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vom 01.06.2018, aktuelle Version,

Bruno Rossmann

Bruno Rossmann

Bruno Rossmann (* 16. April 1952 in Villach) ist ein österreichischer Ökonom und Politiker (Liste Peter Pilz). Er ist Abgeordneter zum Nationalrat und Klubobmann der Liste Pilz und ehemaliger Budgetsprecher des Parlamentsklubs der Grünen.

Leben

Schule und Ausbildung

Von 1958 bis 1962 besuchte Bruno Rossmann die Volksschule in Sankt Johann bei Villach[1], von 1962 bis 1970 das Bundesrealgymnasium in Villach. Anschließend studierte er Volkswirtschaft an der Universität Wien. Von 1976 bis 1978 war er Scholar am Institut für Höhere Studien und hielt sich 1978 und 1979 an der University of Stony Brook in New York auf.

Berufliche und politische Laufbahn

In den Jahren 1979 bis 1981 arbeitete er in der Budgetsektion der wirtschaftspolitischen Abteilung des österreichischen Bundesministeriums für Finanzen. Von 1981 bis April 2017 war er Budgetexperte in der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien. Er war langjähriges Mitglied und Experte des Österreichischen Staatsschuldenausschusses. Seine Arbeitsschwerpunkte sind öffentliche Haushalte, Haushaltsrecht, Steuern sowie Finanzausgleich und Föderalismus. Zu diesen Arbeitsbereichen liegen zahlreiche Publikationen vor. Bruno Rossmann ist seit 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der Kärntner Energieholding und wurde im Juni 2016 Mitglied des Aufsichtsrats der Kelag, Kärntens größtem Energieversorger, dem er bis Dezember 2017 angehörte. Als Aufsichtsrat der Kelag folgte ihm Rolf Holub nach.[2]

Von 30. Oktober 2006 bis 27. Oktober 2008 war er für die Grünen zum ersten Mal im österreichischen Nationalrat. In dieser Zeit war er Budget- und Finanzsprecher des grünen Parlamentsklubs und Mitglied des Bankenuntersuchungsausschusses. Er wirkte maßgeblich an der Entstehung des neuen Haushaltsrechts des Bundes mit. Bei den Nationalratswahlen 2008 kandidierte Bruno Rossmann erneut für die Grünen, verfehlte jedoch ein Mandat. Am 6. Juli 2012 zog er zum zweiten Mal in den Nationalrat ein, nachdem das Mandat von Alexander Van der Bellen frei geworden war, welcher in den Wiener Gemeinderat wechselte.[3] Er übernahm von Alexander Van der Bellen die Rolle des Sprechers für europäische und internationale Entwicklungen. Ab 2014 war Bruno Rossmann Budgetsprecher des grünen Parlamentsklubs mit den Arbeitsschwerpunkten Budget, Makroökonomie und Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit.

Am 28. Juli 2017 gab Rossmann bekannt, bei den Nationalratswahlen im Oktober 2017 für die Liste Peter Pilz zu kandidieren.[4]

Einzelnachweise

  1. Bruno Rossmann auf den Seiten der österreichischen Grünen (Memento vom 1. April 2016 im Internet Archive)
  2. orf.at: Holub in KELAG-Aufsichtsrat berufen. Artikel vom 21. April 2018, abgerufen am 21. April 2018.
  3. Van der Bellen übernimmt Mandat im Wiener Gemeinderat. Abgerufen am 19. November 2014.
  4. Zinggl, Rossmann und Holzinger unterstützen Pilz. Abgerufen am 28. Juli 2017.