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vom 01.02.2014, aktuelle Version,

Fritz Seidler

Fritz August Seidler (* 18. Juli 1907 in Werdau; † 3. Mai 1945 in Österreich) war ein deutscher SS-Hauptsturmführer und Schutzhaftlagerführer in den Konzentrationslagern Auschwitz und Mauthausen-Gusen.

Leben

Fritz Seidler, ausgebildeter Bautechniker, war ab 1. November 1935 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnr. 3.693.999) und ab 12. März 1933 der SS (Mitgliedsnr. 135.387). Seidler war zunächst als Kompanieführer der Wachmannschaften im KZ Sachsenhausen einsetzt. Im November 1941 übernahm Seidler den Posten des 2. Schutzhaftlagerführers im KZ Auschwitz von Franz Xaver Maier. Zudem war Seidler dort von November 1941 bis März 1942 im Lager für sowjetische Kriegsgefangene Lagerführer. Später wurde Seidler in das KZ Mauthausen-Gusen versetzt.[1] Im KZ Mauthausen-Gusen folgte Seidler Karl Chmielewski ab Oktober 1942 als 1. Schutzhaftlagerführer bis Anfang Mai 1945 nach. Seidler, für seine Grausamkeit berüchtigt, ordnete sowohl die Vergasung von invaliden Häftlingen in Gusen I als auch ein Massaker an Häftlingen im April 1945 in Gusen II an. Gegen Kriegsende soll Seidler am 3. Mai 1945 zunächst seine Familie und dann sich selber erschossen haben.[2] Anderen Angaben zufolge starb er am 6. Mai 1945 bei Kampfhandlungen.[3]

Literatur

  • Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon. S. Fischer, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-10-039333-3.
  • Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.): Auschwitz in den Augen der SS. Oświęcim 1998, ISBN 83-85047-35-2
  • Wacław Długoborski, Franciszek Piper (Hrsg.): Auschwitz 1940-1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz., Verlag Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim 1999, 5 Bände: I. Aufbau und Struktur des Lagers. II. Die Häftlinge - Existentzbedingungen, Arbeit und Tod. III. Vernichtung. IV. Widerstand. V. Epilog., ISBN 83-85047-76-X.

Einzelnachweise

  1. Aleksander Lasik: Die Organisationsstruktur des KL Auschwitz, in: Aleksander Lasik, Franciszek Piper, Piotr Setkiewicz, Irena Strzelecka: Auschwitz 1940-1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations und Vernichtungslagers Auschwitz., Band I: Aufbau und Struktur des Lagers, Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oświęcim 1999, S. 230f.
  2. Kurzbiografie von Seidler auf www.gusen-memorial.at
  3. Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon, Frankfurt am Main 2013, S. 374