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vom 07.01.2018, aktuelle Version,

Burgstall Rudolfspitz

Burgstall Rudolfspitz
Planskizze von Burgstall Rudolfspitz nach Johann Ev. Lamprecht

Planskizze von Burgstall Rudolfspitz nach Johann Ev. Lamprecht

Alternativname(n): Burg Hausruck
Entstehungszeit: 1120

(erste urk. Erwähnung)

Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Haag am Hausruck-Eidenedt
Geographische Lage 48° 11′ 17,1″ N, 13° 37′ 35″ O
Höhe: 590 m
Burgstall Rudolfspitz (Oberösterreich)
Burgstall Rudolfspitz

Der Burgstall Rudolfspitz, auch Burg Hausruck oder bisweilen Schloss Alt-Starhemberg genannt, ist eine abgegangene Höhenburg auf 590 m ü. A. im Ortsteil Eidenedt der Gemeinde Haag am Hausruck im Bezirk Grieskirchen von Oberösterreich (in der Nähe des Bauernhofs Piesinger, Eidenedt Nr. 6).

Geschichte

1120 wird ein Hadmar de Husrukke und 1170 ein Herrant de Husrukke, ministeriali regni, genannt. Die an der Grenze zu Bayern bzw. dem Innviertel gelegene Burg dürfte bereits 1171 zerstört worden sein. Der Name der Burg Hausruck wird in der Folge durch die Bezeichnung Rudolfspitz verdrängt. Peter der Anhanger wurde 1411 von Herzog Albrecht V. von Österreich mit der Burg Hausruck belehnt. 1490 erhielt Wolfgang Jörger, der mit den Anhangern verwandt war, das Purkstall zu Rudolfspicz zu Lehen. 1611 werden noch Rudolph Spiz ein alt oed Slos neben Hag genannt.

Burgstall Rudolfspitz heute

Westlich des Anwesens Piesinger in Eidenedt (Flurname: Scheiblingberi bzw. Scheiblingberg) finden sich Reste einer ehemals ausgedehnten Wehranlage.

Zwei etwa 15 m aufragende, durch einen Weg getrennte Erdkegel mit vorgelagerten Gräben können noch identifiziert werden. Die Hügel sind mit Bäumen bewachsen, auf dem größeren ist eine Forstschonung gepflanzt. Da hier im 19. Jahrhundert angeblich Menschenknochen gefunden wurden, wurden die beiden Erhebungen als Grabhügel interpretiert.[1]

Literatur

  • Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  • Irene Keller; Christian Keller: Von Gebrulteskirch zu Geboltskirchen: Geschichte der Gemeinde Geboltskirchen am Hausruck . Heimatbuch der Gemeinde Geboltskirchen. Verlag Moserbauer, Ried im Innkreis 2009, ISBN 978-3-902684-08-0.
  • Johann Ev. Lamprecht: Archäologische Streifzüge (transkribiert von Josef Fischer). Oberösterreichisches Landesarchiv, Linz: Unveröff. Manuskript.
  • Christian K. Steingruber: Eine kritische Betrachtung des Historisch-Topographischen Handbuches der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. Ober-Österreichisches Landesarchiv, Linz 2013.

Einzelnachweise

  1. Steingruber, 2013, S. 135.

Bilder