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vom 24.11.2017, aktuelle Version,

Bootsmannsmaat

Bootsmannsmaat, kurz BtsmMaat/BMT (englisch Boatswain’s mate[1]), war in den Seestreitkräften einiger Länder ein Dienstgrad, der gegenwärtig in der Deutschen Marine etwa dem Maat (hier allerdings OR5) entsprechen würde. Dem Bootsmannsmaat entspricht in der Bundeswehr der Unteroffizier. Maat und Obermaat bilden bei der Deutschen Marine die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee.[2]

Deutschland

BtsmMaat Kriegsmarine
Kragenabzeichen
Distinktionsabzeichen 1933–1945

Als eine der Nationen neben Österreich und Russland führte das Deutsche Kaiserreich den Bootsmannsmaat (in Verbindung mit Dienstgrad Maat und der allgemeinen Laufbahn – Teileinheitsführer) als niedrigsten Dienstgrad der Dienstgradgruppe der Portepeeunteroffiziere in der Kaiserlichen Marine ein. In der Weimarer Republik und der Kriegsmarine des Dritten Reiches wurde der Rang dann bis 1945 beibehalten. Der Bootsmannsmaat war hier dem Unteroffizier in Heer und Luftwaffe vergleichbar.

Je nach Laufbahn oder Verwendung waren Rangordnung und Rangbezeichnung wie folgt festgelegt.

  • für Maate – Bootsmannsmaat, Feuerwerksmaat, Maschinistenmaat oder Steuermannsmaat
  • für Obermaate – Oberbootsmannsmaat, Oberfeuerwerksmaat, Obermaschinistenmaat oder Obersteuermannsmaat

Siehe auch:

Österreich Ungarn

K.u.k. BtsmMaat, Kragenadjustierung, Kieler Bluse

Bootsmannsmaat war der Dienstgrad der gemeinsamen Kaiserlichen und Königlichen Kriegsmarine Österreich-Ungarns (K.u.k. Kriegsmarine 1786 bis 1918), der dem Korporal im gemeinsamen k.u.k. Heer vergleichbar war. Die Rangfolge lautete.

  • Rudergast
  • Bootsmannsmaat

Russisches Kaiserreich

Schulterstück BtsmMaat KRM bis 1917

In Anlehnung an die Namensgebung in deutschsprachigen Seestreitkräften gab es in der Kaiserlich Russischen Marine (KRM) den Bootsmannsmaat (Originalbezeichnung russisch Боцманмат / Bozmanmat), allerdings als OR6-Rang, der dort dem Unterfeldwebel (ru: «Старший унтерофицер» (OR6).) vergleichbar gewesen ist. Die Rangfolge lautete:

siehe auch: Dienstgrade der russischen Streitkräfte bis 1917

Einzelnachweise

  1. Langenscheidt: Der Große Muret-Sander. 9. Auflage. 2002, 1. Band … S. 306 / 2. Band … S. 1041
  2. Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden (1796–2001). Band 13: ISBN 3-7653-3673-4, S. 699