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vom 05.01.2017, aktuelle Version,

Bund Neuland

Der Bund Neuland ist ein 1919 gegründeter Verein in Österreich als „Christlich-deutscher Studentenbund“ von Karl Rudolf und Michael Pfliegler gegründet. Er ging aus der katholischen Jugendbewegung hervor.

Geschichte

Ein wichtiger Gründungsanlass war der Kampf gegen die beginnende Säkularisierung. Organ des Bundes war die Zeitschrift Neue Jugend, die Karl Rudolf ins Leben rief. Der Bund hatte entscheidenden Anteil an der liturgischen Bewegung in Österreich.

Der Bund Neuland erklärte als erster katholischer Verein die Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft im Neuland mit dem Nationalsozialismus. 1938 erfolgt deshalb die Selbstauflösung des Vereines.

Der Bund Neuland wurde 1948 von ehemaligen Mitgliedern des „Bundes katholischer Jugendbewegung-Neuland“ wiedergegründet.

Wirkung

Viele bekannte Persönlichkeiten aus diesem Verein haben das Leben in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg mitgeprägt, so beispielsweise Kardinal Franz König, Monsignore Otto Mauer, der Pfarrer von Hetzendorf Joseph Ernst Mayer, Otto Schulmeister, Felix Hurdes, Ida Friederike Görres, Albert Höfer, Lois Weinberger und der Salzburger Landeshauptmann Hans Lechner. „Neuländer“ spielten eine wesentliche Rolle bei der kulturpolitischen Neuorientierung der Kirche in Sachen moderner Kunst und Architektur.

Neulandschulen:

Literatur

  • Franz M. Kapfhammer: Neuland, Erlebnis einer Jugendbewegung. 1987, Verlag Styria, Graz Wien Köln, ISBN 3-222-11781-0
  • Otto Weiß, Kulturkatholizismus. Katholiken auf dem Weg in die deutsche Kultur 1900–1933. Regensburg 2014. S. 88–90.
  • Neue Jugend, Blätter jungkatholischer Erneuerungsbewegung, Monatszeitschrift. Bände 1930–1935, Verlag Tyrolia, Innsbruck, Wien, München.