinger, Paul Ritz, Caspar Ursinus Velius, Riccardo Bartolini († um 1529), Conrad Celtis, Johannes Fruticenus, Ulrich Vannius, Giorgio Gadio (Georg Gadius), Johannes Cuspinian, Blasius Hölzl, Maximilian Transsylvanus († um 1538), Heinrich Bebel, Francesco Cardulo, Johann Picinianus, Johannes Stabius, Richard Sbrulius, Theoderich Ulsenius, Hieronymus Emser, Georg Sibutus, Jakob Spiegel sowie die Sodalitas litteraria Linciana: Complurium eruditorum vatum carmina, ad magnificum virum D. Blasium Hölcelium, sacri Caesaris Maximiliani consiliarium, Moecenatem eorum precipuum. Silvan Otmar (* um 1481; † 1540), Augsburg 1518 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Sebastian Hölzl (Bearb.): Die Gemeindearchive Osttirols mit Regesten von Abfaltersbach, Ainet, Gaimberg, Heinfels, Iselsberg-Stronach, Kals, Sillian, Thurn, Tristach. (Tiroler Geschichtsquellen 19). Tiroler Landesarchiv, Innsbruck 1987
  • Hermann Wiesflecker (Bearb.): Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493–1519, Bd. I/1–2 1493–1495. (Regesta imperii XIV,1,1–2). Böhlau, Wien 1990 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Hermann Wiesflecker (Bearb.): Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493–1519, Bd. II/1 1496–1498. (Regesta imperii XIV,2,1). Böhlau, Wien 1993 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Hermann Wiesflecker (Bearb.): Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493–1519, Bd. III/1 1499–1501. (Regesta imperii XIV,3,1). Böhlau, Wien 1996 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), (Google-Books, Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Hermann Wiesflecker, Ingeborg Wiesflecker-Friedhuber (Bearb.): Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493–1519, Bd. IV/1 1502–1504. (Regesta imperii XIV,4,1). Böhlau, Wien 2004 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), (Google-Books); eingeschränkte Vorschau)

Literatur

  • Mathias Hechfellner: Zur Geschichte des Schlosses und Gerichtes Vellenberg. In: Programm des K. K. Staats-Gymnasiums in Innsbruck 48 (1896/97). Wagner, Innsbruck 1897, S. 1–42
  • Karl Mandl: Blasius Hölzel. In: Publikationen der Österreichischen Ex Libris-Gesellschaft 3 (1905) S. 35f
  • Friedrich Hermann Schubert: Blasius Hölzel und die soziale Situation in der Hofkammer Maximilians I. In: Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 47 (1960), S. 105–115
  • Johanna Felmayer: Blasius Hölzl. Eine markante Persönlichkeit am Hofe Kaiser Maximilians. In: Tiroler Heimatblätter 37 (1962), S. 93–104
  • Christa Schaper: Die Ratsfamilie Rummel – Kaufleute, Financiers und Unternehmer. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 68 (1981), S. 1–107, bes. S. 59–63 und 104 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Hermann Wiesflecker: Kaiser Maximilian I. Das Reich, Österreich und Europa an der Wende zur Neuzeit, Bd. V Der Kaiser und seine Umwelt. Hof, Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Oldenburg, München 1981, S. 261–265 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Stephan Füssel: Riccardus Bartholinus Perusinus. Humanistische Panegyrik am Hofe Kaiser Maximilians I. (Saecvla spiritalia 16). Koerner, Baden-Baden 1987, S. 230ff

Einzelnachweise

  1. Vgl. C. Celtis, der ebenfalls an diesem Tag seinen Geburtstag feierte: „Februis natus Blasius calendis“ (im Anklang an Horaz: Oden 3, 8); In natalem diem Blasii H. In: Complurium eruditorum vatum carmina, ad magnificum virum D. Blasium Hölcelium, sacri Caesaris Maximiliani consiliarium, Moecenatem eorum precipuum. Tauftag war demnach der Blasiustag 3. Februar.
