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vom 29.05.2017, aktuelle Version,

Einkaufszentrum Murpark

Schriftzug am Einkaufszentrum „Murpark“
Basisdaten
Standort: Graz
Eröffnung: 21. März 2007
Gesamtfläche: 85.000
Verkaufsfläche: 36.300 m²
Geschäfte: ca. 75
Umsatz: mind. 130 Mio. [1][2][3][4][5][6][7] (Stand Ende 2015)
Eigentümer: SES Spar European Shopping Centers
Website: http://www.murpark.at/
Verkehrsanbindung
Bahnhof: Graz Liebenau/Murpark
S-Bahn: S3
Straßenbahn: GVB-Straßenbahnlinie 4
Omnibus: Buslinien 64, 72, 74, 75U, N4, 431, 500, 521, 560, 570
Autostraßen: A2-Zubringer Graz-Ost
Parkplätze: ca. 2000
Technische Daten
Bauzeit: 03/2005–03/2007
Architekten: ATP Architekten und Ingenieure, Wien und ATW Architektur, Technik und Wirtschaft, Wien
Baukosten: ca. 110 Mio. €

Das Einkaufszentrum Murpark ist ein Einkaufszentrum im Osten von Graz am A2-Autobahnzubringer Graz Ost und an der Grenze der Bezirke St. Peter, Jakomini und Liebenau. Das Einkaufszentrum mit 36.000 m² Verkaufsfläche gehört zur Spar Österreich-Gruppe und wurde 2007 eröffnet.

Einkaufszentrum

Noch in der Planungsphase wurde das Einkaufszentrum 2005 mit dem MAPIC Retail Future Project Award ausgezeichnet.[8] Der am 21. März 2007 eröffnete Murpark bietet Platz für Lokalitäten auf einer Gesamtverkaufsfläche von rund 36.000 m². Die Baukosten beliefen sich auf zirka 85 Millionen Euro. Das Einkaufszentrum ist für 75 Geschäfte und Lokale konzipiert. Die größte Verkaufsfläche im Einkaufszentrum hat der Verbrauchermarkt Interspar, dem im Oktober 2007 vom Österreichischen Wirtschaftsverlag der „Goldene Merkur“ verliehen wurde, ein jährlich an 16 österreichische Einzelhändler vergebener Preis.[9] Weitere größere Geschäfte sind der Sportartikelhändler Hervis und Kastner & Öhler. Betrieben wird das Einkaufszentrum von SES Spar European Shopping Centers, die zur Spar Österreich-Gruppe gehört. 2013 erhielt der Murpark im Rahmen der ICSC European Shopping Center Awards die Commendation Establishe Centers und 2008, 2009, 2010, 2012 und 2014 die Auszeichnung Fahrradfreundlichstes Einkaufszentrum im Raum Raum und Graz Umgebung.

Der Murpark wurde als offene, überdachte Einkaufsstraße konzipiert und eröffnet, ähnlich einer US-amerikanischen Shopping-Mall. Der Bestandsumbau des Interspargebäude wurde jedoch in geschlossener Bauweise realisiert. Dieses Gebäude wurde über eine Fußgängerbrücke, welche über die Straßenbahnlinie führt, mit dem übrigen Einkaufszentrum verbunden. 2008 wurde die Mall klimatisiert und 2014 die beiden Gebäudeteile im Obergeschoss baulich und thermisch verbunden. 2013 wurde eine eigene S-Bahn-Haltestelle der Ostbahn beim Murpark in Betrieb genommen.

Architektur

Der von ATP Architekten und Ingenieure entwickelte Neubau des Einkaufszentrum Murpark ist die erstmalige Umsetzung eines offenen, nicht-klimatisierten Einkaufszentrumskonzeptes in Österreich. Das zweigeschössige, offene Einkaufszentrum verbindet Geschäfte, Parkdecks und den Interspar-Hypermarkt. Letzter, ein Bestandsumbau, ist als eigenständiger Baukörper identifizierbar. Die zu Lichttürmen verlängerten Lichtschächte unterteilen die 350 Meter lange transparente Glasfront.[10] 2008 erfolge basierend auf der Planung von ATW Architektur Technik und Wirtschaft die Klimatisierung und in Folge auch der thermische Zusammenschluss der Gebäudeteile im Obergeschoss.

Verkehrsanbindung

S-Bahnhaltestelle Graz Liebenau-Murpark

Die Projektentwicklung der Verkehrsanbindung und des Verkehrsausbaus erfolgte als Public Private Partnership des Bauherren und der Stadt Graz. So wurden die GL-Straßenbahnlinien 4 und 13 zum Murpark verlängert, die Buslinien 64, 72, 74 und 75 haben dort ihre Endstation oder halten hier. Weitere sechs Regionalbuslinien halten ebenfalls. Der Murpark liegt direkt am Autobahnzubringers Graz Ost. Das angrenzende um 4,7 Millionen Euro[11] errichtete Park+Ride-Parkhaus mit rund 2.000 Stellplätzen sowie weitere kostenfreie Parkplätze sollen Einpendler nach Graz bereits an der Peripherie den Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel ermöglichen. Dafür wurde ein eigenes Kombi-Ticket eingerichtet, mit welchem man 24 Stunden parken und das gesamte Verkehrsnetzes der Graz Linien benutzen kann. Als Nahverkehrsdrehscheibe ist der Murpark auch die P+R-Umstiegsstelle für die Besucher der Merkur Arena, des Kunsteisstadions Liebenau, der Grazer Messe und der Grazer Stadthalle. Ende 2009 erreichte man 53 % Auslastung des P+R-Parkhauses. Bei den Planungen ging man von 95 % Auslastung aus.[11] 2013 wurde die S-Bahn-Haltestelle an der Ostbahn direkt neben dem Murpark in Betrieb genommen.

Einzelnachweise

  1. SES-Bilanz (Umsatz Murpark überschreitet 100 Mio. €) 2009 (abgerufen am 17. Mai 2016)
  2. SES-Bilanz (Umsatzentwicklung Murpark) 2010 (abgerufen am 17. Mai 2016)
  3. SES-Bilanz (Umsatzentwicklung Murpark) 2011 (abgerufen am 17. Mai 2016)
  4. SES-Bilanz (Umsatzentwicklung Murpark) 2012 (abgerufen am 17. Mai 2016)
  5. SES-Bilanz (Umsatzentwicklung Murpark) 2013 (abgerufen am 17. Mai 2016)
  6. SES-Bilanz (Umsatzentwicklung Murpark) 2014 (abgerufen am 17. Mai 2016)
  7. Murpark Jahresbilanz (Umsatzentwicklung) 2015 (abgerufen am 17. Mai 2016)
  8. Murpark Graz - SES (Spar European Shopping Centers)
  9. LK-Gala & Goldener Merkur 2007. In: „Die Handelszeitung“ vom 12. Oktober 2007.
  10. Presseinformation des Architektenbüros "ATP Architekten und Ingenieure".
  11. 1 2 Artikel der Kleinen Zeitung vom 28. Dezember 2009