Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 05.07.2019, aktuelle Version,

Burg Machland

Burg Machland
Der Ulrichsberg (Schöllerberg) 1674. Detail im Stich Nr. 126 Closter Baumgartenberg von Georg Matthaeus Vischer.

Der Ulrichsberg (Schöllerberg) 1674. Detail im Stich Nr. 126 Closter Baumgartenberg von Georg Matthaeus Vischer.

Entstehungszeit: Frühmittelalter
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Baumgartenberg
Geographische Lage 48° 12′ 39,4″ N, 14° 44′ 33,2″ O
Burg Machland (Oberösterreich)
Burg Machland

Die Burg Machland, auch Machlant oder Pongarten genannt, war ein Sitz der Herren von Machland und befand sich in der heutigen Marktgemeinde Baumgartenberg in Oberösterreich auf dem Ulrichsberg, auch Schöllerberg genannt.

Lage

Die Burg Machland befand sich auf einem nach Westen vorspringenden Felssporn, früher als Ulrichsberg, neuerdings als Schöllerberg bezeichnet, in der Marktgemeinde Baumgartenberg.

Südlich des Felssporns dehnt sich eine von Wasserläufen durchzogene und weitläufige Ebene bis zur Donau hin aus. Sie wird auch jetzt noch als Machland bezeichnet.

Die ältere Vermutung, dass die Burg sich ehemals in der Ebene auf der Stätte des Klosters Baumgartenberg befand,[1] ist nicht mehr haltbar.

Geschichte

Die Burg Machland war Sitz der adeligen Herren von Machland. Einer der bedeutendsten war Otto II. von Machland († 1149). Er stiftete 1141 das Zisterzienserkloster Baumgartenberg. Die Zisterziensermönche übernahmen Burg und zugehörige Kirche und errichteten anschließend das Kloster in der Ebene etwa 350 m südlich der Burg – und verwendeten dazu auch Steine von abgebrochenen Mauern der Burg Machland.

Beschreibung

Von der Burg sind nur mehr schwache Geländemerkmale erkennbar. Am plateauartigen Gelände der Burg steht nun das neuere, von einer Gartenanlage umgebene Privathaus Baumgartenberg Nr. 10, früher genannt Gartenhäusl. Nach Westen zu grenzt das Plateau an den felsigen Steilabfall. Daneben können in Gräben und Wällen Burggräben und Mauerverläufe vermutet werden.

Ein östlicher Burggraben war noch vor Jahren erkennbar. Er ist nun eingeebnet für einen lokalen Zufahrtsweg. Noch etwas östlicher stand die zur Burg gehörige Filialkirche Hl. Jakob und Ulrich. An ihrem Platz steht nun umgeben von Wiesen und Äckern das Privathaus Baumgartenberg Nr. 11, genannt Ulrichsberghäusl. Reste der Filialkirche sind in das Haus einbezogen und an der Nordseite des Hauses erkennbar. Es besteht kein Denkmalschutz.

Bildergalerie

Literatur

  • Georg Grüll: Burgen und Schlösser im Mühlviertel, Wien 1962, S. 165
  • Gemeinde Baumgartenberg (Hrsg.): 850 Jahre Baumgartenberg, Linz 1991, S. 98
  • Klaus Birngruber: Studien zu den frühen Urkunden des Klosters Waldhausen (1147–1332), Magisterarbeit Universität Wien 2008, S. 31
  Commons: Burg Machland (Baumgartenberg)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Julius Strnadt: Das Land im Norden der Donau, in: Archiv für österr. Geschichte, Band 94, erste Hälfte, Wien 1906 S. 139