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vom 22.02.2017, aktuelle Version,

Christian Baha

Christian Baha

Christian Josef Baha (* 30. Oktober 1968 in Wien) ist ein österreichischer Unternehmer, Mitbegründer und Alleineigentümer der Investmentgesellschaft Superfund.

Leben

Christian Baha wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Seine Mutter starb an Leukämie, als er 13 Jahre alt war. Seine erste berufliche Tätigkeit ist widersprüchlich belegt: Laut einer Quelle arbeitete er 10 Jahre als Polizist,[1] nach anderer Quelle war er nach seiner Ausbildung zum Polizisten nur drei Jahre Angehöriger der Wiener Sicherheitswache.[2] Parallel dazu absolvierte er die Abendmatura und begann anschließend das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Wien ohne regulären Studienabschluss.[1]

In dieser Zeit arbeitete Christian Baha eng mit Christian Halper zusammen.

Karriere

Christian Baha behauptet, Anfang der 1990er-Jahre gemeinsam mit dem Elektrotechniker Christian Halper zur technischen Analyse von Finanzdaten die Börsensoftware TeleChart entwickelt zu haben.[1] Zu selben Zeit war Robert Dannbauer an der Erstellung der ersten Finanzanalyse-Softwareprodukte für die Firma TeleTrader beteiligt.[3]

Ab 1995 baute Christian Baha mit Christian Halper die Investmentgruppe "Quadriga" auf, die seit 2003 unter dem Namen "Superfund" weltweit agiert. Das Hauptquartier liegt in der Marc-Aurel-Straße in Wien. Mit dem Start der Quadriga Beteiligungs- und Vermögens-AG wurde der erste Managed Futures-Fonds für Privatinvestoren in Österreich aufgelegt.[4] 1999 übernahm Baha das 1991 von Josef Holzer gegründete Unternehmen TeleTrader und richtete es auf die Archivierung und Visualisierung von Realtime-Produkten aus. TeleTrader seinerseits ging 2001 an die Wiener Börse.[4]

Die allgemeine Wirtschaftsrezession zwang das Superfund-Unternehmen 2009 zu Umstrukturierungen, wobei vor allem durch Büroschließungen und Entlassungen von Mitarbeitern Kosten reduziert wurden. 2010 konnte wieder die Gewinnschwelle erreicht werden.[1] Mit Herbst 2010 übernahm Christian Baha sämtliche Superfund-Anteile seines Geschäftspartners Christian Halper, der jedoch als Berater und Investor weiter mit an Bord bleibt.[1]

2009 wurde auf Bahas Initiative ein Bio-Restaurant Supergood in Berlin eröffnet, das 2012 auch in Österreich etabliert werden soll.[5]

Sponsoring

Superfund sponserte die Sportler Bode Miller, Mirna Jukić und Sybille Bammer.[6]

Außerdem wurde von 2002/03 bis 2006/07 die Fußballmannschaft FC Superfund Pasching und von Juli 2008 bis zum Ende der Saison 2010/11 die Fußballmannschaft Kapfenberger Sportvereinigung Superfund finanziell unterstützt.[7][8]

Christian Baha hat auch als Sponsor finanzielle Mittel für den Umbau von Arnold Schwarzeneggers im Stile des Biedermeiers erbauten Geburtshaus in Thal zum Schwarzenegger-Museum zur Verfügung gestellt[9], das am 30. Juli 2011 nach mehrjähriger Verzögerung mit einem Soft Opening eingeweiht werden konnte.[10]

Privatvermögen / Kritik

Frühjahr 2007 kaufte er Schloss Sonnenberg im Thurgau und den dazugehörigen Gutsbetrieb mit ca. 150 ha Ackerland, Grünland, Wald und Weingütern.[11] Er ist zudem Eigentümer von Bio-Farmen in Südfrankreich und Neuseeland.[1]

Privatleben

Er führt seit 2009 eine Beziehung mit der ehemaligen österreichischen Leichtathletin Steffi Graf[12][13]. Baha hat mit Graf eine gemeinsame Tochter (* 2010)[14] und noch einen Sohn (* 2003) aus einer früheren Beziehung.[15]

Baha ist mit dem Regisseur Oliver Stone befreundet, und erhielt dadurch die Gelegenheit, in zwei Hollywoodfilmen mitzuspielen. In Wall Street: Geld schläft nicht spielte er einen Hedge-Fond-Chef[16] und in Transformers 3 – Die dunkle Seite des Mondes einen bösen Assistenten. 2012 wirkte er zudem in Kevin Carraways 7 Below – Haus der dunklen Seelen als Dr. Lipski und im Thriller Savages, einer weiteren Produktion von Oliver Stone, als DEA-Agent mit. Des Weiteren ist er seit Jahren als Fernseh- und Filmproduzent tätig, so unter anderem bei den Women’s World Awards 2006 und 2009, den Save the World Awards 2009 und bei Eugenio Miras 2013 veröffentlichten Mystery-Thriller Grand Piano – Symphonie der Angst.

Christian Baha lebt heute in Monaco und hat weitere Wohnsitze in New York City, Los Angeles und in Costa Rica.

Filmografie

  Commons: Christian Baha  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Conny Bischofberger & Alexander Strecha: Baha: "Der Finanz-Supergau kommt": Im Interview mit Conny Bischofberger und Alexander Strecha spricht der Superfund-Gründer über Schwarzenegger, Eurokrise und Goldbarren., kurier.at (Memento vom 24. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Sebastian Fischer: Altkanzler feiert Hedgefonds. Schröder bei den Heuschrecken. In: Der Spiegel 9. März 2006
  3. TeleTrader Software AG: Unternehmen: Management Download 13. August 2011
  4. 1 2 Stefan Jany: Manchen Großbanken aus der Schweiz vertraue ich nicht mehr. In: Wiener Zeitung 15. Juli 2009
  5. Anne Vorbringer: Persischer Sternekoch kreiert Bio-Burger für Berlin. In: Berliner Zeitung. 20. Juni 2009, abgerufen am 16. Juni 2015.
  6. Kultursponsoring und Finanzkrise: Prioritäten werden neu gesetzt. In: Vorarlberg Online 22. Oktober 2008
  7. Kapfenberg wird zu "KSV Superfund": Aufsteiger angelt sich neuen Hauptsponsor vom 10. Juli 2008
  8. Nur ein Sponsor fehlt zum Glück in: Kleine Zeitung vom 17. April 2011
  9. Das sind die Männer hinterm Arnie-Museum in: Kleine Zeitung vom 25. August 2009
  10. Schwarzenegger: Museumseröffnung zum Geburtstag in: Die Presse vom 29. Juli 2011
  11. Barbara Hettich: Vom Polizisten zum Schlossbesitzer. (Memento vom 8. März 2010 im Internet Archive) In: Thurgauer Zeitung 5. Mai 2009
  12. Steffi Graf und ihr Millionär auf oe24.at
  13. Steffi Graf ist frisch verliebt auf kleinezeitung.at
  14. Das zweite Kind für die "Gräfin" in: Kleine Zeitung vom 23. März 2010
  15. http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:christian-baha-vom-polizisten-in-wien-zum-millionaer-in-monaco/1090650099613.html (Memento vom 14. April 2010 im Internet Archive)
  16. Susanne Lintl:Christian Baha in Wall Street 2, Kurier (Tageszeitung) (Memento vom 20. September 2008 im Internet Archive)