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vom 24.11.2019, aktuelle Version,

Christofberg (Gemeinde Brückl)

Blick auf die Kirche des Christofbergs
Christofberg (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Christofberg (Gemeinde Brückl) (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Sankt Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Brückl  (KG St. Filippen)
Koordinaten 46° 42′ 36″ N, 14° 28′ 17″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 39 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 34 (2001)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01243
Zählsprengel/ -bezirk Brückl-Umgebung (20502 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
f0
f0
39

BW

Christofberg (Krištofova gora, dialektal Krištof) ein Ortsteil der Gemeinde Brückl und Magdalensberg im politischen Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten und zählt 19 Einwohner (2001).

Die Streusiedlung liegt auf einer Bergkuppe südöstlich des Magdalensbergs. Von der Kirche hl. Christophorus und vom Gasthaus aus hat man in südwestlicher bis südöstlicher Richtung einen prächtigen Panoramablick auf den südlichen Teil des Klagenfurter Beckens sowie die Bergkette der Karawanken.

Christofbergkreuz

Christofberg Kapelle

Auf rund 947 m Seehöhe, nur wenige Meter vom 957 m hohen Gipfel des Christofbergs entfernt, befindet sich am Weitwanderweg 06 inmitten des Waldes an einer Weggabelung das Christofbergkreuz. Es besteht aus einem einfachen Lärchenblock und einer aus Brettern gefertigten Rückwand mit einem hölzernen Satteldach.[1]

Wolfsgrube

Am Fuße des Christofbergs nach Ortsausfahrt von St. Filippen befindet sich eine der wenigen noch gut erhaltenen Wolfsgruben Kärntens. Nach Schätzungen von Historikern stammt sie aus dem 18. Jahrhundert und diente als Falle, bei der Äste über die Grube gelegt wurden und in der Mitte ein Stück Fleisch platziert wurde, um den Wolf zu ködern.

Wanderwege

Vom Gipfel aus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für Kulturwanderungen. Einerseits kann man vom kleinen Parkplatz unterhalb der Christofbergkirche Richtung Westen weiter zum Magdalensberg (Kirche, Archäologischer Park) wandern. Auf halber Höhe des Weges dorthin zweigt nach rechts Richtung Norden auch ein Wanderweg zur Burg Hochosterwitz ab. Andererseits verläuft vom Gipfel, vorbei am verfallenen Anwesen vulgo Wartschler, das etwa auf halbem Wege liegt, ein Wanderweg auf den Lippekogel, wo steinerne Bänke zur Rast einladen. Unter dem Gipfel des Lippekogels können beim vulgo Mothe in Oberkrähwald zahlreiche Mühlsteine vom Steinbruchkogel besichtigt werden. Von dort führt eine Straße, oder wahlweise auch ein Fußweg, hinunter ins Tal nach Brückl.

Wer nicht weiter wandern, sondern direkt wieder zurück nach St. Filippen möchte, kann entweder denselben Weg wie beim Anstieg nehmen, oder entlang der Asphaltstraße zurückgehen, der man bequem bis nach St. Filippen bergab folgt. Nach der der dritten Kehre befindet sich der Gutshof vulgo Kulnighof, durch den ein Wanderweg (ehemalige Forstbringungstraße) nach St.Filippen führt.[2]

Sage

König Matthias Corvinus

Ein Fuhrmann aus St. Jakob im Rosentale kehrte einst mit einer Weinladung aus Ungarn heim. Als er unterhalb eines großen Berges durch einen großen Wald fährt, erblickt er halb in den Fels gebaut ein Häuschen, dessen Dach kaum aus dem Berge ragt. Vor der Tür steht ein stattlicher Ritter, mit einem Schwert umgürtet, und fragt den Fuhrmann: „Freund, du bist von unseren oberen Gegenden; sage mir, steigen noch immerfort die Ameisen auf die drei Gipfel, den St. Christofberg, Magdalensberg und Urichsberg?“ – „Sie steigen wohl noch hinauf, aber immer weniger.“ – „Sage zu Hause: wenn der Glaube soweit schwinden wird, daß niemand mehr auf die drei Gipfel geht, dann werde ich erscheinen mit meiner schwarzen Schar.“ - „Wer bist du?“ fragte der Fuhrmann. – „Ich bin König Matthias Corvinus. Tritt näher und geh mit mir in dieses Haus, damit du dich mit eigenen Augen überzeugst!“ Der Mann gehorchte und König Matthias sprach: „Tritt hinter mich und blicke über meine rechte Achsel durch dieses Fenster!“ Er tat, wie ihm befohlen, und erblickte eine Ebene, lang und breit. Sie war über und über bedeckt mit bewaffneten Kriegern, die unbeweglich und still neben ihren Pferden schliefen. „Nun, das ist die schwarze Schar“, sagte der König zu dem verwunderten Manne; „blicke noch einmal durch das Fenster!“ Matthias griff sanft an seinen Säbel und zog ihn ein Stück aus der Scheide. Und siehe! Das ganze Heer ward lebendig. Die Krieger erhoben ihre Häupter, die Pferde schüttelten ihre Mähnen, wieherten und stampften mit ihren Hufen. „Nun, hast du's gesehen?“ fuhr der König fort; „’s wird nicht lange währen, bis ich aufstehe und meinen Säbel ziehe. Laue Lüfte werden wehen und alle Menschen mit einem Gedanken beseelen. Meine Krieger werden sich auf ihre Pferde schwingen, dann wird der heilige Kampf für den wahren Glauben entbrennen.“[3]

Einzelnachweise

  1. Kleindenkmaeler.at – Juwelen unserer Kulturlandschaft – Christofbergkreuz. Abgerufen am 12. Dezember 2018.
  2. Eine kulturgeschichtliche Wanderung auf den Christophberg: Auf den Spuren von Wallfahrern und historischer bäuerlicher Kulturla. (PDF) Abgerufen am 13. Dezember 2018.
  3. König Matthias Corvinus. In: sagen.at. Abgerufen am 11. März 2019.