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vom 12.03.2016, aktuelle Version,

Erste Ungarisch-Galizische Eisenbahn

Die Strecke der Ersten Ungarisch-Galizischen Eisenbahn

Die Erste Ungarisch-Galizische Eisenbahn (EUGE; ungarisch Első Magyar-Gácsországi Vasút, EMG) war eine private Eisenbahngesellschaft Österreich-Ungarns.

Geschichte

Die Konzession für den ungarischen Teil wurde am 14. Juli 1869, die für den österreichischen Teil am 11. September 1869 erteilt. Die Eröffnung der Teilstrecken erfolgte von 25. Dezember 1871 bis 30. Mai 1874.

Die baulich größte Herausforderung der EUGE war der große Łupkówer Tunnel durch die Karpaten, bei dessen Bau die EUGE in derartige finanzielle Schwierigkeiten geriet, dass sowohl Österreich als auch Ungarn unterstützend eingriffen.

Ab 1. Jänner 1889 wurde der Betrieb auf der EUGE von den österreichischen (kkStB) und von den ungarischen (MÁV) Staatsbahnen geführt. Danach war die Strecke der EUGE in eine österreichische von Przemyśl bis zur ungarisch-galizischen Grenze und eine ungarische bis Mihályi (heute slowakisch Michaľany) unterteilt. Mit dem 1. April 1905 wurde der österreichische Streckenteil verstaatlicht.

Am 26. September 1915 geriet bei Medzilaborce ein Güterzug mit 30 betankten Kesselwagen mit Petroleum in einem Gefälle außer Kontrolle und fuhr auf einen Lazarettzug auf. 36 Menschen starben.

Eröffnungsdaten

Abschnitt Länge (in Kilometern) Eröffnungsdatum
LegenyemihályiHomonna 64,62 25. Dezember 1871
Przemyśl — Chyrów 33,19 13. Mai 1872
Chyrów — Krościenko 19,40 1. Juli 1872
Krościenko — Ustrzyki Dolne 8,09 3. September 1872
Ustrzyki Dolne — Komańcza 70,26 12. November 1872
Komańcza — Łupków 13,75 18. Dezember 1872
Homonna — Łupkówer Tunnel – Legenyemihályi 55,42 12. Juni 1873
Łupkówer Tunnel (ungarisch-galizische Grenze) 0,416 30. Mai 1874

Lokomotiven

Lokomotiven der Ersten Ungarisch-Galizischen Eisenbahn
EUGE-Serie EUGE-Nr. Anzahl Hersteller Baujahr Achsformel kkStB-Nr. MÁV 1. Schema MÁV 2. Schema MÁV 3. Schema
II 8", 9", 21", 22, 27–29 7 Sigl/Wr. Neustadt, Wr. Neustadt, MÁVAG 1874–1886 1B n2 19.01–03 1001–1004 1037, 1261–1263 238,037, 241,001–003
III 1–7, 10–20, 23–26 22 Sigl/Wr. Neustadt, Wr. Neustadt 1871–1885 C n2 46.18–25, 29–32 1005–1014 2113–2122 335,113–122
IV 8, 9, 21 3 Sigl/Wr. Neustadt 1872 D n2 126–128 4030–4032 441,030–032

Siehe auch

Literatur

  • Bernhard Neuner: Bibliographie der österreichischen Eisenbahnen von den Anfängen bis 1918. Band 2. Walter Drews Verlag, Wien 2002, ISBN 3-901949-00-3.
  • Johann Stockklausner: Dampfbetrieb in Alt-Österreich. Verlag Slezak, Wien 1979, ISBN 3-900134-41-3.