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vom 27.11.2018, aktuelle Version,

Ferdinand Welz

Mutter und Kind beim Helmut-Qualtinger-Hof in Wien

Ferdinand Maria Josef Welz (* 18. April 1915 in Wien; † 1. Juni 2008 ebenda) war Leiter der Meisterschule für Medailleurkunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er entwarf zwei Motive für die Schilling-Münzen.

Biografie

Welz schloss zunächst eine Graveurlehre in Wien ab. 1933 wechselte er an die Akademie der bildenden Künste Wien und studierte dort Bildhauerei. 1938 schloss er seine akademische Ausbildung ab. 1940 wurde er Leiter der Graveurabteilung im Hauptmünzamt. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als freier Künstler weiter und zog kurzzeitig nach Schweden. 1955 bekam er einen Lehrauftrag an der Akademie der bildenden Künste in Wien und leitete dort die Meisterschule für Medailleurkunst. 1970 bis 1972 wurde er Rektor und von 1972 bis 1976 bekleidete er das Amt des Prorektors. 1985 emeritierte er, übernahm aber bis 1986 noch die interimistische Leitung der Meisterschule.

Welz wurde vor allem wegen seiner Arbeiten für die Schillingwährung bekannt. Er entwarf das Edelweiß auf der 1-Schillingmünze und die Frau mit Goldhaube für die 10-Schillingmünze. Des Weiteren entwarf er einige Gedenkmünzen, unter anderem zum hundertsten Geburtstag von Max Reinhardt und Franz Lehár. Eine seiner letzten Arbeiten war eine Münze anlässlich des Papstbesuches 1988 in Österreich.[1] Welz wurde am Grinzinger Friedhof (Gruppe 29, Reihe 6, Nummer 7) in Wien bestattet.

Werke

50-Schilling-Münze 1965 zur 600 Jahr-Feier der Universität Wien. Hier die Rückseite von Ferdinand Welz
25-Franken-Goldmünze Liechtenstein 1961
25-Schilling-Münze 1970 Franz Lehár
100-Schilling-Münze Olympische Spiele 1976 (1. Ausgabe)
  • 10-Schilling-Münze 1957–1973 beide Seiten, 1974–2001 Wertseite (Rückseite von Kurt Bodlak)
  • Rückseite 50-Groschen-Münze 1959–2001 (Wertseite von Hans Köttenstorfer)
  • Rückseite (Edelweiß) 1-Schilling-Münze 1959–2001 (Wertseite von Edwin Grienauer)
  • Einige 25-, 50-, 100- und 500-Schilling-Silbermünzen, darunter die Jubiläumsmünze 1965 der Republik Österreich zur Gründung der Universität Wien durch Rudolf IV. von Habsburg, Herzog von Österreich, 1358–1365
  • 25- und 50-Franken-Goldmünzen Liechtenstein 1961[2]

Literatur

  • Günther Dembski u. Heinz Winter: Ferdinand Welz – Ein österreichischer Medailleur des 20. Jahrhunderts, in: Numismatische Zeitschrift 115, 2007, 101–178.[3]

Einzelnachweise

  1. Biografie@1@2Vorlage:Toter Link/austrian-mint.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)   Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. von Münze Österreich
  2. Elmar Fröschl: Eine Biografie des Bildhauers und Medailleurs Edwin Grienauer. Wien 2014, S. 113.
  3. Günther Dembski–Heinz Winter: FERDINAND WELZ – EIN ÖSTERREICHISCHER MEDAILLEUR DES 20. JAHRHUNDERTS. Staatliche Museen zu Berlin, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 10. Oktober 2015 (pdf).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ww2.smb.museum
  Commons: Ferdinand Welz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien