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vom 08.01.2019, aktuelle Version,

Gerald Preinfalk

Gerald Franz Preinfalk (* 9. Juni 1971 in Freistadt) ist ein österreichischer Saxophonist, der sowohl im Jazzbereich als auch in der Klassik zu Hause ist.

Leben und Wirken

Preinfalk, der mit Blasmusik aufwuchs, begann mit neun Jahren mit dem Klarinettenunterricht; mit 15 Jahren wechselte er zum Saxophon. 1990 begann er das Instrumentalstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Otto Vhrovnik und Wolfgang Puschnig. 1993 setzte er seine Studien am Berklee College of Music bei George Garzone fort; in Paris studierte er 1998 klassisches Saxophon bei Serge Bertocchi.

Seit 2000 ist Preinfalk Mitglied des Klangforum Wien. Gastspiele führten ihn zu Orchestern wie dem Radio-Symphonieorchester Wien, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Staatsorchester Stuttgart; auch trat er als Interpret Neuer Musik mit dem ensemble xx. jahrhundert und dem Ensemble Kontrapunkte auf. Bernhard Lang schrieb für Preinfalk ein Solokonzert mit den Wiener Symphonikern, Roland Freisitzer (2011) und Norbert Sterk (2010) komponierten für ihn kammermusikalische Werke.

Im Jazzgenre spielte er mit Django Bates, Peter Madsen, Don Byron, Terry Bozzio, Alex Machacek, Georg Breinschmid, Harri Stojka, dem Flip Philipp - Ed Partyka Dectet und der Yodelgroup von Christian Muthspiel. Er gehörte zu Bigbands wie Nouvelle Cuisine, dem Upper Austrian Jazz Orchestra, der Jazz Big Band Graz und dem Vienna Art Orchestra. Eigene Musikprojekte Preinfalks waren das „Paier/Preinfalk Project“ mit Klaus Paier (2000), „More than Tango“ und „Saion“ (2004), „Tan Go Go“ (2005) sowie die „Giuffre Zone“, in der er mit Christoph Cech und Per Mathisen die Musik Jimmy Giuffres interpretierte. Die meisten dieser Projekte sind auf Tonträger dokumentiert. Seit 2007 trat er auch im Duo mit dem brasilianischen Gitarristen Alegre Corrêa auf, welches gelegentlich in verschiedenen Besetzungen erweitert wurde. Als Studiomusiker wirkte er auch mit Willi Resetarits und Maria Bill. Ferner arbeitete er mit Savina Yannatou, Lucía Pulido, Kurt Ostbahn und Krzysztof Dobrek. Tom Lord listet 27 Aufnahmen zwischen 1993 und 2012 im Bereich des Jazz.[1]

Daneben wirkte Preinfalk auch als Theaterkomponist: Für das Wiener Volkstheater schrieb er die Musik zu „Peer Gynt“, „Hiob“ und „Du bleibst bei mir“ – jeweils in der Regie von Michael Sturminger. Auch arrangierte er jüdische Lieder mit Texten von 1952 unter Stalin ermordeten Dichtern („Moscow 52“, „Bukovina III“).

2011 wurde Preinfalk als Universitäts-Professor für klassisches Saxophon an die Kunstuniversität Graz berufen.

Preise und Auszeichnungen

2001 wurde Preinfalk mit dem Hans-Koller-Preis als „Newcomer des Jahres“ im Jazzgenre ausgezeichnet.

Diskographische Hinweise

  • Art of Duo (col legno 2014, mit Alegre Corrêa, Wolfgang Muthspiel, Per Mathisen, Fabian Rucker, Christoph Cech und Harri Stojka)

Einzelnachweise

  1. Tom Lord The Jazz Discography