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vom 07.01.2020, aktuelle Version,

Evelyn Holt

Evelyn Holt 1928 auf einer Fotografie von Alexander Binder

Evelyn Holt, geboren Edith Sklarz, (* 3. Oktober 1906 in Berlin; † 22. Februar 2001 in Los Angeles, USA) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben

Die Tochter eines Journalisten begann ihre Filmkarriere unter ihrem richtigen Namen. Erst nachdem sie in dem Film "Briefe, die ihn nicht erreichten" aufgefallen war und für die Titelrolle in Die Waise von Lowood engagiert wurde, nahm sie den Künstlernamen Evelyn Holt an. Die attraktive junge Frau avancierte schnell zu Hauptrollen neben Gustav Fröhlich und Hans Albers. Nach Gesangsunterricht wurde sie 1931 als Soubrette an das Große Schauspielhaus in Berlin verpflichtet.

Die Machtübergabe an die Nationalsozialisten beendete jedoch ihre Filmkarriere nach sieben erfolgreichen Jahren, da sie als angebliche „Halbjüdin“ ein Berufsverbot beim Film erhielt. Sie hielt sich noch mit Engagements als Soubrette an der Komischen Oper in Berlin über Wasser. Als sie 1937 den jüdischen Verleger Felix Guggenheim (1904–1976)[1] heiratete, war ihr auch das nicht mehr möglich. Im Jahr 1938 emigrierte das Paar zunächst in die Schweiz, um 1940 nach England überzusiedeln, später in die USA. Dort wurde Felix Guggenheim Exilverleger von Autoren wie Thomas Mann, Franz Werfel, Lion Feuchtwanger und Alfred Döblin.

Evelyn Holt blieb bis an ihr Lebensende in den USA und drehte nie wieder einen Film.

Filmografie (Auswahl)

Literatur

  • Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Mit einem Geleitwort von Paul Spiegel. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 180.
  • Kay Weniger: 'Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …'. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. S. 248 f., ACABUS-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8

Einzelnachweise

  1. Michaela Ullmann: Felix Guggenheim, bei Immigrant Entrepreneurship
  2. s. a. Freiwild