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vom 17.10.2016, aktuelle Version,

Elfriede Schüsseleder

Elfriede Schüsseleder (* 9. November 1951 in Waidhofen an der Ybbs) ist eine österreichische Schauspielerin.

Leben und Karriere

Elfriede Schüsseleder absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Schauspielschule Krauss unter der Leitung von Fritz Muliar in Wien. Engagements am Luzerner Theater und im Schauspielensemble von Herbert Wochinz am Stadttheater Klagenfurt folgten. Durch die internationalen Kontakte von Wochinz aus seiner Pariser Zeit erhielt diese Truppe große Aufmerksamkeit. Schüsseleder blieb diesem Theater bis 1992 treu.

Sie spielte dort sehr viele große Rollen, unter anderem auch die Eva in der deutschsprachigen Erstaufführung der Tragödie des Menschen von Imre Madách und die Katharina Blum in Die verlorene Ehre der Katharina Blum, die Jeanne in Der Automat von Julien Green (deutschsprachige Erstaufführung) u. v. a. Sie wurde bald zu einer wesentlichen Stütze des Kärntner Theaters. Sie spielte in Fernsehproduktionen: z. B. Hansi Vrba, Inländerfreund (Regie Kurt Ockermüller), im ORF-Theater. Für das ORF-Landesstudio in Kärnten wirkte sie in vielen Hörspielen mit.

26 Jahre lang war sie im Ensemble der Komödienspiele Porcia wo sie unzählige große Rollen der Weltliteratur von Georges Feydeau bis hin zu Shakespeare verkörperte. Viele dieser Aufführungen wurden vom ORF aufgezeichnet. H. C. Artmann erstellte viele Übersetzungen und Bearbeitungen für die Komödienspiele, und Matthias Kralj entwarf die Bühnenbilder. Unter Klaus Gmeiner spielte sie beim Salzburger Straßentheater.

Es folgten mehrere Jahre am Theater Aachen, sowie Engagements am Schauspiel Frankfurt unter Peter Eschberg, am Volkstheater Wien und mit Solostücken tourte sie durch Österreich. Sie hat viele Jahre an der Schauspielschule Krauss Dramatik unterrichtet und arbeitete auch als Regisseurin z. B. für Jugendstil Theater-Kunst-Kultur, Theater Drachengasse, Studiobühne der Schauspielschule Krauss u. v. a.

Im TV wirkte sie bei Schnell ermittelt, Die Lottosieger, CopStories, Tatort, Die Detektive, Bösterreich und anderen Serien mit. Sie spielte in den Kinofilmen Wie man leben soll, Endlich Weltuntergang u. a.

Von 2004 bis 2012 war sie im Ensemble am Theater in der Josefstadt. Danach arbeitete sie als Gast am Theater in der Josefstadt, 2013 in Jägerstätter (Uraufführung) und 2015 in Der Boxer[1] (Uraufführung), beide von Felix Mitterer[2], sowie am Volkstheater Wien, am Stadttheater Klagenfurt und vielen anderen Theatern.

Elfriede Schüsseleder war mit dem österreichischen Schauspieler Peter Ertelt (1932–1990) verheiratet. Mit ihm hat sie einen Sohn.

Auszeichnungen

Literaturnachweis

Einzelnachweise

  1. Felix Mitterer: Der Boxer. Theaterstück, frei nach dem Schicksal des Sinto-Boxers Johann „Rukeli“ Trollmann (= Haymon-Taschenbuch. Nr. 194). Mit einem Nachw. von Marie-Luise Ramos-Farina. Haymon-Taschenbuch, Innsbruck/Wien 2015, ISBN 978-3-7099-7819-1.
  2. Michaela Preiner: Brutal. Hart. Großartig. In: european-cultural-news.com. 30. Januar 2015, abgerufen am 1. Dezember 2015 (Kritik).
  3. Nominierungen 2010. In: nestroypreis.at, abgerufen am 17. Oktober 2016 (Nominierung Beste Nebenrolle).