  2. Vgl. Johanna Felmayer: Blasius Hölzl. Eine markante Persönlichkeit am Hofe Kaiser Maximilians, bes. S. 93.
  3. Vgl. Urkunde Kaiser Maximilians I. vom November 1494, ausgestellt in Antwerpen; Regesta imperii XIV,1,1, Nr. 1152, S. 121.
  4. Vgl. Johanna Felmayer: Blasius Hölzl. Eine markante Persönlichkeit am Hofe Kaiser Maximilians, bes. S. 98.
  5. Vgl. Gert Ammann, Martin Bitschnau (Bearb.): Die Kunstdenkmäler Österreichs. Topographisches Denkmälerinventar. Tirol. (Dehio Handbuch). Anton Schroll, Wien 1980, S. 285.
  6. Regesten vom 17. Januar 1499, Kleve, und 6. Mai 1499, Innsbruck; Regesta imperii XIV,3,1, Nr. 9010 und XIV,3,2, Nr. 13222.
  7. Regesten vom 29. Oktober 1499, Sterzing, und 31. Oktober 1499, Innsbruck; Regesta imperii XIV,3,1, Nr. 9488 und XIV,3,2, Nr. 13817.
  8. Zu der in Oberösterreich landständischen Familie vgl. Ernst von Hartmann-Franzenshuld: Deutsche Personen-Medaillen des XVI. Jahrhunderts. In: Archiv für österreichische Geschichte 49 (1872), S. 428–514, bes. S. 444f (Google-Books).
  9. Regesten vom 6. Juni 1500, Augsburg, und 26. Januar 1501, Linz; Regesta imperii XIV,3,1, Nr. 10331 und Nr. 11438.
  10. Regest vom 1. August 1500, Augsburg; Regesta imperii XIV,3,1, Nr. 10634.
  11. Regest vom 18. Juni 1500, Augsburg; Regesta imperii XIV,3,1, Nr. 10396.
  12. Regest vom 18. Januar 1501, Linz; Regesta imperii XIV,3,1, Nr. 11400. Gemeint ist Gessendorf (Gassendorf, Kassendorf) in der heutigen Rotte Grafendorf (Gemeinde Gaimberg).
  13. Regesten vom 12. Juni 1501, Innsbruck, und 12. Juni 1503, Innsbruck; Regesta imperii XIV,3,1, Nr. 12062 und XIV,4,2, Nr. 20512.
  14. Regesten vom 1. November 1502, Augsburg, und 6. November 1502, Donauwörth, und 17. November 1502, Innsbruck; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 17036 und Nr. 17049; XIV,4,2, Nr. 20081.
  15. Regest vom 7. April 1502, Imst, mit späterer Randnotiz; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 16323, vgl. Nr. 16191.
  16. Regest vom 24. Februar 1502, Innsbruck; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 16112.
  17. Regest vom 16. Juli 1502, Ulm; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 16715.
  18. Regesten vom 17. Oktober 1502, Ehrenberg, 15. Juli 1503, Füssen, und 12. Mai 1503, Straßburg; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 17000 und Nr. 17418; XIV,4,2, Nr. 20467.
  19. Regesten vom 22. August 1502, Arlberg, 11. September 1502, Vellenberg, 21. Juni 1503, Laufenburg; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 16849, Nr. 16885a und Nr. 17381.
  20. Vgl. Anselm Sparber u. a.: Sterzinger Heimatbuch. Wagner, Innsbruck 1965, S. 82.
  21. Firmians Mutter war Salome Streun zu Sterzing.
  22. Vgl. Verzeichnis deren bishero exrotulierten ehemaligen Ober-Oesterreichischen Regierungs-Acten. Innsbruck 1785, Nr. 33, S. 12 (Google-Books).
  23. Regesten vom 6. November 1502, Donauwörth, und 28. Oktober 1503, Kaufbeuren; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 17049 und Nr. 17839.
  24. Regesten vom 5. Dezember 1503, Augsburg, und 8. März 1504, Aichach; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 17963 und Nr. 18344; Österreichisches Staatsarchiv (Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Allgemeine Urkundenreihe, 1503 XII 6).
