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vom 28.11.2016, aktuelle Version,

Doderer (Adelsgeschlecht)

Wappen derer von Doderer
Porträt von Gottlieb Doderer (1782–1832), Vater von Carl Wilhelm Ritter von Doderer
Carl Wilhelm Ritter von Doderer (1825–1900)

Doderer ist der Name einer aus Württemberg stammenden österreichischen Familie, die 1877 mit dem Architekturprofessor Carl Wilhelm Doderer (1825–1900) in den österreichischen Adels- und Ritterstand erhoben wurde.

Herkunft der Familie

Aus dem Murrtal (Württemberg) stammend, beginnt die direkte Stammreihe der Familie mit „Peter Doderer“ in Sechselberg. Dessen Sohn, mit Namen ebenfalls „Peter Doderer“, lebte im Weiler Göckelhof und heiratete am 3. Mai 1590 in Murrhardt. Dann folgten weitere fünf Generationen von Bauern auf dem Weidenhof bei Weidenbach, die alle Töchter aus Bauersfamilien heirateten.

Der letzte von diesen war nebenher schon Zimmermann und zog als solcher nach Waltersberg. Sein Sohn Gottlieb (1782–1832) zog weiter nach Heilbronn, wurde dort Bürger, Zimmermann und Mühlenbaumeister und heiratete Luise Diruf (1790–1846), die Tochter eines anderen Heilbronner Bürgers, der Fleischermeister war. Aus dieser Ehe ging 1825 als zweiter Sohn Carl Wilhelm Doderer hervor. Dieser übersiedelte 1851 nach Wien und machte dort in den folgenden Jahren Karriere als Architekt und Professor. Mitglieder der Familie von Doderer leben heute in Österreich und Deutschland.

Adelserhebung

Carl Wilhelm Doderer (1825–1900), österreichischer Architekt und Professor für „Hochbau und Architektur“ an dem Polytechnischen Institut Wien (seit 1872 Technische Hochschule Wien) wurde 1877 durch Kaiser Franz Joseph I. mit dem Orden der Eisernen Krone III. Klasse ausgezeichnet und aufgrund der Ordensstatuten am 4. Februar 1877 in den erblichen österreichischen Adels- und Ritterstand erhoben.

Wappen

Auf dem Wappenschild unten ein goldener, von vier blauen Balken durchzogener Schildfuß. Darüber auf blauem Grund ein mit einem goldenen Stern bestücktes goldenes korinthisches Säulenkapitell mit schmalem Säulensaum. Über dem Wappenschild zwei Helme mit blau-goldenen Decken, auf dem rechten eine von zwei goldenen Eichenzweigen umkränzte, mit einem goldenen Stern bestückte goldene korinthische Säule mit Kapitell, auf dem linken ein vorn von vier blauen Balken durchzogener goldener, hinten blau geschlossener Adlerflug.

Namensträger

Literatur

  • Wolfgang Fleischer: "Das verleugnete Leben - Die Biographie des Heimito von Doderer", 2. Auflage, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1996, ISBN 3-218-00619-8;
  • Genealogisches Handbuch des Adels (Adelslexikon), Adelige Häuser B Band VII S.33ff., Band 36 der Gesamtreihe, C.A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1965;
  • Genealogisches Handbuch des Adels (Adelslexikon), Band II Boo-Don S.508, Band 58 der Gesamtreihe, C.A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1974;
  • Genealogisches Handbuch des Adels (Adelslexikon), Adelige Häuser B Band XIX S.39ff., Band 99 der Gesamtreihe, C.A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1990.
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