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vom 22.03.2020, aktuelle Version,

Clemens Martin Auer

Clemens Martin Auer (2017)

Clemens Martin Auer (* 1957 in Miesenbach in Niederösterreich) ist Sonderbeauftragter für Gesundheit im österreichischen Bundesministerium für Gesundheit.

Leben

Auer studierte Philosophie und Politikwissenschaften an der Universität Wien und dissertierte 1991 bei Norbert Leser.

Von 1993 bis 2003 war er zunächst unter Vizekanzler Erhard Busek und später unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel Leiter der Politischen Abteilung der Österreichischen Volkspartei (ÖVP), danach Kabinettschef von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF). Von 2005 bis 2018 leitete er die Sektion I (Gesundheitssystem, Zentrale Koordination) im Bundesministerium für Gesundheit. Von 2006 bis 2009 war er Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Arbeitsgemeinschaft ELGA (Elektronischer Gesundheitsakt), seit Dezember 2009 Vorsitzender des Koordinierungsausschusses der ELGA GmbH; als Eigentümervertreter der Republik Mitglied der Generalversammlungen der Agentur für Gesundheit- und Ernährungssicherheit AGES sowie der Gesundheit Österreich GmbH und von Mai 2012 bis 2018 von den Mitgliedsstaaten gewählter Vorsitzender des eHealth Networks der Europäischen Union, einem Zusammenschluss der zuständigen Behördenleiter zur Verbreitung von eHealth in Europa. Auer war bis September 2018 Geschäftsführer der Bundesgesundheitsagentur (Bundesgesundheitskommission und Bundeszielsteuerungskommission) und Vorsitzender des Fonds zur Finanzierung der Privatkrankenanstalten PRIKRAF. Als Sektionschef im Gesundheitsministerium galt er bis 2018 als zentraler Sponsor und Architekt aller maßgebenden strukturpolitischen Reformen im österreichischen Gesundheitssystem. Sein vorläufig letztes Reformwerk ist das im Juni 2017 vom Parlament beschlossene Primärversorgungsgesetz, mit dem eine interdisziplinäre und multiprofessionelle medizinische Basisversorgung gesichert werden soll.

Mit der 2018 erfolgten Zusammenlegung des Gesundheits- mit dem Sozialministerium durch die Ministerin Beate Hartinger-Klein wurde Auer zum Sonderbeauftragten für Gesundheit ernannt. Im September 2018 wurde er vom europäischen Regionalkomitee der WHO für die Periode 2019 bis 2022 in den Exekutivrat der Weltgesundheitsorganisation in Genf nominiert. Zusätzlich ist er der offizielle Kandidat Österreichs für die Position des Regionaldirektors der WHO-Europa.

Auer ist seit 2017 Präsident des European Healthforum Gastein, einer interdisziplinären europäischen Gesundheitskonferenz, an der die Europäische Kommission, die WHO und das österreichische Gesundheitsministerium beteiligt sind.

Auer wurden für seine besonderen Verdienste das Große Silberne Ehrenzeichen mit Stern für Verdienste um die Republik Österreich (2014) und der Goldene Ehrenring der Österreichischen Sozialversicherung (2018) verliehen.

Er ist Mitglied der katholischen Studentenverbindungen KÖHV Carolina Graz (seit 1978) und KaV Norica Wien (seit 1983) im ÖCV.

Literatur

  • Universität und Demokratie in Österreich. Zur empirischen und theoretischen Relevanz, Manz'sche, Wien 1997, ISBN 3-214-07290-0, zusammen mit Georg Feith, Walter H. Rechberger
  • Die Modernismuskrise des Katholizismus. Menschenrechte, Demokratie, die Revolution von 1848 und die katholische Kirche, in: Helmut Wohnout (Hrsg.), Demokratie und Geschichte. Jahrbuch des Karl von Vogelsang-Instituts zur Erforschung der Geschichte der christlichen Demokratie in Österreich, Wien – Köln – Weimar 2 (1998), 118–142
  • Die Modernismuskrise des Katholizismus (Teil 2). Autonome Freiheit vs. theonome Wahrheit: Das Katholische Lehramt im Konflikt mit der Meinungs- und Religionsfreiheit, in: ebd. 3 (1999), 197–200.
  • 1. Mai 2000 – Tag der neuen Arbeit, ÖAAB-Bundesleitung Wien, 2000 (Gesellschaftspolitische Informationen 79), zusammen mit Norbert Hartl
  • Diesmal. Analysen zur Nationalratswahl 2002, Molden Verlag Wien 2003, ISBN 3-85485-094-8, zusammen mit Michael Fleischhacker