  25. Regest vom 26. Mai 1504, Dillingen; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 18803.
  26. Regest vom 21. März 1527, Wien; Albert Starzer (Bearb.): Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. I/5. Karl Konegen, Wien 1906, Nr. 5250, S. 87.
  27. Regest vom 24. August 1504, Balingen; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 19093.
  28. Auch „Aberacht“ = wiederholte Acht.
  29. Regesten vom 23. April 1504, Augsburg, und 4. Mai 1504, Friedberg; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 18631, Nr. 18707 und Nr. 18708.
  30. Regest vom 17. Dezember 1504, Salzburg; Regesta imperii XIV,4,1, Nr. 19484.
  31. Vgl. Urkunde vom 20. Juli 1513; Oberösterreichisches Landesarchiv Linz (Bestand Garsten, Urkunde Nr. 502); Vgl. Johann Felmayer: Blasius Hölzl. Eine markante Persönlichkeit am Hofe Kaiser Maximilians, bes. S. 96.
  32. Urkunde vom 25. Februar 1510, ausgestellt in Augsburg; Österreichisches Staatsarchiv (Finanz- und Hofkammerarchiv, Sammlungen und Selekte, Finanzarchiv, Urkunde A-2).
  33. Urkunden vom 2. März 1521; vgl. 10. November 1538 und 16. November 1544; Österreichisches Staatsarchiv (Finanz- und Hofkammerarchiv, Sammlungen und Selekte, Finanzarchiv, Urkunde A-4; Reichsakten, 236.30; Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Allgemeine Urkundenreihe, 1538 XI 10).
  34. Vgl. Johanna Felmayer: Blasius Hölzl. Eine markante Persönlichkeit am Hofe Kaiser Maximilians, bes. S. 97f und 102.
  35. 1 2 3 Vgl. Urkunden vom 12. März und 15. Dezember 1543, 23. August 1553 und 20. August 1555, 11. März 1560, 14. März 1575 und 12. Juni 1587 u. ö.; Hermann von Schullern zu Schrattenhofen: Regesten der Urkundensammlung des Geschlechtes von Schullern zu Schrattenhofen 1438–1867. In: Jahrbuch der k. k. Heraldischen Gesellschaft „Adler“ 13 (1903), S. 104–128, bes. S. 106–108 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau); (Digitalisat im Internet Archive).
  36. Vgl. Herta Öttl: Die Ansitze von Hall in Tirol und Umgebung. Wagner, Innsbruck 1970, S. 194.
  37. Revers-Urkunde vom 27. Juli 1513, ausgestellt in Augsburg; Österreichisches Staatsarchiv (Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Allgemeine Urkundenreihe, 1513 VII 27).
  38. Vgl. Giorgio Gadio: Epithalamium in nuptiis Blasii Hölcelii ac Marię Rumulę. In: Complurium eruditorum vatum carmina, ad magnificum virum D. Blasium Hölcelium, sacri Caesaris Maximiliani consiliarium, Moecenatem eorum precipuum. Augsburg 1518 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  39. Vgl. Christa Schaper: Die Hirschvogel von Nürnberg und ihr Handelshaus. (Nürnberger Forschungen 18). Verein für die Geschichte der Stadt Nürnberg, Nürnberg 1973, S. 202.
  40. 1 2 3 Vgl. Johanna Felmayer: Blasius Hölzl. Eine markante Persönlichkeit am Hofe Kaiser Maximilians, bes. S. 102.
  41. Vgl. Damian Hartard von Hattstein: Die Hoheit Des Teutschen Reichs-Adels, Bd. III. Johann Martin Göbhardt, Bamberg 1751, Supplementum, S. 24 (Google-Books).
  42. Vgl. Urkunde vom 5. November 1563; Staatsarchiv Augsburg (Fürststift Kempten, Lehenhof Urkunden 127).
  43. 1 2 Vgl. Urkunde vom 17. Oktober 1569: „deren Nichte in Böhmen, nämlich der Tochter ihres verstorbenen Bruders Heinrich Schilling“; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1037 Reitz von Frenz, Hausarchiv Haus Schlenderhan, Gutsarchiv Listringhausen / Badinghagen, Kasten XXX).
  44. Vgl. Rudolf von Granichstaedten-Czerva: Brixen, Reichsfürstentum und Hofstaat. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1948, S. 341.
  45. 1 2 Vgl. Gabriel Mattenclot († 1593): Rerum in Germania praecipue inferiore gestarum breuis commemoratio. In: Theodor Joseph Lacomblet (Hrsg.): Archiv für die Geschichte des Niederrheins 5 (1866), S. 222–243, bes. S. 229f (Google-Books): „copulatio inter Oswaldum Reynart apud Saltzburgum natum et Magdalenam Holtzevinnen (lies: „Höltzerinnen“; Akkusativ Singular von „Höltzerin“) natam non procul ab Isbrug superioris Germaniae nobiles“; Heinrich Wiens: Musik und Musikpflege am herzoglichen Hof zu Kleve. A. Volk, Köln 1959, S. 72. Unter den Hochzeitsgästen waren u. a. Johann van Rossem (wohl der Bruder des Maarten van Rossum) und Hermann von Neuenahr.
  46. Vgl. Gabriel Bucelinus: Germania topo-chrono-stemmato-graphica sacra et profana. Laurenz Kroniger & Theophil Goebel Erben, Augsburg 1699, S. 237 (Google-Books).
  47. Vgl. Leo Andergassen: Renaissancealtäre und Epitaphien in Tirol. Wagner, Innsbruck 2007, S. 523.
  48. Vgl. Josef Neumann: Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Privatmünzen und Medaillen, Bd. III/28. Prag 1870, bes. S. 83–119 (Florian Griespek von Griespach) und 719 (Google-Books)
  49. Vgl. Georg Ferchl: Bayerische Behörden und Beamte 1550–1804. (Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte 53). Kastner & Callwey, München 1908, S. 597 und 1364.
  50. Sohn von Hans Hölzl und Katharina Pforacherin am Liechtenhof in Sillian; Epitaph im Brixner Dom, jetzt im Diözesanmuseum Brixen. Sein Bruder Markus Hölzl war verheiratet mit Katharina Waldauf von Waldenstein, einer Schwester von Florian Waldauf.
  51. Vgl. Katherine Walsh: Sigmund Waldauf von Waldenstein († 1514). In: Innsbrucker Historische Studien 9 (1986), S. 49–67, bes. S. 50ff; Alfred A. Strnad: Bernhard von Cles (1485-1539). In: Innsbrucker Historische Studien 23/24 (2004), S. 173–324, bes. S. 202.
  52. 1 2 Vgl. Urkunde vom 13. Dezember 1536; Staatsarchiv Nürnberg (Reichsstadt Nürnberg, Losungamt, 7-farbiges Alphabet, Urkunde 3950).
  53. Aktennotiz vom 20. April 1534, Innsbruck; Niederösterreichisches Landesarchiv St. Pölten (HA Lamberg K 015/243).
  54. Vgl. Urkunden Kaiser Maximilians I. vom 18. Juni 1500, ausgestellt in Augsburg, 21. September 1503, ausgestellt in Hall, und 6. Februar 1504, ausgestellt in Augsburg; Regesta imperii XIV,3,1, Nr. 10396, S. 243; Bd. XIV,4,1, Nr. 17647, S. 316, und Nr. 18193; Katherine Walsh: Sigmund Waldauf von Waldenstein, S. 55.
  55. 1512, 1518 wird Kaspar Hölzl (Holzlin) als kaiserlicher Hauskaplan genannt, er erhielt 1522 ein Kanonikat bei St. Johann in Konstanz; Generallandesarchiv Karlsruhe (Findbuch D Kaiser- und Königsurkunden 1200 bis 1518 Maximilian I., Nr. 1151 und Nr. 1189 und Nr. 8021).
  56. Vgl. Brief Kaiser Maximilians I. an Gilg Tettenhaimer vom 26. November 1500 aus Gmunden; Regesta imperii XIV,3,1, Nr. 11207.
  57. Der Wechsler nahm das Vorkaufsrecht des Landesherrn an den Erzen wahr.
  58. Urkunde vom 5. Oktober 1503; Salzburger Landesarchiv (Urkunden Salzburg, Erzstift, 1503 X 05); Urkunde vom 11. August 1518; Österreichisches Staatsarchiv Wien (Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Salzburg, Erzstift, AUR 1518).
  59. Salzburger Landesarchiv (Hofratskatenichel 1508, Blatt 402); vgl. Karl-Heinz Ludwig, ‎Fritz Gruber: Gold- und Silberbergbau im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Das Salzburger Revier von Gastein und Rauris. Böhlau, Wien 1987, S. 183.
  60. Vgl. Quittung vom 3. August 1503; Österreichisches Staatsarchiv (Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Allgemeine Urkundenreihe, 1496–1558).
  61. Vgl. H. Wiesflecker, I. Wiesflecker-Friedhuber (Bearb.): Ausgewählte Regesten, Bd. IV/1, Nr. 21506, S. 1046.
  62. Vgl. Heinz Moser: Waldaufstiftung, Hall in Tirol. Urkunden aus den Jahren 1490-1856. Tiroler Landesarchiv, Innsbruck 2000, S. 10.
  63. Vgl. Johann Georg Adam von Hoheneck: Die Löbliche Herren Herren Stände, Deß Ertz-Hertzogthumb Oesterreich ob der Ennß, Bd. II. Gabriel Mangold, Passau 1732, S. 206 (Google-Books); Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Bd. III. Voigt, Leipzig 1861, S. 344 (Google-Books).
  64. Vgl. ähnlich Hermann Julius Hermann: Beschreibendes Verzeichnis der illuminierten Handschriften in Österreich, Bd. I Die illuminierten Handschriften in Tirol. Hiersemann, Leipzig 1905, S. 193; Georg von Stawa: Alte Exlibris aus Tirol. (Schlern Schriften 181). Wagner, Innsbruck 1958, S. 23, Nr. 209; Tafel II. Am 8.
  65. Vgl. Hermann von Schullern zu Schrattenhofen: Über einige Familien des tirolischen Beamtenadels. In: Jahrbuch der k. k. heraldischen Gesellschaft „Adler“ 5–6 (1895), S. 113–145, bes. S. 135–142 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  66. Vgl. Joseph Bergmann: Ueber das Entstehen vieler Jettons und Medaillen … in den österreichischen Landen … In: Anzeige-Blatt für Wissenschaft und Kunst 114 (1846), S. 1–43, bes. S. 4 (Google-Books).
  67. Vgl. Franz-Heinz Hye: Wappen in Tirol. Zeugen der Geschichte. Handbuch der Tiroler Heraldik, Bd. I. (Schlern-Schriften 321). Wagner, Innsbruck 2004, S. 47 und 266 (Abb. 239).
  68. Vgl. Vinzenz Oberhammer: Zwei Bronzebildwerke aus der Gusswerkstätte Stefan Godls, mit 10 Abbildungen. In: Veröffentlichungen des Museums Ferdinandeum 10 (1930), S. 91–104 (Pdf; 2,95 MB des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck)
  69. Aus Füssen, 1491 Prior von St. Mang in Füssen; vgl. zu ihm Paul Weinig: Aeneam suscipite, pium recipite: Aeneas Silvius Piccolomini. Studien zur Rezeption eines humanistischen Schriftstellers im Deutschland des 15. Jahrhunderts. Harrassowitz, Wiesbaden 1998, S. 41ff.
  70. Vgl. Karl Steiff: Rynmann, Johannes. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 53, Duncker & Humblot, Leipzig 1907, S. 657–660.
  71. Johannes Fuchsmagen (auch Fuxmagen, Fusemannus) aus Hall (* um 1450; † 1510).